Agiler, schneller, reicher


Logbucheintrag: 180411

Seit einem halben Jahr schreibe ich Woche für Woche einen Logbucheintrag zu „Olivers Reisen durch die Intelligent Cloud“. Mein Mantra an Partner, Kunden und Kollegen lautet dabei stets: entdecken Sie die Möglichkeiten der Cloud für die eigenen Ziele. Denn nirgendwo liegen Investition und Return so nah beieinander wie beim Cloud Computing. Der Grund: Die Cloud eröffnet neue Geschäftsmodelle, schafft dynamische Ökosysteme und erlaubt schnellere Produktentwicklung und –Updates ohne große Deployment-Kosten.

Doch das Mantra ist nicht ganz korrekt. Zwar gilt mein Rat weiterhin. Aber die Erfahrungen der letzten Zeit haben gezeigt, dass die wesentlichen Vorteile der Cloud in der schnellen Verbreitung und Weiterentwicklung von Lösungen mit künstlicher Intelligenz liegen. Microsoft hat für die Azure-Plattform bereits eine Vielzahl von KI-Funktionen bereitgestellt, die über APIs in Office oder Dynamics, in LinkedIn oder Skype, in bestehende Cloud-Lösungen oder On-Premises eingebunden werden können. Hier entwickelt sich eine Dynamik, die das Wachstum an Cloud-Umsätzen noch weit hinter sich lassen wird.

Tatsächlich gehen Marktanalysten davon aus, dass künstliche Intelligenz den weltweiten Cloud-Umsatz von derzeit 260 Milliarden Dollar in kürzester Zeit sogar verdoppeln könnte. Das klingt gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man sich vor Augen führt, dass sich rund um den Globus bereits rund 20 Millionen Unternehmen mit der Frage beschäftigen, wie sie Funktionen wie Machine Learning, Mustererkennung, Robotics, autonome Fahrsysteme oder das Internet der Dinge für sich nutzen können. Das Wachstum wird derzeit nur durch die Zahl der verfügbaren Fachleute begrenzt. Wer sich hier weiterbildet und seine Angebote auf die Azure-Plattform und die KI-Funktionen ausrichtet, kann praktisch nichts falsch machen.

Denn Microsoft verfolgt die klare Strategie, im eigenen Ökosystem mit Cloud und KI schneller zu wachsen als der Markt. Das gelingt nur, wenn unsere Partner die Chancen ergreifen, die sich hier für sie eröffnen. So wie vor Jahrzehnten Windows die Plattform für Hunderttausende von PC-Anwendungen wurde, wird Azure die Plattform für KI-Anwendungen – und das in deutlich kürzerer Zeit.

Ein Beispiel ist die „Softwareschmiede“, die Vinci-Energies letzte Woche in Frankfurt eröffnet hat. Der auf Lösungen für Smart Homes, Smart Factories oder Smart Cities spezialisierte internationale Konzern knüpft derzeit ein weltweites Factory-Netzwerk aus Entwicklungs- und Demo-Laboren, in denen Vinci-Partner und Kunden eigene Lösungen im Internet der Dinge und auf der Basis von künstlicher Intelligenz entwickeln können. Microsoft ist neben Cisco einer der großen Partner in diesem Cloud-basierten Ökosystem. Zu Eröffnung gab`s einen internationalen Hackathon, in dem Lösungen an der Schnittstelle von Mensch und Maschine entwickelt wurden. Der Hackathon ist ein hervorragendes Beispiel für agile und dynamische Entwicklungsmethoden, die das Entstehen neuer Lösungen weiter beschleunigen.

Microsoft hat mit der eigenen Reorganisation Ende März deutlich gemacht, wie sehr Themen der künstlichen Intelligenz inzwischen zum zentralen Entwicklungsauftrag für die Azure-Plattform geworden sind. In einem zweiten Cloud-basierten Wachstumsmarkt, dem Internet der Dinge, werden wir jetzt neben weiteren Investitionssteigerungen, die wir letzte Woche angekündigt haben, zusätzliche Mittel in die Weiterentwicklung unseres Lösungsangebots stecken. So haben wir unter anderem eine halbe Milliarde Dollar für die Förderung von vielversprechenden Startups ausgelobt. So kann unser Ökosystem in der Cloud und mit künstlicher Intelligenz weiter wachsen – agiler, schneller, reicher.

 


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