High Potentials


Logbucheintrag 181012:

Zehn Milliarden Euro Umsatz gehen Unternehmen in Deutschland allein dadurch verloren, dass sie nicht in der Lage sind, dringend benötigte Fachkräfte in der Informationstechnik zu rekrutieren. Diese Zahl nannte jetzt der Hightech-Verband Bitkom, der rund 55.000 offene Stellen für IT-Kräfte beklagt. „Wir brauchen die klügsten Köpfe aus aller Welt, um die Digitalisierung in Deutschland zu gestalten, unsere Wirtschaft zu unterstützen und den Arbeitsmarkt zu stärken“, erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg zu den Plänen der Bundesregierung, mit dem Fachkräftezuwanderungsgesetz das Problem grundsätzlich anzugehen. Wir brauchen mehr High Potentials für unsere Marktpotentiale.

Es ist die eine Seite der Qualifizierungs-Medaille. Die andere ist selbstverständlich, dass wir im eigenen Land nicht nur die Ausbildung junger Menschen, die auf den Arbeitsmarkt streben, in die richtige Richtung lenken, sondern auch Berufstätige zur fortgesetzten Weiterbildung zu animieren. Denn gerade im IT-Sektor ändert sich das Wissen derart schnell, dass Qualifikationen von gestern morgen schon bedeutungslos sein können. Man darf getrost annehmen, dass IT-Unternehmen noch einmal zehn Milliarden Euro Umsatz dadurch verloren gehen, dass es nicht genügend Menschen gibt, um diese Marktchancen auch in echtes Business umzusetzen.

Darauf hat jetzt auch der erfahrene Blogger und IT-Experte Heinz-Paul Bonn in seinem wöchentlichen Bonnblog aufmerksam gemacht: Wer jetzt "Irgendwas mit Cloud" macht, setzt auf eine tragende Zukunftsarchitektur. Und je schneller sich die technische Weiterentwicklung in der Cloud fortsetzt, desto schneller muss auch die Qualifizierung derer sein, die den größtmöglichen Nutzen aus dieser Technologie für sich und ihre Organisation ziehen wollen. Deshalb haben wir bei Microsoft völlig neue Berufsbilder rund um die Cloud geschaffen, für die es mit Microsoft Learn attraktive Weiterbildungsprogramme gibt.

Denn gerade auf der Azure Plattform entwickelt sich inzwischen eine solche Dynamik, dass jede Qualifizierung hier nicht nur Garant für einen attraktiven Arbeitsplatz darstellt, sondern für auch für den Arbeitgeber – egal ob Partner oder Kunde im Microsoft-Ökosystem – eine Grundvoraussetzung für mehr Umsatz in einer digitalisierten Welt darstellt. Denn immer noch gilt die Gleichung, dass ein Euro Umsatz, den Microsoft durch Azure generiert, etwa zwölf Euro Umsatz bei Partnern verursacht. Und bei Kunden, die mit Hilfe von Azure eigene Produkt- und Kundenplattformen gründen, über die neue Produkt-Services und Customer Experiences angeboten werden, dürfte das Umsatzverhältnis sogar noch günstiger ausfallen.

Das alles sind High Potentials, die wir mit neuen Arbeitskräften aus dem In- und Ausland nutzen wollen. Deshalb haben wir mit Microsoft Learn eine völlig neue Qualifizierungsplattform geschaffen, die weltweit in kleinen, erfolgsorientierten Ausbildungsschritten zu neuen Qualifikationen führt. Cloud Administrator, Cloud Developer, Cloud Solutions Architect heißen die neuen Fertigkeiten, mit denen die Herausforderungen des Cloud Computings gemeistert werden sollen wie Virtualisierung, Sicherheit, Datenmanagement oder Ressourcenmanagement. Hinzu kommen all die bislang unbekannten Jobs, derer es für die Gestaltung von KI-Systemen bedarf, um Machine Learning und Big Data Analytics voranzutreiben. Diese Qualifikationen sind weltweit einheitlich im Microsoft-Ökosystem. Damit reißen diese Weiterbildungsangebote auch Grenzen ein: sie sind global im gesamten Microsoft-Umfeld anerkannt und dringend gesucht.

Damit lösen wir bei Microsoft bereits ein, was die Bundesregierung im Rahmen des Fachkräftezuwanderungsgesetzes erst plant: Denn gerade in der Digitalbranche zählen formale Bildungsabschlüsse weniger als die beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten, die häufig auf andere Weise nachgewiesen werden - etwa mit Zertifikaten. „Der Versuch, ausländische Studienabschlüsse in eine weitgehende Vergleichbarkeit mit deutschen zu bringen, ist nicht nur zeitaufwändig und teuer, sondern nicht mehr zeitgemäß und schlichtweg überflüssig“, heißt es beim Bitkom. Wir bei Microsoft sehen das genauso: Für High Potentials ist Bildung wichtiger als der Bildungsweg.


Comments (0)

Skip to main content