Warum Exchange besser ist als Lotus Notes


Eine oft gestellte Frage ist: Geben Sie mir 5 Gründe, warum Exchange besser als Lotus Notes ist.


Diese Frage kann man nun mit einer Featureschlacht beantworten - wir können das besser als die und das können die schon gar nicht - allerdings führt dies meiner Erfahrung nach nicht zum Erfolg, da beide Produkte grundsätzlich alles können, was für ein Groupwareprodukt notwendig ist und die Featureschlacht daher vom wesentlichen ablenkt.


Ich habe heute - auf Grund einer konkreten Kundenanfrage - die Punkte, die meiner Meinung nach wesentlich wichtiger sind - zusammengefasst. Spannend ist, dass ich seit ca. 10 Jahren die Diskussion Notes vs. Exchange führe und die unten stehenden Punkte sich in den letzten 10 Jahren nicht wesentlich verändert haben 😉


Viel Spaß damit - zur Sicherheit: Das ist keine offizielle Microsoft Darstellung, sondern eine "Christian Decker" Sicht....



  • Groupwareplattform
    Den Vergleich der Groupwaresysteme auf Featurebasis möchte ich mir in dieser Aufstellung gerne ersparen. Beide Systeme (sowohl Lotus Notes als auch Exchange) bieten alle notwendigen Funktionen und Features, die ein Groupwaresystem anbieten muss. Stärken von Exchange liegen sicherlich in folgenden Bereichen:


    • Schnelle, stabile, Serverplattform
      Exchange 2007 bietet eine ausgereifte, schnelle, extrem stabile Serverlösung. Unsere Server können extrem große Maildatenbanken mit vielen Benutzern ausfallssicher und performant betreiben. Durch Technologien wie Cluster continuous replication   können Geo-Clustersysteme ohne teure Hardwarelösungen einfach realisiert werden.

    • Mobilität
      Bei Zugriffen auf Exchange von außerhalb des Unternehmens bieten wir umfangreiche, einfache Lösungen ohne Zusatzprodukte oder Hersteller „out oft he box“ an:


      • Outlook Anywhere – die Verbindung zum Exchangeserver vom Mailclient außerhalb des Unternehmens erfolgt automatisch, ohne Benutzeraktion und ohne Notwendigkeit einer VPN-Verbindung – sicher über verschlüsselte Webverbindungen (https)

      • Outlook Web Access – von jedem Webbrowser ist der volle Funktionsumfang des Outlookclients sicher und komfortable möglich

      • Outlook Mobile Access – ständig aktuelle Verfügbarkeit aller Informationen des Mailpostfaches (Mail, Kalender, Kontakte, …) – nicht nur von Windows Mobile Geräten, sondern mittlerweile von vielen anderen Plattformen (Apple IPhone, Nokia Communicator) – ohne Zusatzsoftware oder Zusatzprovider wie z.b. Black Berry.

      • Outlook Voice Access – voller Zugriff auf alle Mailboxinformationen über Sprachzugang über das Telefon.

  • Sicherheit und Compliance


    • Integrierte, kostenlose Spamlösung

    • Umfangreiche Virenschutzlösungen – entweder von Microsoft selber (Forefront Security for Exchange, Exchange hosted Services) oder einer der unzähligen Partnerlösungen

    • Unterstützung von gesetzlichen Compliance-Richtlinien

    • Steuerung und Einschränkung der Funktionen über Group-Policies über das Active Directory

    • Optimale Absicherung der mobilen Zugriffe über den ISA –Server

    • Volle Einbettung der PKI-Infrastruktur (Verschlüsselung), Möglichkeit der Informationskontrolle über das Active Directory Rights Management Service

    • Einfache, schnelle Patch-Verteilungslösung

  • Plattform
    Die Einbettung des Exchangeservers in die Microsoft Plattform bietet enorme Kosteneinsparungen durch vereinfachte Administration und ein enormes Potential durch die Verknüpfung von Technologien


    • Active Directory
      Durch das Active Directory haben Sie ein einziges Verzeichnis für die Administration ihrer Benutzerkonten, Gruppen und Berechtigungen. Benutzer müssen nur noch ein einziges Mal angelegt/verändert/gelöscht werden, die Benutzerinformation (und auch Gruppenzugehörigkeit) kann von einer Vielzahl von Systemen (Fileserver, Exchangeserver, ERP Systemen, Firewalls, usw.) genutzt werden.

    • Studien zeigen auch klar, dass die TCO von Exchangesystemen wesentlich geringer als die von unseren Mitbewerbern ist.

