Schlüsseltechnologie für Deutschland


Logbucheintrag 180830:

Die Bundesregierung hat jetzt einen Digitalbeirat, der – neben vielen anderen Themen – Strategien und Handlungsempfehlungen entwerfen soll, mit denen Deutschland sich für die Champions League der künstlichen Intelligenz qualifizieren soll. Dort sind bereits die Schwergewichte USA und China etabliert. Und starke Konkurrenz entsteht in Israel und Russland. Frankreich zeigt ebenso Ambitionen – mit einem Etat von 1,5 Milliarden Euro hatte Präsident Macron eine Initiative zur Beschleunigung von KI-Entwicklungen und deren praktischer Umsetzung in konkreten Anwendungsfällen ausgestattet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier regte ein europäisches Rahmenprogramm an, um mit den führenden KI-Nationen Schritt halten zu können.

KI-bezogene Forschung und Entwicklung ist kein Prestige-Projekt, sondern die entscheidende Weichenstellung für die Zukunft, ja nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministers sogar eine „Schlüsselfrage für Deutschland und Europa“. Das lässt sich in Zahlen verdeutlichen, wie das Institut für Innovation und Technik ermittelt hat. Allein im produzierenden Gewerbe könne in Deutschland eine zusätzliche Wertschöpfung von 31,8 Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren erwirtschaftet werden, haben die Marktforscher ermittelt. Dabei gehören neben der industriellen Fertigung auch Segmente wie Landwirtschaft oder Finanzdienstleistungen und nicht zuletzt das Gesundheitswesen zu den potentiellen Profiteuren der künstlichen Intelligenz.

Denn KI ermöglicht sowohl die Automatisierung von Prozessen – zum Beispiel auf der Basis des Internets der Dinge – oder die Autonomie von Maschinen, als auch die Analyse großer Datenmengen. In allen drei Fällen ist es die Cloud, die die dafür notwendige Infrastruktur bereitstellt. Deshalb sehen wir bei Microsoft auch eine enge Verbindung zwischen Cloud Computing, Edge Computing und künstlicher Intelligenz. Und deshalb ermuntern wir gerade unsere Lösungs- und Systempartner, in diese Infrastruktur zu investieren – durch eigenes Knowhow, durch eigene Services und durch neue Geschäftsmodelle.

Und deshalb investieren wir bei Microsoft selbst vehement in Forschung und Entwicklung rund um künstliche Intelligenz. Allein 500 Millionen Euro stellen wir für die Förderung von Startups bereit, die mit KI neue Produkte entwickeln. Ein Vielfaches davon geht in die eigene KI-Forschung und damit in Produkte, die wir unseren Partnern und Kunden zur Verfügung stellen können.

Aber wir müssen nicht nur die Technologie im Auge behalten. Wichtig ist auch, dass wir die für den KI-Einsatz notwendigen Fachkräfte ausbilden und fördern. Während viele darüber rätseln, ob künstliche Intelligenz – beispielsweise in Gestalt von Robotern – Arbeitsplätze vernichten könnten, geben laut der Studie des Instituts für Innovation und Technik zwei Drittel der befragten Unternehmen, die heute schon KI-Systeme im Einsatz haben, an, dass ihnen die Fachkräfte fehlen, mit deren Hilfe sie die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz vollends ausschöpfen könnten.

Im Ökosystem rund um Microsoft, Partner und Kunden ist deshalb Training, Weiterbildung und Zertifizierung eines der wichtigsten Themen. Auch hier investiert Microsoft erheblich. Denn Produkte allein sind nur die halbe Lösung. Wir brauchen gerade bei unseren Partnern mehr und mehr Mitarbeiter, die sich mit dieser „Schlüsseltechnologie für Deutschland und Europa“ vertraut machen.

Jetzt – nach der Sommerpause – ist der beste Zeitpunkt, um damit zu beginnen.

 


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