Build Dir Deine Meinung zu KI


Logbucheintrag: 180508


Diese Build Developers Conference wird uns noch über Monate beschäftigen! Allein die Ankündigungen am ersten Tag rund um künstliche Intelligenz und Edge Computing geben Stoff für mehrere Reiseberichte durch die Intelligent Cloud. Und – wichtiger noch – wenn es uns gelingt, aus den zahllosen Previews, die die rund 6000 Entwickler am ersten Tag der Build Conference hier in Seattle begeisterten, fertige Produkte für Kunden und Partner zu generieren, dann wird uns diese Innovationslawine noch über Jahre beschäftigen. Nie war Microsoft so innovativ wie heute!

Dabei haben wir für die Situationen, in denen eine permanente und direkte Cloud-Verbindung nicht sinnvoll oder technisch nicht möglich ist, neue Zugangsmöglichkeiten geschaffen, indem wir die Runtime-Version von Azure IoT (Internet of Things) Edge jetzt als Open Source zur Verfügung stellen. Damit können Unternehmen ihre Edge-Anwendungen ausführen, Komponenten leicht hinzufügen und gleichzeitig mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Lösungen erhalten.

Azure IoT Edge ist zudem für maschinelles Sehen optimiert. Mit den Custom Vision Services lassen sich Maschinen oder komplexe Anlagen mit kognitiven Fähigkeiten ausstatten.

Zusammen mit dem chinesischen Drohnen-Hersteller DJI bieten wir ein Software Development Kit für Windows-10-PCs an, über das Anwendungen für kommerzielle Drohnen – zum Beispiel bei der Inventur im Warenlager – entwickelt werden können.

Ein weiteres Developer Kit haben wir zusammen mit dem Halbleiterhersteller Qualcomm angekündigt. Mit dem Vision AI Developer Kit, das ebenfalls auf Azure IoT Edge ausgeführt werden kann, lassen sich Anwendungen für kamera-basierte Aufgaben entwickeln, die Machine Learning-Funktionen nutzen. Um hier von der Cloud-Connectivity unabhängig zu sein, wird eine eigene Hardware für die schnelle Verarbeitung von KI-Funktionen genutzt.

Mit dem neuen Speech Device SDK für die Audioverarbeitung in Mehrkanalsystemen schaffen wir sowohl  verbesserte Leistungen bei Far-Field-Voice-Situationen (wenn der Sprecher im Raum weit vom Mikrophon entfernt ist. So lassen sich Drive-In-Bestellsysteme oder Spracherkennungssysteme im Auto realisieren.

Mit dem Preview von Azure Search zeigen wir, wie Indizierungsmöglichkeiten und Cognitive Computing Hand in Hand arbeiten, um eine Schnelle Suche nach Informationen und die Präsentation in Text und Bildern zu ermöglichen

Auf Basis der Kinect-Technologie, die zum Beispiel bei Microsoft HoloLens verwendet wird, entstehen mit Project Kinect for Azure entstehen neue Einsatzmöglichkeiten für Ambient Intelligence, also die Erfassung und Auswertung der unmittelbaren Umgebung durch Sensoren. Dies ermöglicht Gestensteuerung, setzt räumliche Informationen mit hoher Wiedergabetreue um und erreicht damit eine neue Qualitätsstufe bei Präzisionslösungen.

Mit Microsoft Remote Assist kommunizieren Nutzer untereinander per Videotelefonie und können gleichzeitig Bilddateien austauschen, sowie holografische Anmerkungen machen.

Mit Microsoft Layout konzipieren Nutzer dreidimensionale Räume in Mixed Reality, zum Beispiel 3D-Modelle für die Entwicklung von Raumkonzepten in realem Maßstab.

Die ab sofort verfügbare Microsoft Azure Blockchain Workbench vereinfacht die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen – zum Beispiel in manipulationssicheren Produktionsumgebungen.

Eine Ankündigung liegt mir besonders am Herzen: Microsoft startet die Initiative AI for Accessibility, um die Möglichkeiten von mehr als einer Milliarde Menschen mit Beeinträchtigungen weltweit mit Hilfe von KI-Lösungen zu verbessern. Dabei können Sprachtext-Übersetzungen in nahezu Echtzeit, visuelle Bilderkennung und Textfunktionen eine große Hilfe sein. Das Programm ist mit einem Volumen von mehr als 25 Millionen Dollar auf fünf Jahre ausgelegt.

Und schließlich noch dies: Mit dem Projekt Brainwave haben wir die KI-Infrastrukturen revolutioniert. Brainwave ermöglicht die Entwicklung und Ausführung neuronaler Netze und Echtzeit-KI kann ab sofort als Preview ebenfalls in Cloud und Edge ausgeführt werden. Brainwave ist voll mit Azure Machine Learning integriert, unterstützt FPGA-Hardware und soll auch für Azure Stack sowie Azure Data Box weiterentwickelt werden. FPGA steht für Field Programmable Logic Arrays und beschreibt kundenindividuell programmierbarer Chips für optimale KI-Performance. Dadurch können Anwender Endgeräte mit eigener KI ausstatten, ohne auf die Cloud-Services zurückzugreifen.

Doch darum geht es im nächsten Reisebericht durch die Intelligent Cloud. Wir „builden“ uns hier in Seattle erst einmal weiter unsere Meinung zu KI. Bleiben Sie neugierig!


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