Yammern statt Faxen machen


Studiert man eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom, die im Rahmen der CeBIT 2016 veröffentlicht wurde, fühlt man sich um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückversetzt: Acht von zehn deutschen Unternehmen (79 Prozent) nutzen häufig das Faxgerät zur internen oder externen Kommunikation. Gerade einmal halb so viele (40 Prozent) setzen Online- oder Videokonferenzen ein und ganze 15 Prozent nutzen Soziale Netzwerke.

Ernsthaft?

Eine mögliche Begründung, warum das so ist, liefert der Bitkom gleich mit: Nur 58 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie über die erforderlichen Mitarbeiter im Unternehmen verfügen, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Mitarbeiter kennen und schätzen Soziale Netzwerke

Das mag aus der Binnensicht der Manager und Entscheider womöglich stimmen, aber hier widerspreche ich entschieden: Mit der flächendeckenden Verbreitung Sozialer Netzwerke auch in Deutschland wissen die meisten Mitarbeiter durchaus, wie sie solche Netzwerke nutzen, um nicht nur private, sondern auch berufliche Kontakte zu pflegen. Sie sind es längst gewohnt, Inhalte bei Facebook, XING, LinkedIN zu teilen, zu liken und zu kommentieren. Sie tauschen dabei nicht nur Texte aus, sondern kommunizieren via Skype auch selbstverständlich in Videokonferenzen. An ihnen liegt es nicht.

Auch die Technologie für Unternehmen spielt längst mit: Wir bieten mit Yammer ein Social Network für Unternehmen, das den Austausch mit Kollegen so einfach macht, wie das Liken eines Statusupdates bei Facebook. Über Gruppenfunktionen in Outlook, das Teilen von Dokumenten in OneDrive for Business oder das Chatten via Skype for Business aus den Office-Anwendungen heraus geben wir Unternehmen alles mit, was sie für die interne wie externe Kommunikation und die Förderung der Zusammenarbeit von Teams benötigen.

Social Enterprises sind reine Kopfsache

Nichts davon kann ein altmodisches Fax ersetzen. Wenn es an irgendeiner Stelle mit der modernen Kommunikation hapert, dann ganz oben. Social Enterprises sind im wahrsten Sinne des Wortes (r)eine Kopfsache: Wenn die Chefs die Notwendigkeit für eine transparente, einfache und umfassende Kommunikation ihrer Mitarbeiter nicht sehen, dann machen sie am Ende der Einfachheit halber doch wieder nur Faxen.

BP Yammern statt faxen machen

Unternehmen mit Zukunft setzen in Zeiten der Digitalisierung stattdessen auch auf einen kulturellen Wandel – weg von starren und streng hierarchisch gegliederten und hin zu vernetzten und lebendigen Organisationen. Wenn es irgendwo fehlt, dann daran. Deshalb bieten wir nicht nur die Technologien für das vernetzte Unternehmen an, sondern engagieren uns dafür, diesen kulturellen Wandel möglich zu machen. Auch bei uns selbst: In unserer neuen Firmenzentrale in SchwaBING gibt es keine festen Arbeitsplätze mehr. Und keine Faxgeräte, dafür Yammer als unternehmensweites Kommunikationstool. Wir leben Räume, die die hierarchiefreie Kommunikation von Mitarbeitern und Teams ebenso fördern, wie das konzentrierte Arbeiten.

Wir sind damit genau wie viele unserer Kunden – beispielsweise die Weleda AG oder Berlin Burger International - längst im 21. Jahrhundert angekommen. Bleibt zu hoffen, dass deutsche Unternehmen folgen. Denn für ein #DigitalesWirtschaftswunder, wie wir es auf der CeBIT 2016 propagieren, ist es dringend notwendig, auch die Kommunikation zu modernisieren.

Ein Beitrag von Caroline Rünger (@CarolineRuenger)
Product Manager Modern Mail & Enterprise Social bei Microsoft Deutschland

Caroline Ruenger

Comments (0)

Skip to main content