    • Das Zusammenspiel von Exchange mit der weiteren Microsoftplattform bietet eine einfache und Vielseitige Nutzung der Funktionen – z.b. Monitoring, Backup mit den System Center Produkten, die Absicherung der externen Zugänge durch die Forefront Produkte, Einbettung von CRM Systemen und Sharepoint oder die einheitliche Entwicklungsplattform für Serverbasierende, webbasierende, Clientbasierende und mobilen Applikationen

    • Die Einheitlichkeit der Benutzer- und Administrationsoberflächen ermöglichen eine schnelle Vertrautheit mit dem System, die durchgängige Managementkonsole und die mächtige Powershell erlauben dem Administrator eine einfache Administration der gesamten Backoffice Infrastruktur.

    • Eine einheitliche Dokumentations- und Supportplattform über alle Produkte (Technet.microsoft.com) mit einer Vielzahl von Dokumenten und Tools für die Unterstützung bei der Implementierung, den Betrieb und für Problemlösungen.

  • Eco-System
    Rund um den Exchange-Server und den Microsoft Technologien gibt es ein umfangreiches Eco-System, dass wesentliche Vorteile bietet:


    • Partnerlandschaft
      Wir haben über 350 zertifizierte Partner und über 4000 registrierte Partner, von denen sich ein Großteil mit Exchangeserver und Lösungen rund um den Exchangeserver beschäftigen Damit existiert eine breite Unterstützung für die Implementation und den Betrieb von Exchange.

    • Dritt-Anbieter Software
      Für Exchange existieren umfangreiche Drittanbieter-Software – von Viren- und Spamschutz, Backup-Lösungen, Faxlösungen, CRM Applikationen usw.
      Es gibt standardisierte Schnittstellen zu Applikationen wie SAP und anderen ERP Hersteller

    • Schulungsangebot
      Wir haben 13 zertifizierte Schulungsunternehmen in Österreich, ein umfangreiches, standardisiertes Ausbildungsangebot für Administratoren (MCP) und auch Benutzer (Outlook ist Bestandteil des ECDL (internationaler Computerführerschein)). Dadurch sinkt der Schulungsaufwand für die Endanwender aber auch für die Administratoren

  • Referenzen
    Lt. Einer Studie von IDC (aus dem Jahr 2005: http://www.microsoft.com/exchange/evaluation/compare/ICE.mspx ) hat Microsoft einen Marktanteil bei Groupwaresystemen von 52,6 % und liegt im Leadership Quadranten von IDC klar über den Mitbewerbern. Seit dieser Studie ist der Marktanteil von Exchange noch weiter gewachsen. Es gibt weltweit eine Vielzahl von Referenzen von Unternehmen, die von Lotus Notes zu Exchange gewechselt sind (http://www.microsoft.com/exchange/evaluation/casestudies/default.mspx oder die komplette Liste an Referenzen http://www.microsoft.com/casestudies/default.aspx. Wenn Sie in dieser Liste nach Lotus Notes suchen, erhalten Sie über 200 Referenzen !) Auch in Österreich gibt es eine Vielzahl an Referenzen (http://www.microsoft.com/austria/referenzen). Referenzbesuche bei Unternehmen in Österreich, die erfolgreich von Lotus Notes auf Exchange gewechselt haben, sind kein Problem.

Ich würde mich freuen, wenn die obigen Gedanken bei Kundendiskussionen helfen, die Vorteile klar zu sehen - ich stehe auch grundsätzlich für direkte Kundendiskussionen gerne zur Verfügung.


Christian Decker


Christian.Decker@microsoft.com

Comments (8)

  1. Anonymous says:

    Mmhhh…

    Bevor ich Ihnen antworte, darf ich Ihnen kurz einen Teil meines Lebenslaufs geben: Ich habe vor ca. 15 Jahren einen der ersten Exchange Server (damals 4.0) in Österreich betrieben und habe in meinem Leben schon sehr viele Exchangeserver installiert, betrieben, migriert und betreut (in meinem früheren Leben bei einem Gold Certified Partner) – d.h. ich ziehe mein Wissen bei Exchange nicht aus unseren Powerpoints und der Marketingabteilung, sondern aus echten Erfahrungen.

    Aber Sie dürften ja eine Reihe von fundierten Unterlagen haben, die ich noch nicht kenne.

    Können Sie bezüglich der Tests ein wenig genauer werden ?

    Welcher Test zegt, dass Domino stabiler als Exchange ist ?

    Exchange war immer schon clusterbar (mit Hardwareclustern), mit 2007 ist es ohne teure Hardware clusterbar – oder was verstehen Sie unter "einfach einen Server mitlaufen lassen ?"

    Welche Studien zeigen Ihnen den erhöhten Administrationsaufwand ? Ich kenne nur andere Studien…

    Ist es nicht eher so, dass Sie bei Notes User, Gruppen und Berechtigungen doppelt administrieren müssen, die Benutzer selten Single Sing On haben, die Adminoberfläche und Logik eine komplett andere ist als die Active Directory Oberfläche (die in den meisten Unternehmen implementiert ist), Support und Patchmanagement anders läuft als bei den restlichen Plattformen im Unternehmen ?

