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Windows 8: Internet Explorer 10

Internet Explorer 10 in Windows 8

Mein Top-7: Internet Explorer 10

Überblick

Zusammen mit Windows® 8 kommt auch eine neue Version des Windows Internet Explorers®, genannt Internet Explorer 10. Dieser Browser kommt jedoch in zwei verschiedenen Versionen:

  • Eine touch-optimierte Version des Internet Explorers
  • Eine Desktop-Version des Internet Explorer

Touch-optimierte Version des Internet Explorers

Die Touch-optimierte Version des Internet Explorers läuft innerhalb der neuen Windows-Benutzeroberfläche. Im Vergleich zu dem Desktop-Browser, hat der Browser in der neuen Windows-Benutzeroberfläche eine viel einfachere Schnittstelle, die nur auf “core-browsing” Szenarien ausgerichtet ist. Daher stehen viele der Features, die im Desktop Internet Explorer vorhanden sind, nicht in der touch-optimierten Version des Internet Explorers zur Verfügung. Dazu gehören Dinge wie die Unterstützung für Add-ons, Symbolleisten und spezielle Browser-Erweiterungen.

Figur 1: Touch-optimierte Version des Internet Explorers

Da die touch-optimierte Version des Internet Explorers eine Windows-Store-App ist, läuft diese normalerweise im Vollbildmodus, kann aber auch jederzeit in der “Snap-View” angezeigt werden. Die Standardansicht zeigt die Web-Seite auf dem gesamten Display. Die Bedienung erfolgt, wie bei jeder Windows-Store-App über die App-Bar. In der unteren App-Bar befinden sich die Navigationssteuerelemente für den Internet Explorer. In der oberen App-Bar werden als “Thumbnails” die Web-Seiten dargestellt, die gerade geöffnet sind. Das entspricht den Registern der Tab-Leiste aus der Desktop Version.

Registerkarten werden also in der touch-optimierten Version des Browsers unterstützt, aber die Umsetzung ist nicht dieselbe, wie im Desktop-Browser. Möchten Sie eine neue Registerkarte im Browser anlegen, dann öffnen sie die App-Bar via Touch-Geste oder mit der rechten Maustaste und klicken sie auf das Pluszeichen am rechten Ende der Tab-Leiste.

Figur 2: Pluszeichen am rechten Ende der Tab-Leiste

Es öffnet sich ein “Flyout” am unteren Rand des Bildschirms mit einer Liste von häufig besuchten Websites, bereits angehefteten Sites und Favoriten. Sie können eine Adresse oder einen Suchbegriff eingeben oder einfach eine Kachel anklicken, um zu einer Website zu navigieren.

Figur 3: “Flyout” mit häufig besuchten oder angehefteten Websites und Favoriten

Unter dem Pluszeichen in der neuen Registerkarte befindet sich ein Button mit einem Kreis und drei Punkten. Durch Anklicken dieses Buttons wird ein Menü mit zusätzlichen Optionen angezeigt. Hier können sie z.B. “InPrivate-Browsing” aktivieren oder eine Registerkarte schließen.

Figur 4: Zusätzliche Optionen

  • Neue “InPrivate”-Registerkarte. Diese Option öffnet eine neue Registerkarte im InPrivate-Browsing-Modus.
  • Registerkarte schließen. Diese Option schließt eine geöffnete Registerkarte.

Wie in der der folgenden Abbildung dargestellt, wurde im touch-optimierten Internet Explorer 10 die Anzahl der Befehle minimiert und dem Benutzer stehen davon nur die wichtigsten zur Verfügung und zwar die, die für den Kern der alltäglichen Arbeit benötigt werden. Dadurch wurde die Bedienung erheblich vereinfacht und optimiert, sodass eine intuitive Bedienung sofort möglich ist.

Figur 5: Internet Explorer App-Bar Optionen

“Anheften” von WebSites

Beim Anheften einer Website wird eine sekundäre Kachel auf dem Start-Bildschirm erstellt, die direkt mit dieser Website verknüpft ist. Dadurch können Sie Ihren Windows-Start-Bildschirm mit den WebSites personalisieren, die Sie ständig verwenden. Sie können jede beliebige Website auf dem Start-Bildschirm anheften, sodass sie an einem einzigen Ort alles im Zugriff haben.

