Neuerungen im Windows 10 Fall Creators Update für Entwickler


Mit dem Windows 10 Fall Creators Update erweitern wir die Windows-Plattform weiter, sodass Windows für alle Entwickler ein Zuhause bietet. Mit Blick auf die vergangene Build 2017 möchte ich vor allem darauf eingehen, wie Windows und Visual Studio den womöglich besten End-to-End-Entwicklungsprozess schaffen und es Entwicklern erlauben, nicht nur die Wiederverwertung von Code zu maximieren, sondern auch Experiences zu schaffen, die ansprechend sind, von Intelligence angetrieben werden und über verschiedene Geräte hinweg vernetzt sind.
Verbesserungen bei der .NET-Entwicklung
Angesichts der Ankündigung, dass .NET Standard 2.0 für UWP und XAML Standard im Laufe des Jahres eingeführt werden, ist .NET jetzt das umfassendste plattformübergreifende Entwicklungs-Framework. Diese Kombination macht es in Verbindung mit Visual Studio einfacher denn je, komplett native und voll ausgestatte Apps für alle Zielplattformen in C# zu entwickeln, einschließlich Windows, iOS, Android, Linux und natürlich der Cloud.


.NET Standard 2.0 und XAML Standard
.NET Standard 2.0 erweitert die UWP-Oberfläche um über 20.000 APIs, um sicherzustellen, dass die Interoperabilität Ihres Codes höher ist als je zuvor. Wir wissen auch, dass etwa 70 % der NuGet-Pakete mit .NET Standard 2.0 API-kompatibel sind. Die von Ihnen am häufigsten angefragten APIs für UWP, wie Reflection und SqlClient, werden ab dem Windows 10 Fall Creators Update für Sie voll zugänglich sein. Zusätzlich dazu erlaubt XAML Standard es Ihnen, einen Großteil Ihres UI-Codes allgemein verwendbar zu belassen und trotzdem eine native Benutzererfahrung über Windows, iOS und Android hinweg zu erreichen. Ihre Experience auf Windows wird automatisch und kostenfrei Fluent UI sowie alle Eingabe-Interaktionsmodelle zur Verfügung stellen. Unser Ziel ist es, unsere XAML-Dialekte über UWP XAML und Xamarin-Formulare hinweg zu vereinheitlichen und dadurch plattformübergreifende Entwicklungsarbeit stärker denn je zu vereinfachen. Wir freuen uns über Ihr direktes Feedback im GitHub-Repository – http://aka.ms/xamlstandard.
Microsoft Graph und die Entwicklung vernetzter Experiences
Wir knüpfen Windows an Microsoft Graph an, was erstaunliche neue Windows Shell-Features wie Timeline, Cloud Clipboard und Pick Up Where I Left Off (PWILO) ermöglicht. Zudem können Sie dieselben APIs benutzen, um auch Ihre eigenen Anwendungen zu erweitern.


Geräte in Microsoft Graph
Mit der Microsoft Graph-API können Sie jetzt auf alle Geräte Ihrer Benutzer zugreifen, sodass Sie Grenzen zwischen Geräten überwinden können. Apps und App-Dienste können Sie auf jedem Gerät aufrufen, wodurch die geräteübergreifende Koordination von Experiences möglich wird.
Aktivitäten in Microsoft Graph
Zusammen mit dem Windows Fall Creators Update veröffentlichen wir die UserActivity APIs, mit denen Sie die Interaktion in Ihren Apps anregen können, und zwar über Geräte und Plattformen hinweg. UserActivity ist die Maßeinheit des Benutzerengagements bei Windows. Sie besteht aus drei Komponenten: einem Deep-Link, visuellen Informationen und Metadaten. Wenn eine Anwendung eine UserActivity-Session startet, werden während der Interaktion des Benutzers mit der Anwendung Engagement-Daten erstellt.
Das ,Project Rome’-SDK für Android und iOS können Sie von GitHub herunterladen.
Adaptive Cards
Aktivitäten in Microsoft Graph bieten eine hervorragende Weise, Ihre Aktivität über alle Ihre Geräte hinweg zu speichern und nachzuverfolgen. Solche Aktivitäten visualisieren zu können, stellt einen wesentlichen Teil des Benutzererlebnisses dar, das Ihre Kunden erwarten. Adaptive Cards bieten Entwicklern eine auf einem offenen Format basierende Visualisierung, die über mehrere Anwendungen und Experiences hinweg funktioniert. Bei allen Aktivitäten in der Timeline wird die Visualisierung zur Verfügung gestellt, indem eine Adaptive Card an eine Aktivität angehängt wird, wozu die Project Rome-APIs genutzt werden. Adaptive Cards basieren auf einem JSON-Schema, das App/Content-Anbietern eine umfassende Visualisierungsoberfläche ermöglicht, die in vielen Experiences dargestellt werden kann. Die Experience, die die Card hostet, kontrolliert deren genaue Darstellung, sodass die Card sich wie eine natürliche Erweiterung der UI der Host-App anfühlt.
Aktuelle Informationen zu Adaptive Cards finden Sie unter http://adaptivecards.io


