Mit Sicherheit Cloud!


Logbucheintrag 180706:

Zwei Drittel der deutschen Unternehmen nutzen die Cloud. Der Grund: Sie suchen mehr Cybersicherheit und Systemverfügbarkeit als sie zu wirtschaftlichen Bedingungen von den eigenen IT-Abteilungen erwarten können. Das ergab eine Studie von Bitkom Research und KPMG unter deutschen Anwendern. Demnach ist Cloud Computing nicht mehr vor allem ein Modell, um Kostenm zu sparen und die eigene Flexibilität zu steigern. Vielmehr sehen die Anwenderunternehmen inzwischen ein, dass Cloud-Lösungen in der Regel sicherer sind als die eigenen On-Premises-Rechenzentren. Und tatsächlich helfen gerade die Skaleneffekte bei großen Cloud-Plattformen wie Azure dabei, die enormen Aufwände in Security und Verfügbarkeit auf viele zu verteilen und damit günstiger zu gestalten.
Dabei zeigt der aktuelle Cloud Monitor 2018 von Bitkom und KPMG, dass vor allem Großunternehmen, die eigentlich selbst über weltumspannende IT-Netzwerke verfügen, mit aller Konsequenz auf hybride Lösungen, also einem Mix aus eigenem Rechenzentrum um Public Cloud, setzen. Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Datenschutzbestimmungen, die in Deutschland als besonders herausfordernd gelten, aber auch in den USA oder Fernost permanent angepasst werden. Da ist es vielfach vernünftiger, das Management großer Cloud-Infrastrukturen globalen Anbietern wie Microsoft zu übertragen. Inzwischen sind acht von zehn Konzernen in der Cloud, viele davon setzen bereits auf die Azure-Plattform.
In Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern liegt die Cloud-Nutzung bei 65 Prozent, ähnlich hoch wie bei kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern (66 Prozent). Im Jahr 2017 nutzten zwei Drittel aller Unternehmen (66 Prozent) Rechenleistungen aus der Cloud. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil der Nutzer auf dem erreichten hohen Niveau damit sehr leicht (2016: 65 Prozent). Und der Boom geht weiter: Jedes fünfte Unternehmen plant oder diskutiert den Cloud-Einsatz und will noch dieses Jahr mit einem konkreten Projekt beginnen.
97 Prozent der von Bitkom und KPMG befragten Unternehmen sehen denn auch in der Konformität zur Datenschutz-Grundverordnung ein wesentliches Qualitätsmerkmal für Cloud-Angebote. Die DSGVO als „Must have“! Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Viele Unternehmen sehen sich mit der Umsetzung der DSGVO in der firmeneigenen IT-Infrastruktur überfordert und geben diese Compliance-Verantwortung lieber an Dritte ab – zum Beispiel an Microsoft. Tatsächlich haben wir in nicht nur in Deutschland das stärkste Cloud-Wachstum im gesamten Konzern zu verzeichnen. Die weltweiten Azure-Umsätze wachsen auch im Konzernvergleich schneller als alle anderen Sparten.
Dabei wirkt sich sicherlich positiv aus, dass wir schon vor drei Jahren mit der „Deutschen Cloud“ Standards gesetzt haben, der in puncto Sicherheit und Vertraulichkeit bis zur Einführung der DSGVO nichts Ebenbürtiges gegenüberstand. Dank der treuhänderischen Verwaltung durch die Deutsche Telekom konnten Anwender sicher sein, dass Daten vor dem Zugriff Dritter sicher sind – selbst dann, wenn beispielsweise in den USA ein Gerichtsbeschluss die Herausgabe von Informationen zu Ermittlungszwecken gefordert hätte. Ich bin sicher, dass Microsoft und Deutsche Telekom gemeinsam das Sicherheitsbewusstsein in Deutschland geschärft und gleichzeitig das Vertrauen in Cloud-Infrastrukturen gestärkt haben.


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