Die Kacheln für die angehefteten Websites spiegeln die Farbe und das Symbol der Website wider. Web-Sites bieten zudem eine höhere Auflösung für die Kachel und die Hintergrundfarbe wird entsprechend angepasst. Mit Internet Explorer 10 können Websites auch Hintergrund-Benachrichtigungen, z.B. für neue Nachrichten und andere Kontoaktivitäten, auf der Kachel anzeigen – “Tile-Updates” genannt.

Figur 6: Internet Explorer Kachel mit drei angehefteten sekundären Kacheln

Darüber hinaus wird für die Kachel in der Adressleiste der Link zur Web-Site angezeigt.

Figur 7: Angeheftete Web-Site mit Link in Adressleiste

Die angeheftete Website kann auch zusätzliche Befehle enthalten, die dann in der Internet Explorer Navigationsleiste erscheinen. Das entspricht der sogenannten “JumpList” der Desktop-Version des Internet Explorers.

Figur 8: Zusätzliche Befehle in der Navigationsleiste

Weitere Informationen über das Anheften von Websites in Windows 8 finden Sie im folgenden Artikel.

Pinned Sites in Windows 8
http://blogs.msdn.com/b/ie/archive/2012/04/03/pinned-sites-in-windows-8.aspx

Integration mit dem Windows Store

Durch die Integration mit dem Windows Store ist es sehr einfach, Windows Apps zu finden und diese zu installieren. Sie können direkt aus dem Browser heraus zu einer Apps für eine spezielle Website navigieren. Wenn es für eine Website eine App im Windows Store gibt, dann erscheint das Werkzeug-Symbol mit einem Pluszeichen in der Adressleiste. Darüber kann die App sofort installiert und gestartet werden. Im folgenden Beispiel ist das mit WordPress.com in Internet Explorer 10 dargestellt.

Figur 9: Web-Site-Benachrichtigung über eine App im Store

Internet Explorer 10 erkennt, dass eine App für eine bestimmte Website verfügbar ist, da die Site dies im HTML-Content markiert hat. Im WordPress-Beispiel wurde der Website der folgende Code hinzugefügt:

<meta name=”msApplication-PackageFamilyName” content=”AutomatticInc.WordPress.com_9ejavqh8rasr8″/>

<meta name=”msApplication-ID” content=”App”/>

Snap

Durch “Snap” können sie in Windows 8 mehr als eine App gleichzeitig anzeigen. Sie können z.B. im Internet Explorer 10 blättern und in der Snap-View parallel auf ihre e-Mails, Musik oder jede andere Anwendung zugreifen. Der Browser passt sich an die schmalere Größe automatisch an. Alle Browser-Funktionen sind in dieser Ansicht verfügbar. Web-Sites können die neue Ansicht erkennen und sich speziell daran anpassen, falls erwünscht.

Figur 10: Multitasking mit Windows 8 Snap-View (Browser und Mails auf einem Bildschirm)

Internet Explorer 10 und die sogenannte Charms-Bar

Die Charms-Bar bietet eine konsistente Möglichkeit, gemeinsam genutzte Aktionen, wie z.B. Suche, Freigabe und Einstellungen, in Windows 8 für alle Apps zur Verfügung stellen. Auch Internet Explorer 10 unterstützt die Suche, Freigabe, Geräte und Einstellungen in der Charms-Bar.

Figur 11: Die Charms-Bar erscheint durch “Swipe” von der rechten Seite, durch Windows Taste+C oder durch bewegen der Maus in die untere rechte Ecke.

Für die Suche verwendet Internet Explorer 10 die Standard-Suchmaschine, die sie in den AddOns der Desktop-Version festlegen und verwalten können. Nach der Initiierung einer Suche werden die Suchergebnisse angezeigt. Bereits während der Eingabe des Suchbegriffs sind Sofortergebnisse zu sehen, sofern die Standardsuchmaschine dies unterstützt.

