Läuft bei uns


Logbucheintrag 180202:

98 Prozent Wachstum im Cloud-Geschäft auf der Azure Plattform gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres! Wer bei den aktuellen Quartalszahlen, die diese Woche nachbörslich veröffentlicht wurden, das halbvolle Glas sehen will, kommt zu dem Schluss: Kein anderer Cloud-Anbieter wächst so stürmisch wie Microsoft.

Wer das halbleere Glas betrachten will, sieht den Quartalsverlust von 6,3 Milliarden Dollar, der durch eine einmalige Abschreibung in Höhe von 13,8 Milliarden Dollar aus Anlass der US-Unternehmenssteuerreform verursacht wurde. Ohne sie wäre der Gewinn mit 7,5 Milliarden Dollar oder 96 Cents pro Aktie deutlich über den Erwartungen der Analysten gewesen.

Die Einmalabschreibungen sind folgenlos für die kommenden Quartale, die sensationellen Wachstumsraten bei Azure, Office 365 und Dynamics 365 aber schon. Schon jetzt haben wir das selbstgesteckte Ziel, eine „Run Rate“ von 20 Milliarden Dollar zu erreichen, übertroffen. Mit der "Run Rate“ berechnen wir ein typisches Phänomen des auf Miete und monatliche Nutzungsraten beruhenden Cloud-Geschäfts: sie beschreibt die auf zwölf Monate gerechnete Umsatzentwicklung, ohne dass zum Basismonat weiteres Wachstum zugefügt wird. Wir haben dieses Ziel neun Monate früher erreicht als geplant.

Dabei haben wir allen Grund, auch für die kommenden Quartale mit einem stürmischen Cloud-Wachstum zu rechnen – und damit auch weiterhin schneller zu wachsen als der Markt. Nach Analystenschätzung erreicht der Gesamtmarkt für Cloud-Services im laufenden Jahr ein Volumen von gut 100 Milliarden Dollar. Im Jahr 2022 wird sich das Gesamtvolumen verdreifacht haben. Wir verdoppeln unseren Cloud-Umsatz hingegen annähernd im Jahresrhythmus!

Und die Cloud-Umsätze unserer Partner wachsen im gleichen Tempo mit – mindestens. Sie steigen nicht nur stärker als im klassischen Windows-Umfeld. Sie haben auch mit Microsoft 365, Dynamics 365 und Office 365 hochattraktive Wachstumsfelder. Die Sparte „Productivity and Business“ wuchs mit einem Plus von 24,8 Prozent auf 8,95 Milliarden Dollar. Dazu trug Office 365 Enterprise mit einer Zunahme um 41 Prozent überproportional bei. Die Sparte „Intelligent Cloud“, zu der Azure gehört, liegt inzwischen mit 7,8 Milliarden Dollar praktisch gleichauf.

Und es gibt guten Grund, auch weiterhin mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten zu rechnen. Allein die Technologie-Pipeline rund um das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz wird uns zusätzlichen Umsatz in die Bücher spülen. Und unseren Partnern zusätzliche Geschäftschancen eröffnen. Gleichzeitig erleben wir aber auch, dass viele unserer Kunden die Azure-Plattform inzwischen als Basis für eigene Wachstumspotentiale erkennen. So entstehen derzeit im Automotive-Bereich milliardenschwere Ökosysteme, bei denen wir einen wertschöpfenden Beitrag leisten können. Neben Partnern sind unsere Kunden derzeit die wichtigsten Beschleuniger im Cloud-Geschäft. Kein Wunder: Sie ziehen einen signifikanten Nutzen aus unserem Angebot, um sich selbst von ihrem Wettbewerb zu differenzieren.

Umso erstaunlicher ist es, dass ich in Gesprächen mit Kunden und Partnern noch immer mit der „alten Microsoft“ konfrontiert werde, der nachgesagt wird, wichtige Wachstumsmärkte zu verschlafen. Dann wiederholen sich die alten Geschichten rund um das Smartphone-Geschäft oder – noch älter – die Ressentiments bei der Einführung von Windows 8. Nichts könnte ferner von der Realität sein. Windows 10 hat in den Unternehmen ein sagenhaftes Momentum, was sich ebenfalls in den Quartalszahlen belegen lässt. Und unser mobiles Geschäft profitiert von unseren Angeboten auf der Azure-Plattform. Denn ohne Cloud und Edge kein Mobile.

Es läuft also. Wer jetzt nicht auf den Partner-Zug in die Cloud aufspringt, verpasst möglicherweise die lukrativsten Geschäftschancen in der Geschichte von Microsoft. Ein Blick auf die Börse beweist das. Anfang 2013 lag der Wert der Microsoft-Aktie bei 28 Dollar. Jetzt schrammt sie hart an der 100-Dollar-Grenze – das sind 240 Prozent mehr. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Marktkapitalisierung von 730 Milliarden Dollar. Damit erhöhte sich der Börsenwert um 500 Millionen Dollar.

Es läuft bei uns und unseren Partnern und unseren Kunden.


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