    Woher bezieht sich ihr Wissen, dass die JetEngine immer noch schlecht ist ? Seit Exchange 2000 kenne ich defekte Stores nur noch bei Hardwaredefekten – kann ich sehr schlecht nachvollziehen ?

    Ad Performance, die Sie immer wieder ansprechen:

    Ich weiß nicht genau, wieviele Mailpostfächer und Speichergrößen auf einem einzelnen Domino-Server gehostet werden können – auf Exchange sind 6000 Mailpostfächer auf einem Server kein Problem. Exchange nimmt sich per Default auch die gesamten Ressourcen des Servers – ist das jetzt schlecht ? Mein Exchangeserver zuhause (15 Mailboxen) rennt auf einem Desktop PC mit 750 MB Speicher (und noch eine Menge anderer Dinge) – und hat eine gute Performance….

    Die Studie, bei der 70 % der Firmen den Wechsel auf Exchange 2007 als schwierig bezeichnen, liefern Sie mir noch ?

    Ich darf ich Ihnen das kurz beschreiben:

    Exchange 2007 auf einem neuen Server installieren, in die ExchnageOrg reinhängen, Mailpostfächer moven (geht ohne Benutzerstörung), Dienste umlegen (ist gut auf Technet beschrieben), alten Server deinstallieren…. – sehr schwierig….

    Bezüglich Integration:

    In NON-Microsoft Umgebungen ist Domino sicher die bessere Wahl – hier gebe ich Ihnen voll Inhaltlich recht !

    In Microsoft Umgebungen ist Exchange sicherlich die bessere Wahl – da werden Sie mir recht geben ?

    Danke für Ihren Kommentar !

    Christian Decker

  2. Anonymous says:

    Lieber Herr Krüger !

    Leider kann ich Ihnen auf Ihrem Blog nicht antworten – schade, dass ihre Blogplattform nicht so offen ist…

    Aber beim Durchlesen ihrer Stichwörter der Alleinstellungsmerkmale sind mir doch ein paar Punkte aufgefallen, die ich gerne richtigstellen würde.

    • Zugriff auf Domino mit verschiedensten Clients möglich (Notes, Browser, Mobile, MS Outlook, POP3/IMAP4, RSS-Reader)

      Natürlich ist es ein Alleinstellungsmerkal, dass ihr Notesclient auf Domino zugreifen kann. Alle anderen Zugriffe sind allerdings schon lange Bestandteil des Exchangeservers.

    • ND gilt als die sicherste Plattform, div. Miltärs, UNO und Weltbank nutzen ND u.v.m.

      Nette Behauptung – ich könnte nun mit den Kunden aus ähnlichen Bereichen kontern (US Army, FBI, …)- aber haben Sie Studien, die die sicherste Plattform belegen ?

    • Beste Offline-Fähigkeit am Markt, nicht nur Mail/Kalender, ebenso Anwendungen und deren Logik können offline genommen werden.

      Naja – vergleichen wir bitte Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen.
      Beim Vergleich Notes vs. Exchange reden wir bitte von den Groupwarefunktionen und nicht von den Applikationen. Und die können wir mind. so komfortabel mitnehmen wie bei Notes

    • Offene Standards und Web2.0 Plattform (SOA, ODF, iCAL, Blogs, Wikis, Eqlipse, RSS, XML, Webservices etc.)

      Mmmhh, die meisten Dinge kommen mir sehr bekannt vor – gut, Eqlipse, Blogs und Wikis fallen einem Exchangeserver schwer – zugegeben…. (Dafür haben wir andere, gute Produkte)

    • Modernste Benutzeroberfläche am Markt

      Reden Sie von Notes 8 oder den Vorgängern ?

      Notes 8 schaut – zumindest auf die ersten Blicke, die ich darauf werfen durfte (die – zugegebenermassen nicht wirklich intensiv waren) aus wie Outlook 2000

      Die vorhergegangen Versionen waren sogar lt. Chefentwicklern von IBM (hab vergessen wie er geheissen hat, kann es aber gerne raussuchen) altbacken und unmodern…

    • Notes Traveler, zum Anbinden von Handhelds, ohne Mehrkosten enthalten (für Windows Mobile, ab Ende 08 auch für Sybian)

      Die Anbindung von Handhelds ist integrierter (kostenloser) Bestandteil von Exchange inkl. Providerunabhängiger Pushfunktion für Mial, Kalender, Kontakte und Aufgaben. Auch viele Nicht Windows Mobile Geräte unterstützen dieses Active Sync nativ (Nokia Communicator, Apple iPhone, …)
      Hervorstechend sind hier aber die Security und Administrationsfeatures, ich kann als Admin die Verwendung und Absicherung der Mobilen Geräte (Pin Eingabe, Verwendung von Applikationen, Kameras, usw.) sehr einfach zentral verwalten und der User kann bei Verlust des Gerätes SELBSTSTÄNDIG sein Gerät remote löschen oder seinen PIN reseten