Über die Freigabe können sie auf jede Anwendung zugreifen, die die Freigabe (z.B. Mail) unterstützt. Dies ermöglicht Ihnen, eine umfangreiche Link-Vorschau mit Bild, Beschreibung und Link zu senden. So ist es einfach, mehr als nur einen Link mit anderen Apps zu teilen.

Figur 12: Internet Explorer 10 mit Share-Funktion zur Mail-App – Übergabe von Link, Vorschau, Beschreibung und Bildern.

Auch Geräte können direkt angesprochen werden, was z.B. den Ausdruck einfach und konsistent macht. Sie können von jeder Webseite – praktisch für Dinge, wie Bordkarten von Fluggesellschaften – durch Tippen oder klicken auf den Geräte-Charme und Auswählen eines Druckers drucken.

Durch Einstellungen wird ein schneller Zugriff auf die am häufigsten verwendeten Konfigurationseinstellungen für Internet Explorer 10 angeboten. Sie können darüber z.B. den Verlauf steuern und löschen. Nur die am häufigsten verwendeten Einstellungen werden hier angezeigt. Wenn sie auf alle verfügbaren Einstellungen zugreifen müssen, stehen ihnen die Internetoptionen der Desktop-Version zusätzlich zur Verfügung. Viele der Einstellungen in den Internetoptionen gelten in beiden Versionen des Browsers.

Figur 13: Internet Explorer 10 Einstellungen

Vorwärtsblättern

Das Vorwärtsblättern ermöglicht Benutzern, zwischen Web-Inhalten einfach und flüssig durch “Finger-Swipe” hin- und her zu navigieren. Wenn ein Benutzer eine Seite anzeigt, die Teil einer Sequenz ist (z. B. Seite 5 eines New York Times-Artikels, Bilder in einer Diashow oder eines Blog-Posts), können sie einfach weiter zur nächsten Seite im nächsten Bild in einer Diashow oder den nächsten Post für den Blog-Artikel navigieren. Wenn ein Benutzer sich auf der Website nicht in der nummerierten Reihenfolge befindet, können sie auch zu anderen “verwandten” Inhalten auf der Website springen. Der Browser verhält sich ähnlich wie beim blätterten in einem Magazin oder Katalog.

Der Begriff Vorwärtsblättern wird verwendet für das Springen zur nächsten Seite oder zum nächsten Artikel.

Das Vorwärtsblättern bietet ein sehr komfortables und touch-optimiertes Browsen mit dem Internet Explorer 10, aber es unterstützt auch Maus und Tastatur. Durch diese Funktion wird jedoch das klassische Vor- und Zurück-Navigieren nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt.

  1. Wenn der Autor der Website definiert hat, was die nächsten Inhalte werden sollen, so folgt der Internet Explorer immer dieser Definition. Der Autor kann zwei Tags verwenden, um anzugeben, welche Inhalte weiter angezeigt werden sollen. (Internet Explorer nutzt das Ziel des ersten Tags und dessen Typs als nächsten Link.)

    <a type=”next” href=”http://foo.bar/nextpage/”> (html5 only)

    <link rel=”next” href=”http://foo.bar/nextpage/”>

  2. Wenn der Inhalt auf der aktuellen Seite z.B. eine Seite eines mehrseitigen Artikels, ein Bild in einer Serie von Bildern, eine Seite von einem Web-Forum-Thread, ein Blog-Post oder ein Video in eine Reihe von Videos ist, dann geht es weiter zum jeweiligen nächsten Inhalt in der Reihe
  3. Wenn der Inhalt auf der Seite die letzte Seite einer Reihe ist, verwendet der Internet Explorer spezielle Regeln, die aus dem Benutzerverhalten abgeleitet sind, um die nächste Seite zu bestimmen. Es werden dabei nur Seiten verwendet, die nicht im Verlauf des Browsers gespeichert sind. Wenn der Internet Explorer nicht in der Lage ist, eine nächste Seite oder nächsten Artikel zu finden, steht das Vorwärtsblättern nicht zur Verfügung.

