Sieben Tipps für den Mittelstand


Was Wachstum für den Mittelstand wirklich bedeutet – und was wir daraus lernen können

12.804 – so viele Interviews haben wir mit Mittelständlern in 19 europäischen Ländern geführt, 1.000 davon in Deutschland. Warum? Weil wir erfahren wollten, was Wachstum und Erfolg für den Mittelstand wirklich bedeuten – sowohl unter ökonomischen als auch unter kulturellen und sozialen Gesichtspunkten. Schließlich bilden kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) das Rückgrat unserer Gesellschaft. 99 Prozent der Unternehmen in Europa sind Mittelständler und gleichzeitig viel mehr als das: Innovatoren, Arbeitgeber, Lebenstraum, Familie und Leidenschaft.

Diese Betrachtungsweise spiegelt sich auch in den Ergebnissen unserer Studie wider: Der Mittelstand in Deutschland definiert Wachstum nicht allein über höhere Umsätze und Gewinne (28 Prozent), sondern auch über kulturelle und soziale Aspekte. Für kleinere Unternehmen zeigt sich Wachstum auch darin, mehr Raum für andere Dinge im Leben (14 Prozent) und mehr Spaß zu haben (18 Prozent). Auch das eigene Handwerk, die berufliche Leidenschaft, zu verbessern und sich weitere Fähigkeiten anzueignen, bedeutet für 19 Prozent Wachstum. Genau hier hilft Technologie, das haben auch KMUs längst erkannt: 70 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass moderne Tools Unternehmen flexibler machen und Zeit sparen (71 Prozent). Dennoch nutzen 41 Prozent bislang keine Cloud-basierten Technologien – und verpassen damit eine große Chance.digitale-technologien-779x389

Langjährige Erfahrungen und empirische Fakten: Meine Tipps für den Mittelstand

Die Ergebnisse zeichnen ein vielfältiges Bild des Mittelstandes. Einige der wichtigsten Tipps, die wir daraus ableiten können, möchte ich gerne mit Euch teilen:

  1. Erfolg ist eine Frage der Betrachtungsweise: Natürlich geht es am Ende des Tages auch immer um Geld, sonst muss selbst das beste Unternehmen seine Pforten schließen. Doch was Erfolg darüber hinaus bedeutet, definiert ihr selbst. Steckt Euch realistische Ziele und verfolgt sie konsequent – egal, ob es sich um die Verbesserung des Arbeitsklimas, die Vertiefung von Kenntnissen, einen besseren #worklifeflow oder Verkaufszahlen handelt.
  2. Arbeite smarter, nicht härter: Gerade in kleinen Unternehmen kommt den Mitarbeitern selten nur eine Aufgabe zu: CEO, CFO, Marketing und Event Manager, Recruiter, gute Seele und Raumpfleger in Personalunion – und jede dieser Aufgaben ist auf ihre Weise wichtig für das Unternehmen und die Kollegen. Schätzt daher die Aufwände für all diese Aufgaben realistisch ein, sucht nach Potential für Optimierung und holt euch Unterstützung, zum Beispiel in Form smarter Technologien, die Prozesse verschlanken.
  3. Konzentriert Euch auf das, was ihr könnt: Arbeitet ständig daran, Euer Produkt oder Euren Service besser zu machen. Für Aufgaben, die zwar erledigt werden müssen, aber nicht Eurem Kernbereich entsprechen, gibt es immer Menschen, die sie schneller, besser und vor allem mit mehr Spaß erfüllen. Wenn Euer Herz also einfach nicht für Buchhaltung schlägt, dann stellt jemanden ein, der sich gerne darum kümmert, oder nutzt Tools wie Dynamics 365, die den Prozess abbilden und euch ebenfalls Arbeit abnehmen.
  4. Schafft ein kreatives Umfeld, in dem Arbeit Spaß macht: Nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung und gebt die Flexibilität, die smarte Tools wie Office 365 bieten, an Eure Mitarbeiter und Teams weiter: Selbstbestimmtes Arbeiten, ob von zu Hause, unterwegs oder im Büro, kann sich positiv auf Zufriedenheit und Motivation auswirken.
  5. Bildet starke Netzwerke mit anderen Unternehmen: Niemand kennt die Herausforderungen von KMUs so gut wie andere KMUs. Daher ist der Austausch mit Gleichgesinnten extrem wichtig – die Studie zeigt nicht zuletzt, dass nicht nur kleinere Unternehmen in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Teilt Erfahrungen, gute wie schlechte, gebt Euer Wissen weiter und nutzt die Synergien starker Netzwerke.
  6. Konzentriert Euch auf Eure Kunden: KMUs möchten mit gutem Service (59 Prozent) punkten – doch der Aufbau und die Pflege von Kundenbeziehungen ist ein sehr komplexer und vor allem zeitintensiver Prozess. Abhilfe kann hier ein Customer-Relationship-Management-Tool wie Dynamics 365 schaffen, das alle verfügbaren Daten miteinander vereint, analysiert und so relevante Insights zur Verfügung stellt.
  7. Und vergesst bei alledem nie eins: “Wer was ändern will, muss was anders machen!

Was wir darüber hinaus noch gelernt haben? In fast jedem achten KMU gehören zu den Kollegen auch Hund und Katze. Und: Deutsche Mittelständler sind Frühaufsteher. Insgesamt 75 Prozent der Befragten fangen bereits vor 8 Uhr an zu arbeiten. Mehr als ein Drittel sind bereits ab 7 Uhr in der Arbeit. Das ist ja eher nicht so meins, aber genau so unterschiedlich und so vielfältig wie wir sind, ist auch der Mittelstand und die Digitalisierung.

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Ein Beitrag von Gregor Bieler
General Manager Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland

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Gregor Bieler verantwortet seit dem 1. Oktober 2016 als General Manager das Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Zuvor leitete er als General Manager die Consumer Channel Group bei Microsoft Deutschland. Er ist fest davon überzeugt, dass die digitale Transformation die Chance für klein und mittelständische Unternehmen ist. Da Industrie nur Innovation, keine Tradition respektiert. Er ermutigt alle offen für Veränderungen zu sein und rät: Wer was ändern will, muss was anders machen.

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