Produktivität macht glücklich!


(Noch) Mehr Produktivität – das wünschen sich vermeintlich immer nur die Chefs, die noch mehr aus ihren Mitarbeitern herausholen wollen. Diese verstehen das allerdings oft als Kritik an ihrer Arbeit und reagieren eher mit Ablehnung – auch weil sie befürchten, noch mehr oder intensiver arbeiten zu müssen.

Eine Umfrage des US-amerikanischen Karrierenetzwerks Levo im Auftrag von Microsoft fügt dieser Diskussion nun eine sehr interessante Farbe hinzu: Demnach glauben satte 93 Prozent der 1.500 Befragten, dass auch das eigene Glück an einer produktiven Tätigkeit hängt.

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Ich kann das bestätigen: Auch mich macht Produktivität zufriedener. Wenn ich an einem Arbeitstag das erledigen konnte, was ich mir morgens vorgenommen habe, bin ich zufrieden. Und wenn ich in meinen #worklifeflow komme, dann kann die Arbeit noch so intensiv sein: Am Ende bin ich glücklich darüber, was ich alles geschafft habe.


Ablenkungen sind unproduktiv
Dieser Flow und die damit verbundene Zufriedenheit stellen sich aber nicht immer ein, auch das hat die Umfrage von Levo ergeben. Ablenkungen zum Beispiel gefährden einen produktiven Arbeitstag – wohlgemerkt aus Sicht der Mitarbeiter, nicht ihrer Chefs. Soziale Netzwerke gehören dabei zu den größten Störfaktoren, bei denen die Faustregel gilt: je jünger, desto abgelenkter. Im Schnitt geben 29 Prozent an, dass solche Ablenkungen ihre Produktivität stören. Auf Platz zwei landet falsches Zeitmanagement, auf Platz 3 die (fast immer) lieben Kolleginnen und Kollegen, mit denen sich zeitweilig vielleicht etwas zu viel ausgetauscht wird.

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Damit wir uns nicht falsch verstehen: Soziale Netzwerke und Kollegen sind zum Beispiel für mich und meine Arbeit enorm wichtig. Aber eben nicht immer; es gibt auch Zeiten, da muss ich konzentriert arbeiten.

Interessanterweise spielen ungeeignete Tools in nur drei Prozent der Beschwerden eine Rolle. Ob das wohl damit zusammenhängt, dass die meisten Wissensarbeiter mit Office 365 arbeiten? Ist nur so ein Gedanke! 😉

Planung hilft
Wer sich manchmal ablenken lässt, hat kein wirkliches Problem, sondern weiß im Gegenteil sogar Bescheid. Ein Problem hat allenfalls, wer sich ständig rausbringen lässt. Aber hier gibt es probate Mittel das zu vermeiden. Der Umfrage gehören für fast 92 Prozent To-Do-Listen dazu, weil sie bei der Strukturierung des Arbeitstages und der Überschaubarkeit der Aufgaben helfen. Für 52 Prozent (hier waren Mehrfachnennungen möglich) sind Kalendereinträge und dezidierte Aufgaben die Lösung des Problems.

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In der Bewertung der Umfrageteilnehmer kommen die weichen Faktoren für eine bessere Konzentration auf das Wesentliche erst nach den Tools. Dazu gehören Pausen, Entspannungsübungen, Meditation und Power-Napping. Sie alle haben ihre Bedeutung, spielen aber in der Wahrnehmung der Befragten keine entscheidende Rolle. Überraschenderweise gilt das auch für die regelmäßige Koffeinzufuhr, auch wenn immerhin 42 Prozent auf die Produktivitätsförderung durch Kaffee setzen.

Produktivität ist auch eine Zeitfrage
Die Produktivität hängt auch von der Tageszeit ab. Hier liegt quer durch alle Altersklassen der Vormittag deutlich vorne. Am frühen (31 Prozent) und späten Morgen (38 Prozent) sind die Menschen am produktivsten. Nachmittag (12 Prozent) und Abend (10 Prozent) fallen dagegen deutlich ab.

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Zwei interessante Ausreißer gibt es auch hier: Im Alter von 38 bis 44 Jahren sind die Leute am frühen Morgen deutlich produktiver (46 zu im Schnitt 31 Prozent). Und: Ganz junge Leute (bis 21 Jahren) sind noch am Abend und in der Nacht produktiv (zwischen 25 und 28 Prozent gegenüber 18 Prozent im Durchschnitt).

Und was sagt uns das jetzt?
Produktivität ist wichtig, sagt uns die Umfrage – erstaunlicherweise ist sie sogar ein nicht zu unterschätzender Glücksfaktor für die Arbeit. Glücklicherweise ist Produktivität aber kein Hexenwerk, sondern für alle steigerungsfähig. Die unterschiedlichen Bewertungen in den Altersklassen sprechen meiner Meinung nach deutlich die Sprache des flexiblen Arbeitens: Wer zu bestimmten Tageszeiten produktiver ist als zu anderen, sollte eben dann auch produktiv sein können und dürfen. Wir bei Microsoft machen das schon lange so.

Die Umfrage zeigt auch, wie wichtig Gewohnheiten und Routinen sind. Auch wenn spontan viele abwinken würden, weil sie Routinetätigkeiten eher als Auslöser für den drohenden Boreout sehen würden, geben 82 Prozent der Befragten an, dass sie mit solchen Routinen produktiver sind. Immerhin 48 Prozent würden sich von einer besseren Priorisierung unterstützt fühlen. Hier ist eine Unterscheidung wichtig: Stupide, sich ständig wiederholende Tätigkeiten ohne Kick und Herausforderung sorgen für tödliche Langeweile, dagegen Routinen, die bei der Strukturierung des Tages helfen, für ein Plus an Produktivität.

 

Ein Beitrag von Marina Treude
Strategy Lead Office 365 SMB bei Microsoft Deutschland

Marina Treude

 

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