Die Funktion Vorwärtsblättern wird durch eine Reihe von Client-seitigen Regeln automatisch optimiert. Einige dieser Regeln werden z.B. durch Bing angeboten. Zusätzliche Regeln werden vom Internet Explorer dynamisch durch Anzeigen von Webinhalten oder DOM-Informationen ermitteln. Weil diese Funktion Informationen zum Verhalten des Benutzers sammelt, ist sie standardmäßig deaktiviert und muss vom Benutzer explizit aktiviert werden. Dabei gibt es entsprechende Hinweise darüber, wozu die Daten gesammelt werden. Es geht dabei lediglich um die Funktion Vorwärtsblättern zum komfortablen Navigieren auf Websites und NICHT um irgendwelche anderen Daten, von denen der Benutzer nichts weiß, bzw. die er nicht kontrollieren kann.

Figur 14: Aktivieren der Funktion Vorwärtsblättern

Keine Add-Ons

Add-ons haben traditionell einen großen Einfluss auf die Performance, Stabilität und Sicherheit des Internet Explorers. In der Vergangenheit haben gerade Add-ons immer wieder zu Problemen geführt, und werden daher in touch-optimierten Version des Internet Explorers nicht unterstützt. Dazu gehören alle Add-ons wie ActiveX ®-Steuerelemente (Silverlight), Symbolleisten (Bing Bar) und Browser Helper-Objekte (Skype klicken Sie auf aufrufen) und es gilt sowohl für Add-ons von Microsoft als auch von Dritten, mit Ausnahme von Adobe Flash, welches eine besondere Behandlung in Windows 8 erhält. Nachstehend finden Sie weitere Informationen zu Adobe Flash im Internet Explorer 10.

Microsoft ® ist der Meinung, dass die früheren Browser-Erweiterungen durch Add-ons nun durch Funktionalitäten in den Windows Store Apps ersetzt werden.

Der Desktop-Browser unterstützt jedoch weiterhin die Add-ons. Wenn der Benutzer feststellt, dass eine Website nicht ordnungsgemäß in der touch-optimierten Version des Internet Explorers funktioniert, weil ein Add-on erforderlich ist, kann er bequem auf die Desktop-Version umschalten.

Figur 15: Option “Auf Desktop anzeigen”

Entwickler können dazu beitragen, dass Benutzer ihrer Web-Anwendungen auf den Desktop-Browser umgeleitet werden, wenn ActiveX-Steuerelemente erforderlich sind. Dazu kann ein spezielles “Tag” zur Seite hinzugefügt werden. Wenn ein Benutzer zu einer dieser Seiten navigiert, sehen sie eine Aufforderung, die darauf hinweist, dass ein Plug-in benötigt wird, um die Website zu verwenden. Die touch-optimierte Version des Internet Explorers besitzt einen App-Befehl, um auf die Desktop-Ansicht umzuschalten.

Figur 16: Webseite mit Add-Ons, die den Desktop-Browser benötigen

Weitere Informationen über die Behandlung von Add-ons in Windows 8 finden Sie im folgenden Artikel.

Web Sites and a Plug-in Free Web
http://blogs.msdn.com/b/ie/archive/2012/01/31/web-sites-and-a-plug-in-free-web.aspx
 

Background Audio

Standardmäßig werden Windows Store Apps “suspended”, wenn sie nicht im Vordergrund sind. Dadurch würden jedoch Funktionen, wie z.B. Audiowiedergabe nicht mehr funktionieren, sobald der Benutzer zu einer anderen App wechselt. Wenn die App Background-Audio unterstützen muss, kann sie sich für diese Funktion registrieren und Windows übernimmt das Abspielen des Audio-Streams im Hintergrund. Der Internet Explorer 10 unterstützt die Background-Audio Funktion NICHT. Das bedeutet, dass beim Wechsel vom Internet Explorer während der Audio-Wiedergabe, die Wiedergabe stoppt. Dadurch wird beim Wechsel vom Internet Explorer verhindert, dass unerwünschte Hintergrundgeräusche, wie die von Webseiten mit Audio, gestoppt werden, wenn der Internet Explorer nicht auf dem Bildschirm ist. Dadurch können sie allerdings auch keine Musik über das Web abspielen, wenn der Internet Explorer im Hintergrund ist.

