Vom Experiment zum Normalfall: #PapierlosLernen muss selbstverständlich werden


Unter dem Motto „Tausche 2kg Papier gegen ein Surface mit Office“ haben die beiden Schüler Marco Nagels und Sebastian Franz im Spätsommer ein Experiment an ihrem Gymnasium gestartet – #PapierlosLernen. Auf unserem Blog berichten die beiden 16-jährigen regelmäßig von ihren Erfahrungen.

Während des vergangenen Schuljahrs hat sich unser Schulalltag durch das Experiment #PapierlosLernen spürbar verändert. Die Inhalte unterscheiden sich zwar nicht von denen unserer Mitschüler, die Art und Weise unserer Schularbeit dafür umso mehr. Für uns ist durch die Integration des Surface Pro3 und der Office-Software über die Cloud vieles einfacher und leichter geworden – nicht nur unsere Schultasche. Aber natürlich merken wir oft, dass #papierloslernen noch die Ausnahme ist. Über das Schuljahr haben wir uns immer wieder gefragt, wie Situationen wohl aussehen könnten, wenn auch unsere Mitschüler #papierloslernen würden. Wenn das gesamte Unterrichtskonzept eine digitale Komponente erhalten würde und Arbeitsblätter nicht mehr gedruckt, kopiert und anschließend verteilt würden, sondern vom Lehrer einfach den Klassen- bzw. Kursteilnehmern per Knopfdruck freigegeben würden. Unser Lehrer Herr Brinkmann versucht so etwas schon, doch bislang gestaltet sich die Umsetzung eher schwierig, weil eben nicht jeder Schüler während des Unterrichts darauf zugreifen kann.

Vernetzt zusammenarbeiten mit den Mitschülern
Die Arbeitsmaterialien sollten sich dann natürlich auch über kabellos ansteuerbare Projektoren an die Wand werfen lassen. Wobei, noch praktischer wäre natürlich, wenn wir im Klassenraum ein Surface Hub stehen hätten. Den könnten wir sowohl als Whiteboard nutzen, aber auch die Office-Anwendungen integrieren und die Ergebnisse am Ende der Stunde einfach mit allen teilen. Denn eins ist klar: Die Vorteile der Digitalisierung im Schultag machen sich erst dann richtig bemerkbar, wenn wir mit unseren Mitschülern vernetzt arbeiten. Dazu muss man sich nur Szenarien der Gruppenarbeit vorstellen: Was tagsüber in der Schule beginnt, geht nachmittags im Rahmen der Hausaufgaben problemlos gemeinsam weiter. Dazu würde viel Koordinationsaufwand wegfallen, zum Beispiel bei der gemeinsamen Vorbereitung von Referaten.

PapierlosLernen

Aber: Ohne die nötigen Rahmenbedingungen geht es nicht!
Natürlich müssten für all das erst die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das fängt mit flächendeckendem WLAN in der Schule an und hört bei der Ausstattung mit Geräten für alle Schüler noch nicht auf. Wenn es mal zu technischen Problemen kommt, müsste ein technischer Support in der Schule sichergestellt sein. Und es müssten natürlich ausreichend Ladestationen vorhanden sein, damit der Unterricht nicht durch Ausfälle gestört wird. Dass das alles Geld kostet, ist uns klar. Diese Investitionen kann keine Schule mal so nebenbei aufbringen, dafür müsste die Politik wohl zusätzliche Mittel bereitstellen.

Die meisten Lehrer und die Schulleitung waren von unserem Projekt durchaus angetan. Wenn der Unterricht aber komplett papierlos stattfinden würde, müssten wirklich alle mitziehen. Dann würden sich sicherlich auch für die Lehrer viele Vorteile ergeben. Von Unterrichtsvorbereitung über vernetzte Zusammenarbeit im Kollegium bis zur komplett digitalen Klassenarbeit.

Screenshot

Wer weiß schon, wie Schule in 10 Jahren aussieht?
Das alles ist noch Zukunftsmusik. Aber vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange, bis #papierloslernen ganz normal wird. Und wer weiß schon, wie die Digitalisierung den Schulalltag noch verändern wird? Heute werden noch Schüler losgeschickt, um Kreide oder Wörterbücher zu holen. In Zukunft könnte Kreide überflüssig und das Wörterbuch im Tablet integriert sein, gesteuert über Gesten oder Sprache. Und wenn doch etwas fehlt, schwirrt vielleicht eine kleine Drohne durch das Schulgebäude und bringt es einfach vorbei.


Ein Gastbeitrag von Sebastian Franz & Marco Nagels

Portrait Autoren_Sebastian Franz_Marco Nagels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens: Sebastian und Marco haben vor einiger Zeit bereits festgestellt, dass ihnen der Surface Pen bei der Schularbeit besonders nützlich ist. Das passt zu den aktuellen Ergebnissen einer Studie zur Hirnforschung der Norwegian University of Science and Technology, der zu Folge die Eingabe digitaler handschriftlicher Notizen ein effizienteres Mittel zur Aufnahme von Informationen ist, als die Nutzung eines Laptops mit Tastatur. Mehr zur Studie erfahren Sie hier.

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