      Aber lassen wir hierzu einen Kunden sprechen, der von Notes auf Exchange gewechselt hat (Banque de Luxembourg):
      “When we were using Lotus Notes, the synchronization with the managers’ PDAs often caused problems,” says Gérard. “Now, the use of Exchange Server ActiveSync simplifies synchronizing with other Microsoft applications we use. The number of compatibility problems between different systems will be reduced dramatically because of this integration, and the effort required from the user will be reduced. Exchange Server 2007 also supports push technology, which will help many mobile users receive messages more efficiently. And with the integration with Active Directory, we can now delete Notes Directory and thus reduce the complexity of our infrastructure even further.”

    • Hochverfügbarkeit und maximale Sicherheit (Viren fast unbekannt)

      Ich kenne KEINEN EINZIGEN Virus für Exchange (Genausowenig wie es wahrscheinlich Viren für den Domino Server gibt) ! Ja, frühere Outlookversionen hatten Sicherheitslücken, für die letzten 2 Outlookversionen (iimerhin die letzten 5 Jahre) kenne ich keinen einzigen Virus, der Schwachstellen auf Outlook ausnutzt.

      Und über Hochverfügbarkeitsszenarien können wir gerne diskutieren…

    • Bestes TCO Verhältnis bezüglich Server und Nutzer

      sagt wer ? Meine Studien sagen etwas anderes, ebenso Kunden, die erfolgreich von Notes auf Exchange gewechselt haben….

    • Deutliche weniger Virenanfällig als Mitbewerberprodukte. Bsp. “i love you” Virus, Detroit: Ford Zentrale (Exchange), über ein Tag eMail-Totalausfall. GM-Zentrale (Domino), so gut wie keine Störungen

      Reden wir von vor 8 Jahren ? “I love you” war der erste grosse Mailvirus. Wenn Ihr Wissen über die Sicherheit in Exchange und Outlook aus dieser Zeit stammt, da haben Sie natürlich recht. Aber die Welt dreht sich weiter….

    Das waren einmal so die Dinge, die mir aus dem Stegreif aufgefallen sind…

    Das wesentliche ist aber:

    Beide Plattformen haben absolut ihre Berechtigungen. Lotus Notes und Domino ist eine gute, stabile, erprobte Groupwareplattform. Es kommt auf den Kunden und seine Umgebung, seine Anforderungen an, welche Lösung für ihn die bessere ist.

    Wobei in dieser Betrachtung die Messaging- und Groupwareplattform nur ein kleiner Teil des Ganzen sein kann.

    IT besteht nicht nur aus Messaging und Groupware, IT besteht aus wesentlich mehr (Directory, Serverplattform, Clientplattform, ERP Lösungen, Entwicklungsplattformen, Datenbankplattformen, Applikationsplattformen).

    Je optimaler eine Groupwareplattform in meine Umgebung integriert ist, je besser sie mit meinen anderen Apllikationen zusammenspielt, je ähnlicher die Administration ist, usw umso billiger und besser unterstützt sie mein Business.

    Und – verzeihen Sie mir das – hier liegt unsere Plattform mit den Integrationsmöglichkeiten – weit weit vor jedem anderen Hersteller und jeder anderen Plattform.

    Es würde mich übrigens sehr freuen, wenn Sie – als Zeichen der Fairness – in Ihren Blogbeitrag einen Link auf diesen Beitrag setzen – ausser, Sie sind von ihren Argumenten doch nicht ganz so überzeugt….

    Liebe Grüße

    Christian Decker

    Christian.Decker@microsoft.com

  3. Christian Tillmanns says:

    Also da gibt es ja eigentlich nur ein Kommentar. Exchange ist ein Mailserver und keine Groupeware.

    Aber um das noch ein bisschen mehr zu zerpflücken:

    Exchange ist bei weitem nicht so stabil wie Domino – zeigt jeder Test.

    Exchange braucht weit mehr Ressourcen als Domino – zeigt auch jeder Test

    Exchange ist nicht wirklich clusterbar (einen zweiten Server mitlaufen lassen ist kein Cluster) – Domino schon.

    Eine vergleichbare Microsoftumgebung braucht doppelt soviel Administrationsaufwand.

    Partitionierung ist bei Exchange unmöglich.

    Sharepoint müsste man noch installieren um nur ansatzweise mit Domino vergleichen zu können. Nun gehen die Preise aber ins Unermessliche.

    Der Jet-Engine von Exchange ist immer noch schlecht.