Es gibt drei Möglichkeiten, dieses Problem zu adressieren:

  • Falls für diese Website eine App im Store existiert, könnten sie diese verwenden (z.B. Internet Radio App).
  • Sie könnten den Internet Explorer in der “Snap-View” anzeigen.
  • Sie könnten die Desktop-Version des Internet Explorers verwenden.

Zusätzliche Informationen

Dieser Abschnitt enthält zusätzliche Informationen, den Sie über die touch-optimierte Version des Internet Explorer wissen sollten.

  • Auf 64-Bit-Versionen von Windows, ist die touch-optimierte Version des Internet Explorers eine 64-Bit Version (im Gegensatz zu dem Desktop-Browser, der standardmäßig mit 32-Bit-Tabs in einem 64-Bit-Frame läuft)
  • Sie können eine neue Registerkarte im InPrivate Browsing-Modus öffnen und zwar durch Drücken und halten mit dem Finger oder mit der rechten Maustaste auf das Pluszeichen beim Hinzufügen einer neuen Registerkarte.
  • Internet Explorer 10 hat neue Möglichkeiten in der Kompatibilitätsliste, durch die Websites in der touch-optimierten Version von Internet Explorer als Firefox 5 oder das Apple iPad wiedergegeben werden. Dadurch können sie Websites, die normalerweise ActiveX-Steuerelemente oder andere Internet Explorer-Plug-Ins benötigen anzeigen. Durch diese Optionen meldet sich der Internet Explorer der Webseite als ein anderer Browser.
    • Die Option, dass sich der Internet Explorer als Firefox 5 meldet, ist nützlich, wenn die Website normalerweise nur ActiveX-Steuerelemente oder andere Browser-Plug-Ins verwendet.
    • Die Option, dass sich der Internet Explorer als Mobile Safari (wie auf dem iPad) meldet, ist nützlich, wenn eine bestimmte Website auch eine nicht-Flash-Version für diesen bestimmten Browser bietet. Einige Websites versuchen zunächst mit dem Flash-Plugin zu arbeiten, um Video-Streams anzuzeigen und schalten auf HTML5-Video-Stream um, falls das vom Browser nicht unterstützt wird.
  • Die touch-optimierte Version des Internet Explorers hat keinen Mechanismus zum manuellen Hinzufügen von Seiten zu der Kompatibilitätsliste. Das manuelle Hinzufügen von Websites zu der Kompatibilitätsliste im Desktop-Browser hat keine Auswirkungen die touch-optimierte Version des Internet Explorer.
  • Die touch-optimierte Version des Internet Explorers unterstützt nur 10 Tabs. Wenn der Benutzer versucht, den 11. Tab zu öffnen, verwendet der Internet Explorer die älteste Registerkarte, um die neue Registerkarte zu öffnen.

Internet Explorer 10 Desktop-Version

Die Desktop-Version des Internet Explorer 10 basiert auf den UI-Änderungen des Internet Explorer 9, allerdings mit dem “Visual Style” von Windows 8. Dadurch sieht der Browser fast genauso aus, wie seine Vorgängerversion. Es gibt keine bedeutenden Feature-Updates für diese Version des Browsers aus Sicht des Endbenutzers.

Figur 17: Desktop-Version des Internet Explorer 10

Starten des Browsers

In der Standardkonfiguration wird die touch-optimierte Version des Browsers vom Start-Screen und die Desktop-Version aus der Taskleiste des Desktops gestartet. Wenn sie auf einen Hyperlink klicken, wird die Browser-Version gestartet, die zur App passt, in der der Link war (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Starten des Browser

Startet die touch-optimierte Version des Internet Explorers

Startet die Desktop-Version des Internet Explorers

Internet Explorer Kachel auf dem Start Screen

Internet Explorer Icon auf dem Desktop, z.B. in der Taskleiste

Hyperlink in einer anderen Windows Store App

Hyperlinks war in einer anderen Desktop-App

“Pinned” Website Kachel auf dem Start-Screen

Internet “Shortcut” auf dem Desktop

Das zuvor beschriebene Verhalten ist das Standardverhalten, aber es kann in der Registerkarte Programme in den Internetoptionen geändert werden.