Microsoft Fluent Design-System
Das Fluent Design-System stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Neuaufstellung unseres Ansatzes zur Entwicklung der nächsten Generation von Apps und Experiences dar, die sich nahtlos und natürlich von Gerät zu Gerät übersetzen lassen. Die heutige Welt verlässt sich zunehmend auf viele unterschiedliche Geräte: Handys, Tablets, PCs, Spielkonsolen, Mixed-Reality-Headsets usw. Wir benutzen nicht ein einziges Gerät, sondern viele, und drücken uns dadurch aus, dass wir auf allen Geräten Inhalte erstellen und konsumieren. Jedes dieser Geräte weist ein anderes Verhalten auf und erfüllt unterschiedliche Anforderungen. Manche verlassen sich auf Touch-Eingabe und Freihand, andere verstehen, was wir sagen oder können unsere Bewegungen interpretieren. Aufgrund all dieser Merkmale unserer heutigen Welt investiert Microsoft bedeutende Mittel in sein Design-System.
Fluent Design erlaubt es, ansprechendere und interaktivere Experiences zu erschaffen, die nahtlos über verschiedene Geräte hinweg funktionieren – von großen Bildschirmen bis hin zu kleinen oder sogar ganz ohne Bildschirm – und all dies in einer Weise, die Ihre Apps beliebter macht und Ihre Benutzer dazu animiert, sie häufiger zu benutzen. Das Fluid Design-System zeichnet sich durch 5 Grundeigenschaften aus: Licht, Tiefe, Bewegung, Material und Skala. Im Verbund geben sie uns die Möglichkeit, immersive, umfassende Apps zu entwickeln, die sich über das gesamte Gerätesystem hinweg nahtlos skalieren lassen:

  • Licht – Mit Licht lässt sich Aufmerksamkeit erwecken oder eine klarere Navigation unterstützen,
  • Tiefe – Durch Tiefe verstehen wir, in welchem Verhältnis Dinge zueinanderstehen, wenn sie sich in einer mehrschichtigen, physischen Umgebung befinden.
  • Bewegung – Bewegung hilft, den Kontext festzulegen und Beziehungen zwischen Inhalten auf natürliche, subtile und reizvolle Weise anzudeuten.
  • Material – Material erlaubt es Ihnen, den verfügbaren Platz auf dem Bildschirm voll ausnutzen, um Inhalte von ihrer besten Seite zu zeigen. Es kann auch dazu beitragen, dass der Benutzer die Experience als unbeschwert und kurzlebig empfindet.
  • Skala – Mit Skala lässt sich unsere Toolbox um mehr Dimensionen erweitern, was zu Innovation über neue Geräte-Formfaktoren hinweg einlädt.

Falls Sie mehr erfahren und sich mit Fluent vertraut machen wollen, besuchen Sie bitte http://dev.windows.com/design.

Schneller testen, bereitstellen und verwalten
Testverfahren und ein sicheres Bereitstellungssystem sind unerlässlich. Deshalb bin ich vom Visual Studio Mobile Center besonders angetan, das Ihnen eine CI/CD-Pipeline für UWP ermöglicht (zusätzlich zu iOS und Android) und das sich mit unserem Store integrieren lässt. Dadurch wird die Veröffentlichung und Distribution Ihrer App zum Kinderspiel! Wir fügen auch Windows-Geräte zu unserer Test-Cloud hinzu, damit Entwickler sehen können, wie die App auf verschiedenen Geräten aussieht und damit mögliche Probleme vor dem Veröffentlichen erkannt werden können.
Windows ist die ultimative Dev-Box
Wir haben den Ehrgeiz, aus Windows die beste Dev-Box zu machen – für jedes Entwicklungsprojekt, die Erstellung jeder App, für jede beliebige Plattform.
Auf der Build im vergangenen Jahr haben wir angekündigt, dass Bash über das Windows Subsystem for Linux zu Windows kommt. Sie haben uns wissen lassen, dass die Bereitstellung nicht ganz einfach war; deswegen haben wir sie dahingehend vereinfacht, dass sie jetzt direkt über den Windows Store erfolgen kann. Außerdem arbeiten wir mit Suse und Fedora Linux zusammen, um es zu ermöglichen, dass mehrere Linux-Distributionen gleichzeitig ausgeführt werden. Ergänzend zu diesen zusätzlichen Distis gibt es jede Menge Verbesserungen im Verborgenen, wie z. B. Unterstützung für die Kommunikation von USB-Geräten (beispielsweise können Sie Ihren Raspberry Pi über USB von Bash aus bereitstellen), Einbindung von USB-Laufwerken (für FAT32-/exFAT-/NTFS-formatierte USB-Laufwerke), Einbindung von Netzwerkfreigaben, verbesserte Synchronisierung von Netzwerkkonfigurationen zwischen Windows und Linux, sowie tiefere Syscalls zur Verbesserung der Breite und Tiefe der Kompatibilität von WSL mit Linux-Apps.
Außerdem gibt es jetzt den Xamarin Live Player, mit dem Sie iOS-Apps direkt von einem Windows-PC aus bereitstellen, ausführen, testen und debuggen können. Nie zuvor war es möglich, auf einer einzigen Dev-Box für so viele Plattformen zu entwickeln

So können Sie selbst loslegen

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