    Eine vergleichbare Microsoftumgebung ist mehr als doppelt so teuer.

    Scalierbarkeit von Domino ist um Faktoren besser

    Speicherbedarf von Domino ist um einiges besser

    Domino 8 braucht weniger Performance als Domino 5

    Domino 8 Upgrade meist problemlos möglich auf derselben Hardware. Versuchen Sie das mal mit Exchange 2007. Das ist bei Exchange ein Rip and Replace. Über 70% aller Firmen beschreiben, den Wechsel auf Exchange 2007 als schwierig bis sehr schwierig. Ein Upgrade auf Domino 8 erledigt man in wenigen Minuten.

    …. und die Feature-Schlacht würde Domino 8 auch noch haushoch gewinnen und die Integrationsschlacht sowieso, den Exchange integriert fast nur mit Microsoftprodukten, wenn überhaupt. Schon mal von DB2 Factoring gehört? Das ist Integration.

    Da kann man nur sagen, dass Sie einfach Ihrer Marketingabteilung zu viel glauben.

  4. Moser Christoph - Infoniqa says:

    Ich habe die obige Diskussion verfolgt und darf da einige Kommentare ergänzen. Wir sind ein Systemhaus mit Fokus auf IT – Dienstleistungen und pflegen seit langer Zeit strategische Partnerschaften mit Microsoft (Gold Certified) UND IBM (Premier Business Partner). Wir kennen beide Produkte, also sowohl Exchange als auch Notes, daher erlaube ich mir meine Meinung zu dem Thema hier zu posten.

    Die Schwachstellen von Exchangem, die oben angeführt werden, wie schlechte Jet – Engine, schlechtere Stabilität und Performance als Notes usw. kann ich allesamt nicht bestätigen, aber möchte hier auch nicht das eine oder andere Produkt schlecht machen – sondern die Erkenntnisse und Erfahrungen aus Kundenprojekten mitteilen:

    * Wenn ein Unternehmen als Verzeichnisdienst Active Directory verwendet und das dürfte doch eine relative große Anzahl sein, dann ist es schlicht und einfach Fakt, dass in der Implementierung und Administration Exchange ganz klar gegenüber Notes die Nase vorn hat. Alle Admins, die beide Systeme kennen, werden das bestätigen.

    * Eine Migration von Exchange 2000/2003 auf Exchange 2007 ist zwar keine Arbeit auf ein paar Minuten, aber alles andere als schwierig. Die Koexistenx zwischen den Versionen ist überhaupt kein Problem, eine sanfte Migration ohne Unterbrechungen für die User damit kein Thema – und genau das wollen unsere Kunden hören. Keiner meiner Kunden würde mir erlauben in ein paar Minuten auf der selben Hardware sein Mailsystem upzugraden, weder die Notes, noch die Exchange Kunden.

    * Exchange – Clustering ist NATÜRLICH möglich – mit Exchange 2007 auch noch viel intelligenter gelöst, da sich durch die Aufteilung auf verschiedene Rollen (Hub – Transport, Client Access) auch die Möglichkeit bietet NLB zum Einsatz zu bringen.

    * Die Diskussion über Viren halte ich für unsinnig – wer mit Viren am Exchange oder Notes – System kämpfen muss, hat seine Hausaufgaben am SMTP – Gateway nicht erledigt. Da gibt es Lösungen wie Ironport oder auch Hosting – Anbieter, die dieses Thema perfekt abdecken.

    Ja, ein lokaler Virenschutz am Mailserver macht natürlich Sinn, das eigentliche Problem spielt sich aber am Gateway ab.

    * Beim Client höre ich immer wieder das Feedback, das die Unternehmen die den Usern Outlook geben wenig oder keinen Schulungsaufwand betreiben müssen – Outlook kann heute jeder bedienen. Unternehmen die Notes einsetzen müssen dagegen Ihre Mitarbeiter sehr wohl mit dem Client vertraut machen. Ein Thema, dass bei vielen Entscheidungen massiv für Exchange gesprochen hat.

    Meines Wissens gibt es für Schüler, Studenten, usw. auch stark vergünstigte MS Office / Outlook Versionen – bei Notes kenn ich da kein derartiges Programm. Ein möglicher Grund warum Outlook für den Enduser in der Bedienung die Nase vorn hat.

    * Features, die über Mail und Groupware hinausgehen hat Notes natürlich mehr als Exchange. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden kein "eierlegendes Wollmilchschaf" suchen, sondern eine Lösung, die Ihre Bedürfnisse abdeckt – und da hat Exchange alles onboard, was das Userherz begehrt. Ich wüsste ausserdem nicht, was Notes im Bereich Mailing / Groupware besser kann als Exchange.