Figur 18: Konfiguration, wie Internet Explorer Hyperlinks öffnet

Das “Drop-Down Menü” hat drei Optionen:

Figur 19: Auswahl, wie Hyperlinks geöffnet werden

  • Lassen Sie Internet Explorer entscheiden – Mit dieser Option wird vom Internet Explorer entschieden, welcher Browser zu öffnen ist – je nachdem, wo der Link ausgewählt wurde. Durch einen Link aus einer Windows-Store App, wird die touch-optimierte Version des Browsers geöffnet. Durch eine Anwendung oder ein Icon auf dem Desktop, wird die Desktop-Version des Browsers geöffnet. Diese Option ist die Standardeinstellung.
  • Immer in Internet Explorer – Links aus allen Anwendungen, einschließlich Desktop-Anwendungen, werden in der touch-optimierten Version von Internet Explorer geöffnet. Internet Explorer Icons und Internet-Verknüpfungen auf dem Desktop öffnen weiterhin die Desktop-Version.
  • Immer in Internet Explorer auf dem Desktop – Links aus allen Anwendungen, einschließlich Windows Store Apps, werden in der Desktop-Version von Internet Explorer geöffnet.

Keine der obigen Optionen beeinflussen wie “pinned” Website Kacheln auf den Start-Bildschirm geöffnet werden. Standardmäßig werden “pinned” Websites immer in der touch-optimierten Version von Internet Explorer geöffnet. Dies kann durch die Option “Internet Explorer Kacheln auf dem Desktop öffnen” geändert werden.

Hinweis zum Standard-Browser Verhalten

Die touch-optimierte Version des Internet Explorers ist nur verfügbar, wenn Internet Explorer 10 als Standardbrowser festgelegt ist. Wenn ein Benutzer einen Browser von Drittanbietern als Standardbrowser verwendet, wird die Internet Explorer-Kachel auf dem Start-Screen durch ein anderes Symbol ersetzt, die die Desktop-Version von Internet Explorer 10 öffnet. Geöffnet wird in diesem Fall der festgelegte Standardbrowser.

Tabelle 2: Unterschiedliche Kacheln, wenn Internet Explorer nicht der Standardbrowser ist

Internet Explorer ist der Standardbrowser

Internet Explorer ist NICHT der Standardbrowser

Um den Zugriff auf die touch-optimierte Version des Internet Explorers zu erlangen, muss der Benutzer den Internet Explorer wieder als den Standard-Browser festlegen.

Nachdem Sie einen Drittanbieter-Browser als Standard festgelegt haben, werden zuvor auf dem Start-Screen angeheftete Websites in der Desktop-Version von Internet Explorer geöffnet – im Standardbrowser.

Adobe Flash

Windows 8 enthält eine neue Version des Adobe Flash Players, die für Energieverbrauch und Touch-Funktionalität optimiert wurde. Adobe-Flash-Inhalte auf kompatiblen Websites werden nun in Internet Explorer 10 auf der neuen Windows-Benutzeroberfläche angezeigt. Die Touch-optimierte Version des Internet Explorers 10 mit Flash auf Windows 8 stellt Webinhalte höherer Qualität zur Verfügung als bisher.

Da einige populäre Websites Adobe Flash erfordern und kein alternatives HTML5 anbieten, haben Adobe und Microsoft eng zusammengearbeitet, um einen Flash-Player den neuen Internet Explorer 10 zu liefern.

Sowohl Internet Explorer 10 auf dem Windows-Desktop als auch die Touch-optimierte Version des Internet Explorers verwenden den gleichen integrierten Flash Player, ohne dass herunterladen oder installieren eines zusätzlichen Players.

