Weltraum-Teleskop zum Selberdrucken


 

 Die Rezeptur klingt wie aus einer Sci-Fi-Küche: Man nehme einen 3-D-Drucker … und drucke sich damit Teile aus Kunststoff aus. Einige andere Teile schneidet man mit einem Laser zurecht und baut sie anschließend zusammen. Heraus kommt das Ultrascope, ein etwa ein Meter hohes und 65 cm breites Teleskop.

 

Mithilfe einer ausgeklügelten Software, die die Richtung des Teleskops beeinflusst, und dem Arduino-Controller, der die Motoren des Geräts mit Steuersignalen speist, wird das Teleskop zu einem robotischen Observatorium, das automatisch das gewünschte Ziel anvisiert, das man beobachten möchte. Damit man auch hochwertige Bilder vom Sternenhimmel oder einem Asteroiden machen kann, bedarf es noch eines geeigneten Sensors: Das Lumia 1020. Es ist das Sahnehäubchen der Anlage. Das Smartphone bietet eine Auflösung von 41 Megapixeln, sodass das Teleskop geradezu professionelle Himmelsaufnahmen verspricht.

 

Die lizenzkostenfreie Bauanleitung und Software für diese ungewöhnliche, aber für jedermann erschwingliche Konstruktion können sich Hobbyastronomen schon jetzt als Betaversion bei den Entwicklern der Open Space Agency (OSA) herunterladen (http://www.openspaceagency.com/). Die Idee zu diesem neuartigen Teleskop hatte der britische Designer James Parr.


Gemeinsam mit einem Team aus Mitarbeitern der Innovationsfirma imaginals.net und Microsoft entwickelte die Open Space Agency das neue Gerät, das möglichst vielen Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden soll und somit das Erkunden des Weltraums für jedermann möglich macht. „Wir haben den gemeinnützigen Verein OSA gegründet, um Innovationen kreieren zu können, die von gesellschaftlichem oder wissenschaftlichem Interesse sind, ohne dabei ein finanzielles Ziel zu verfolgen. Die Zukunft gehört uns allen. Jetzt haben wir die Technologie, gemeinsam den Weltraum zu erkunden“, sagt James Parr.

Um den Mehrwert von IT-Innovationen und das Thema Wandlungsfähigkeit geht es auch in der neuesten Ausgabe von ELAN, dem Microsoft-Magazin für gesellschaftliches Engagement in Deutschland.

 

 

 

Ein Beitrag von Barbara Steiger (@basteig)
Communications Manager Cloud, Entwicklungsplattform, MBS und Innovation


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