    * die Integration in die Microsoft Plattform – und da mein ich nicht nur AD, sondern auch Sharepoint, MS CRM ist bei Exchange – natürlich – auch besser. Notes integriert sich am besten in sich selbst…

    In Summe:

    Ja, ich halte beide Produkte für gut – beide haben Daseinsberechtigung.

    Aber auch ja: Ich sehe in den meisten Kundensituationen aus oben angeführten Punkten ganz klare Vorteile, die für Exchange sprechen.

    Aus der Praxis: Ich war in den letzten Jahren bei unseren Kunden in einigen Notes to Exchange Migrationen als Dienstleister tätig.

    Eine Migration von Exchange auf Notes durfte ich noch nicht begleiten – und ich kenne auch kein derartiges Projekt.

    Kunden die vor einer Neueinführung einer Mail/Groupware – Lösung standen haben sich immer für Exchange entschieden…

    my two cents…

    moser christoph

  5. Peter Nagl -NTx says:

    Mein vorblogger Herr Moser hat eigentlich schon alle wesentlichen Punkte angesprochen und ich kann diesen nur zustimmen.

    Als Berater für Exchange Lösungen und Migrationen habe ich in den letzten Jahren einige Lotus Notes nach Exchange Projekte umgesetzt. Die meisten Kunden sind dabei von sich aus zu uns gekommen und wollten auf Exchange migrieren. Ich persönlich finde beide Produkte haben ihre stärken. Das Produkt mit dem man sich am meisten beschäftigt erscheint einem aber immer als das bessere (oder angenehmere). Die persönliche Meinung soll daher nicht vorranging sein, entscheidend ist was für den Kunden das Beste ist. Mein Beitrag zu dieser Diskussion sind daher einige Gründe warum Kunden von Lotus Notes 5/6/7 auf Microsoft Exchange gewechselt haben:

    *Lotus Notes Administratoren sind schwer zu finden –

    Viele Kunden haben es schwer sowohl interne Mitarbeiter als auch externe Kontraktoren für die Lotus Notes Betreuung zu finden. Oft ist eine starke Abhängigkeit zu einem oder wenigen Anbietern bzw. Administratoren bestanden.

    *Mitarbeiter wollen Outlook –

    Neue Mitarbeiter kommen besser mit der Outlook Oberfläche zurecht (Vorbildung, privat PC, anderes Unternehmen). Diese mussten oft extra auf Lotus Notes eingeschult werden oder benötigten länger bis sie entsprechend produktiv waren.

    *Administration der Clients ist mit Outlook einfacher –

    Jeder Notes Client hat diverse lokale Einstellungen (lokales Adressbuch, id-File, usw.) die den Wechsel zwischen PCs arbeitsintensiv machen. Sei es bei Roaming Users, Terminal Server Umgebungen oder wenn ein PC defekt wird.

    *Es werden nur Groupware Funktionen benötigt (Kosten) –

    Lotus Notes ist zwar eine gute Plattform und Entwicklungsumgebung, kostet daher aber auch entsprechend. Oft wird jedoch nur der Messaging & Collaboration Teil von Lotus Notes genutzt da die Eigenentwicklung von Applikationen zu aufwändig ist. Diese werden lieber von Anbietern fertiger Lösungen (CRM, ECM, ERP, usw.) mit entsprechendem Support und KnowHow bezogen.

    *Integration mit Applikationen und AddOns

    Teilweise werden Kernapplikationen eingeführt die keine oder eine schlechte Integration mit Lotus Notes haben. Die Auswahl an Zusatzprodukten ist bei Exchange größer. Besonders die Implementierung von anderen Microsoft Produkten (CRM, Sharepoint, usw.) zieht eine Änderung der Groupware Plattform nach sich, weil die Integration so viel besser ist.

    *Mobility –

    Eine große Anzahl von Mobiltelefonherstellern hat bereits die Active Sync Schnittstelle implementiert. Es ist daher leichter Endgeräte mit Exchange zu synchronisieren. Zusatzprodukte für Lotus Notes waren immer mühsam zu konfigurieren und nicht zuverlässig genug.

    *Plattform Entscheidung

    Immer mehr Unternehmen standen aus Kostengründen vor der Entscheidung sich für eine Plattform entscheiden zu müssen. Heterogene Umgebungen sind komplex und haben einen hohen Wartungsaufwand. Das bedeutet z.B. auch die Vermeidung unterschiedlicher Verzeichnisdienste (AD/Notes), getrennter Administration, usw. Setzt man das konsequent auf allen Ebenen um so bietet die Microsoft Plattform mehr Möglichkeiten.

  6. Marc Müller says:

    Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Der Ursprungsbeitrag weisst grundsätzliche Funktionalitäten aus, die aber keinesfalls Alleinstellungsmerkmale von Exchange sind oder aber Funktionen beschreiben die Domino nicht beherrscht (Reverenz die jeweils aktuellen Versionen)

    Daher bin ich über den Titel mehr als verwirrt – Es gibt überhaupt keine Auskunft darüber wo oder in wiefern Exchange besser sei als Domino.

