Den Pokal fest im Blick – VRMotion macht sich bereit für das weltweite Finale des Imagine Cup 2016


Es dauert nicht mehr lange, bis wir als deutsche Vertreter für die Imagine Cup World Finals 2016 nach Seattle fliegen! Im April befanden wir uns noch mit anderen deutschen Teams im Wettbewerb und standen letzten Endes ganz oben auf dem Siegertreppchen im nationalen Finale in München.

Die anschließenden World Semifinals waren aufgrund der kurzen Einreichungsfristen eine sehr arbeitsintensive Zeit. Innerhalb von zwei Wochen änderten wir den kompletten Businessplan von dem deutschen Gesundheitsmarkt auf den amerikanischen. Außerdem galt es, eine 10-minütige Präsentation auf Englisch vorzubereiten sowie am Stück und ungeschnitten zu präsentieren, ein neues Pitch-Video zu drehen und unsere Projektmappe auf Englisch zu übersetzen. Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat und wir tatsächlich Ende Juli zu den World Finals nach Seattle fliegen werden.

 

BP_Gastbeitrag_3Verknüpfung von Problemlösung und Technologie

Mit VRMotion wollen wir Schlaganfallpatienten mit Hilfe von virtueller Realität helfen, ihre motorischen Fähigkeiten der Hand spielerisch zu verbessern.  Schlaganfall ist ein umfassendes Thema, wir möchten den Betroffenen die Möglichkeit bieten, begleitend zu ihren Rehabilitationsmaßnahmen, alleine und selbstständig zu trainieren.

Die Idee zu VRMotion haben wir bereits Ende 2014 entwickelt. Leider sind wir in unserer Vergangenheit mit dem Thema Schlaganfall in der eigenen Familie zu oft in Berührung gekommen. Dadurch bekamen wir zwangsläufig viele Einblicke auf dem medizinischen und therapeutischen Gebiet rund um das Thema Schlaganfall. Wir entwickelten ein Verständnis für die vielen damit verbundenen Probleme, vor allem im Rehabilitationsprozess von Schlaganfallpatienten. Als wir uns an eine Demonstration des Leap Motion Controller beim nationalen Finale des Imagine Cup 2014 in Berlin erinnerten, wussten wir sofort, wie wir damit das Problem und die Technologie zusammenführen können. Mit diesem Gerät lässt sich ein dreidimensionales Modell der Hand in eine virtuelle Umgebung projizieren.

 

Probieren, testen und weiterhin verbessern

Während unseres Entwicklungsprozesses mussten wir oft neue Konzepte ausprobieren und die Machbarkeit in verschiedenen Prototypen testen. Dabei lief nicht immer alles glatt, aber auch aus Misserfolgen ergaben sich wiederum neue spannende Ideen, die auf den vorhandenen aufbauten. Als wir beispielsweise unser Dartspiel, eine der schwierigeren Übungen von VRMotion, konzipiert haben, sind wir auf Probleme zwischen virtueller und realer Welt gestoßen. Die virtuellen Pfeile lösten sich nicht von den Fingern oder flogen in die falsche Richtung. Durch das Beobachten von Patienten mit diesem Szenario, konnten wir die Interaktion „Werfen“ optimieren. Jetzt zählt es zu einem unserer beliebtesten Spiele.

 

BP_Gastbeitrag_1Erste Erfolge und große Unterstützung

Seit Beginn arbeiten wir mit großer Freude an VRMotion und sind sehr stolz darauf, wie weit wir es schon geschafft haben. Erfolgserlebnisse bei unseren Tests von VRMotion im Rahmen unserer Feldstudie oder die Fortschritte der Patienten haben uns sehr motiviert und gefreut. Auch die konstruktive Kritik und Anerkennung, die wir in München während des nationalen Finales und in der Zeit danach erfahren haben, hat uns weiter angetrieben. Nach den World Semifinals haben wir beispielsweise VRMotion in die Cloud gebracht. Unser komplettes Backend ist jetzt in einer Microsoft Azure SQL-Database.

Unsere Familien haben uns immer unterstützt und Rücksicht darauf genommen, dass wir permanent „im Tunnel“ waren. Auch unserem Mentor Alexander Wachtel gilt ein besonderer Dank. Er stand uns stets mit guten Ratschlägen zur Seite und hat seinen Beitrag geleistet, VRMotion bekannt zu machen.

 

Mit freudigem Blick in die Zukunft

Wenn wir auf die bald anstehenden World Finales in Seattle blicken, freuen wir uns auf die neuen Erfahrungen, die wir als Team und als Paar in einem komplett neuen Umfeld zusammen machen dürfen. Ganz besonders sind wir gespannt auf den Austausch mit anderen Teilnehmern und Microsoft Mitarbeitern. Und: wir dürfen die HoloLens ausprobieren 🙂

Im Moment testen wir unsere Anwendung wöchentlich mit den Schlaganfallpatienten einer Rehabilitationsklinik. Im Vordergrund stehen aktuell hauptsächlich das Vorbereiten der Präsentation sowie die Umsetzung der letzten Verbesserungsvorschläge aus dem Deutschlandfinale.

Wir freuen uns riesig, Deutschland beim Imagine Cup 2016 in Seattle vertreten zu dürfen und werden alles dafür geben, dass wir die Jury in der Kategorie World Citizenship in Redmond überzeugen und den Pokal nach Hause holen!

 

Ein Beitrag von Alessa Dreixler und Tobias Heuer, die Deutschland als Team VRMotion beim weltweiten Finale des Imagine Cup 2016 vertreten.

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