  • Internet Explorer 10 auf dem Desktop bietet die gleiche, volle Flash-Unterstützung als frühere Versionen von Internet Explorer, die noch das Flash-Player-Plug-in verwendete. Auch andere Plug-ins werden weiterhin unterstützt.
  • Der Browser in der neuen Windows-Benutzeroberfläche unterstützt keine anderen ActiveX-Steuerelemente oder Plug-ins.

Während jede Website Flash-Inhalte im Internet Explorer 10 auf dem Windows-Desktop anzeigen kann, können nur Websites, die auf der Liste der Kompatibilitätsansicht sind, Flash-Inhalte in Internet Explorer in der neuen Windows-Benutzeroberfläche anzeigen.

Eine gute Flash Player-Kompatibilität ist wichtig für eine kompromisslose Unterstützung aller Formfaktoren von PCs mit Windows 8. Das haben wir von vielen Kunden als Feedback bekommen, da noch immer viele Websites kein HTML5 unterstützen. Stattdessen benötigen diese Seiten Flash um zu funktionieren, wie z.B. YouTube.com.

  • Adobe und Microsoft haben daher die Unterstützung von Touch-Gesten hinzugefügt – wie “double-tab” und “pinch-to-zoom” –, die sowohl auf HTML5 als auch Flash funktionieren.
  • Es wurde aber auch Desktop-Flash-Funktionalität deaktiviert, die nicht kompatibel mit Touch ist, wie z.B. “Rollover”.
  • Viel von anderen Flash-Funktionalität funktioniert gut mit der Note.

Der Flash Player im Lieferumfang von Windows 8 ist der gleiche für alle Hardwaretypen und wird auch auf neuen Chip-Architekturen zur Verfügung gestellt werden, die Windows 8 unterstützen. Adobe hat sich verpflichtet, die Flash Player-Unterstützung für Internet Explorer unter x86/64 und Windows-RT-PCs (Windows auf ARM-Prozessoren) zu liefern.

Installation and Update von Adobe Flash

Adobe Flash wird nun zusammen mit Windows zur Verfügung gestellt, sodass das separate Herunterladen und Installieren von Flash auf Windows 8 entfällt. Beim Versuch, Flash von der Adobe Website herunterzuladen, erscheint eine Warnung, mit dem Hinweis, dass Flash in Windows integriert ist. Auch der Versuch, Flash über den Installer von Adobe.com installieren, schlägt fehl.

Figur 20: Hinweis beim Installieren von Flash auf Windows 8.

Nun, da Flash als Teil von Windows ausgeliefert wird, wird es auch als Teil von Windows, aktualisiert und somit über Windows Update aktuell gehalten.

Flash und die Kompatibilitätsliste

In der touch-optimierten Version des Internet Explorers ist Adobe Flash nicht für alle Websites aktiviert. Der Internet Explorer verwendet stattdessen die Kompatibilitätsliste, um die entsprechenden Webseiten bei Bedarf zu aktivieren. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Flash-Inhalte auch wirklich für Touch optimiert sind. Der Internet Explorer verwendet die Kompatibilitätsliste um durch entsprechende Attribute das Rendern von Websites zu bestimmen (z.B. DOCMODE und User Agent String).

Sie können die Liste der Sites, für die Flash in der touch-optimierten Version des Internet Explorers aktiviert ist, anzeigen. Diese Datei befindet sich unter dem folgenden Pfad:

%LOCALAPPDATA%\Microsoft\Internet Explorer\IECompatData\iecompatdata.xml

Blättern Sie nach unten und suchen Sie den Abschnitt mit der Bezeichnung <Flash>. Durch diese Liste identifizieren die Websites, die Flash in der touch-optimierten Version des Internet Explorers unterstützen oder nicht.

Ermitteln, ob Fash verwendet wird

Wenn eine Webseite in Internet Explorer Probleme bereitet, ist es wichtig zu verstehen, was verwendet wird, um den Inhalt auf der Website anzuzeigen. Traditionell wird für die Mehrheit der interaktiven- und Video-Inhalte im Web Flash verwendet. Mit dem Aufkommen von HTML5 Video und HTML5-Canvas-Tags ist es jedoch nicht mehr sofort offensichtlich, ob eine Website noch ein Plug-in für seinen Inhalt benötigt.