    Exchange ist keine Groupware – dazu muß man nur in der einschlägigen Fachliteratur nachschlagen um zu sehen was eine Groupware ist.

    Exchange ist ein Mail-Server als solchen sollte man ihn dann auch behandeln. D.h. wenn man Groupware will nimmt man nicht Exchange oder aber man nimmt noch ein paar Komponenten dazu ( MOSS 2007, Communicator, BIZTalk, MS SQL …)

    Wenn man wirklich nur Mails senden und empfangen will nimmt man weder Exchange noch Domino weil es einfach billige Open Source Lösungen gibt die auch im TCO überzeugen.

    Wenn man Mail + ein bissel PIM will ist Exchange sicherlich ebenso wie Domino eine gute Wahl.

    Will man mehr dann nimmt man Domino oder ein ganzes Produktbündel auf der anderen Seite.

    Will man sich zukünftig strategische Optionen offen halten bzgl. Browsertechnologien genannt seien Safarie, Chrom, FireFox, Internetexplorer  oder bzgl. Betriebssysteme Linux, Solaris, Windows, MacOS, Android … dann sollte man selbst in einer aktuellen reinen MS Umgebung Domino nehmen.

    Will man Lizenzkosten reduzieren – Server OS, Office Paket, usw.

    dann nimmt man Domino

    Bzgl. der Thematik:

    Kapazität

    Performance

    Erweiterbarkeit

    hier geht mit beiden Systemen einiges und haben beide Systeme so ihre Restriktionen.

    Abwärts und Aufwartskompatibilität von den Datenstore Dateien.

    Hier hat Notes meilenweit die Nase vorn.

    Ebenso bei integrierter Sourcecode-Verwaltung, den Themen ACL, ECL (Zugriffskontrolle, Ausführungskontrolle) und integrierte Verschlüsselung (alleine schon durch das integrierte ID File System)

    Es geht mir hier nicht um Feature sondern einfach um die Architektur und die Konsistenz der Ansätze im Produkt.

    Bzgl. der Verwaltung und der Anforderungen an den Admin. Nun die Mächtigkeit und Skalierbarkeit der beiden Systeme ist völlig unterschiedlich und dementsprechend auch der benötigte Skill-Level bei der Administration.

    Zweifelsohne ist die Exchange Administration signifikant einfacher, es ist ja wie bereits auch durch mehrere andere Beiträge beschrieben nur ein Mailserver.

    Die Thematik der LDAP Koppelungen, föderierter Directoies, Nutzung der AD usw da lässt sich feststellen, dass mit aktuellen Notes Versionen nahezu alles getan werden kann.

    Wer eine simple IT-Landaschaft 100% Microsoft und dazu einen reinen Microsoft Admin hat sollte sicherlich die AD nutzen und bzgl. der AD Integration ist der Konfigurationsaufwand bei MS Produkten tendenziell niedriger.

    Bzgl. der Thematik Schulung:

    Office 2007 bricht leider mit der Tradition und man sollte die Ehrlichkeit besitzten ca. 14 MT Lernaufwand bei einem Wechsel von Office 2003 auf Office 2007 anzusetzen. Ein Erfahrungswert aus mehreren Umstellungen.

    Ansonsten bereitet der Notes Client bei einigen Anwendern so gewisse Probleme – er ist nicht sexy und er ist nicht so wie Windows ansonsten. Nun es ist ein Groupware Client und kein Mail Client. Auf der anderen Seite sind so sehr viele Funktionalitäten in den Client integriert für die man einige zusätzliche Programme mit entsprechenden Bedienungen usw brauchen würde. Aber ohne Frage im UI sollte IBM mal Apple Fragen und sich zeigen lassen was stylisch ist.

    Den Eindruck bzgl. der Clients Outlook zu Notes (abgesehen davon dass man mit Outlook auch als Client arbeiten kann bei Domino wenn man möchte, andersherum geht dies leider nicht Exchange kann diese Interoperabilität nicht)

    Für Poweruser oder reife IT-User bieten die vielen Möglichkeiten des Notes Client eine attraktive und häufig geliebte Plattform für Anwender die so ihren Kampf mit der IT haben (der typische  in die elektronische Arbeit so reingerutschte Mitarbeiter) sind die vielen Einstellungen, Konfigurationen und Profile in Notes einfach nichts zum Wohlfühlen. Hier wird ohne Frage Outlook 2003 geliebt (der Schock wenn man dann Outlook 2007 vorsetzt steht auf einem anderen Blatt)

    Bzgl. Exchange 2007 Wechsel, hier hat es bei einigen Kunden von uns ziemlich gescheppert. Wir haben uns darauf hin mal so unter uns Dienstleistern umgehört, unsere Kunden waren kein Einzelfall. Ich weiss nicht was die Statistiken hier sagen aber die Erfahrungen haben zu unserer Empfehlung geführt (vorerst) nicht nach Exchange 2007 zu migrieren.