Eine Möglichkeit um zu bestimmen, ob Flash auf einer bestimmten Seite verwendet wird, ist durch Rechtsklick auf das Video oder eines interaktiven Elements auf der Seite. Wenn Flash verwendet wird, wird ein Kontextmenü angezeigt, aus dem hervorgeht, dass es sich um den Adobe Flash Player handelt.

Figur 21: Adobe Flash Player im Kontextmenü

Mit einem Rechtsklick auf ein HTML5 Video in der Touch-optimierte Version des Internet Explorer 10 wird kein Kontextmenü angezeigt.

Mit einem Rechtsklick auf ein HTML5-Video im Internet Explorer 10 auf dem Desktop wird folgendes Kontextmenü angezeigt. Dieses Menü kann von der Website angepasst werden, aber es wird kein Adobe Flash Player angezeigt.

Figur 22: HTML5 Video Control

Troubleshooting von Adobe Flash

Adobe bietet Unterstützung für Probleme mit Flash. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Flash über die Add-on-Verwaltung zu deaktivieren, falls erforderlich.

Figur 23: Adobe Flash in der Add-on-Verwaltung

Sicherheit im Internet Explorer 10

InPrivate Browsing

Web-Browser speichern Informationen (Verlauf, Cookies, etc.), z.B. damit sich Websites einfacher und schneller stellvertretend für den Benutzer anmelden können oder um Empfehlungen abzugeben. Aber wenn sie in einem öffentlichen Netzwerk (oder auch zu Hause) surfen, möchten sie vielleicht keine Informationen, wie Kennwörter oder Such- und Web-Seites-Verläufe speichern.

Wenn sie eine InPrivate-Registerkarte verwenden, werden vom Internet Explorer 10 ihre Kennwörter, der Such- und Webseitenverlauf gelöscht, wenn sie die Registerkarte schließen.

Do Not Track

Mit Internet Explorer 10 wird das “Do not Track” Feature zusammen mit den “Express-Einstellungen” als Bestandteil des Windows 8-Setups aktiviert. Die oft von ihnen besuchten Websites enthalten Inhalte von Dritten. Um diesen Inhalt abzugreifen, werden diese Informationen über ihren Computer an Dritte gesendet. Mit dem integrierten “Do not Track” Feature in Internet Explorer, können sie Vermarkter und Websites auffordern, keine Daten zu sammeln, mit denen ihre Aktivitäten im Web zu verfolgt werden können.

Windows SmartScreen

Manchmal ist es schwer zu sagen, ob eine Website legitim ist oder nicht. SmartScreen hilft ihnen, bekannte Phishing- und Malware-Websites zu identifizieren und fundierte Entscheidungen über Downloads zu treffen.

Versuchen sie: Internet Explorer 10

  • Öffnen sie verschiedene Websites in beiden Browserversionen und vergleichen sie die verschiedenen Optionen
  • “Pinnen” sie eine Website aus der touch-optimierten Version des Internet Explorers auf den Start Screen von Windows 8

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Artikeln:

Internet Explorer 10 Testdrive
http://ie.microsoft.com/testdrive/
 

Internet Explorer 10 Guide for Developers (Windows)
http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ie/hh673549(v=vs.85).aspx
 

Internet Explorer 10 FAQ for IT Pros
http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh846773.aspx
 

Internet Explorer 10 Compatibility Cookbook (Windows)
http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ie/hh801219(v=vs.85).aspx

Internet Explorer: Enhanced Security Configuration
http://technet.microsoft.com/en-us/library/dd883248(v=WS.10).aspx
 

Flash in Windows 8
http://blogs.msdn.com/b/ie/archive/2013/03/11/flash-in-windows-8.aspx
 

Developer guidance for websites with content for Adobe Flash Player in Windows 8
http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ie/jj193557(v=vs.85).aspx
 

ONiehus, Microsoft