    Offline Client und Funktionalitäten:

    Exchange/Outlook ist ein Mailsystem mit ein bissel PIM (persönliche Adressen, persönlicher Kalender, Tasks) und die bietet er auch ganz ordentlich Offline an.

    Funktionalitäten einer Groupware – wie Middelware für 3. Hersteller Standardapplikationen, Rapide Development Tool,

    volle Groupware Offline Funktionalitäten usw. gibt es nicht bei Exchange aber dafür ist es auch nicht gedacht hier würde man dann mit Infopath, Groove, Moss 2007 usw aus dem Produktportfolio von MS kommen aber das steht auf einem anderen Blatt.

    —-

    Zusammenfassung:

    Stärken Exchange

    Es ist ein guter Mailserver mit PIM Funktionalitäten, der für Administratoren und Anwender in Windows Umgebungen eine gute Lösung darstellt.

    Stärken Domino:

    Es ist eine hochleistungsfähige Groupwareplattform die eine vollintegrierte Mailumgebung mitliefert.

    Plattformunabhängigkeit (bzw. Multiplattformfähigkeit)

    Integration der Open Office Suite und von Sametime in die Lizenz und in das Produkt machen es bei TCO und Lizienkosten sowie beim ROI sehr attraktiv

    Schwächen Domino:

    Komplexität und Skalierbarkeit des Systems machen die Administration anspruchsvoll.

    Das UI begeistert die Anwender nicht uneingeschränkt.

    Der Notes Client bietet sehr viele Konfigurationen, die in der Regel vom repräsentativen Anwender nicht durchschaut und genutzt werden.

    Schwächen Exchange:

    Plattformabhängigkeit

    (Es ist keine Groupware)

    Für "NUR" Mail teuer

    Schlusswort:

    Beide Systeme haben ihre Marktniche, beide werden durch ein gigantisches Unternehmen gepuscht, beide haben eine gewaltiges Farmework an Partnerunternehmen, beide haben eine gewaltige Menge an Anwendern.

    Bzgl. der Aktuellen Martlage von Notes ( und ob Unternehmen auch von Exchange nach Domino wechseln) kann ich folgenden Link empfehlen: http://www-03.ibm.com/press/us/en/pressrelease/26480.wss

  7. Oliver Osranek says:

    Ich habe die vollständige Diskussion hier gelesen. Trotz meines Informatiker und Systeminformatiker Daseins und kurzen Zeit in der IT- Branche, sehe ich mich doch eher als User, denn als Administrator. Hinzu kommt noch erschwerend, das ich eher ein Unix/Linux
    Anhänger bin, doch:
    Als User beider Systeme im Jahre 2015/2016 kann ich nur sagen, das es mir im Grunde vollkommen egal ist was in so mancher Fachliteratur steht. Exchange in zusammenarbeit mit Outlook ist defintiv eine Groupware! (siehe unten)
    Was die Bedienung der Clients btrifft so kann ich nur sagen, das Nots Meilenweit hinterher hinkt.
    Ich weiß nicht ob es ein Problem der Admin ist, oder ob es schlicht eine Tatsache ist, doch wie kann es denn sein, das mir unter iNotes Funktionen zur Verfügung stehen, die der Client nicht bietet?
    Es kann hier noch Jahrelang darübre diskutiert werden ob das was unter der Haube ist besser oder schlechter als das andere ist udn wird immer wieder Anhänger für jedes Lager finden.
    Wenn man aber User fragt die damit arbeiten müssen wird sich das Blatt meines erachtens nach immer Richtung Microsoft Exchange drehen. Und letztlich ist es das was zählt.
    Zur Zeit arbeite ich mit IBM Notes 9 und mit einem extra für Notes geschriebenen CRM. So etwas schlechtes von der Benutzung habe ich noch nicht erlebt.

    Zum Abschluss nochmal als "Nicht-Admin" und reiner User. Ganz klar Exchange

    @Herr Müller: Definition von Groupware
    Als Groupware bzw. Gruppen-Software (auch kollaborative Software) bezeichnet man eine Software zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg. Groupware ist die Umsetzung der theoretischen Grundlagen der
    computergestützten Gruppenarbeit (Computer Supported Cooperative Work, Abkürzung CSCW) in eine konkrete Anwendung. Gelegentlich werden auch Hardware-Komponenten zu einer Groupware hinzugezählt.

    Was davon erfüllt denn Exchange nicht?

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