#Vertrauensarbeitsort: Mit meinem Surface rund um die Welt


Ob im Home Office, unterwegs beim Kunden, am Flughafen, im Café oder natürlich auch im Büro: Bei Microsoft Deutschland ist der Arbeitsplatz dort, wo sich die Mitarbeiter gerade aufhalten. Denn neben der Vertrauensarbeitszeit gilt auch das Prinzip des Vertrauensarbeitsortes. Im Vorfeld des vierten Home Office Day in Deutschland haben wir das Home Office als einen von vielen Vertrauensarbeitsorten bereits mit (Gast-)Beiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Nun kommen diejenigen zu Wort, die von flexiblen Arbeitsmodellen am meisten profitieren: Unsere Mitarbeiter. Sie geben in mehreren Gastbeiträgen Einblicke, wie sie zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten tagtäglich leben.

Heute: Florian Endres, Audience Marketing Manager

Vertrauensarbeitsort? Das heißt, Du arbeitest vom Strand und bekommst dies bezahlt? Oder Du bist den ganzen Tag zuhause und spielst auf der Couch Xbox? So ähnlich lauten die Kommentare meiner Freunde meist, sobald das Thema auf meinen Arbeitgeber und meine flexiblen Arbeitsbedingungen kommt. Seitens meiner Eltern kommt meist noch der Hinweis, dass ich ja einige Erledigungen machen könnte, wenn ich Home Office bei ihnen mache – und eigentlich könnte ich ja mal den Computer reparieren, wenn ich schon mal da bin.

Nach kurzer Diskussion ist aber fast allen verständlich, dass ich sehr wohl arbeite und nicht den ganzen Tag auf der Couch sitze und auch die Familie versteht nach einiger Zeit, dass ich zwar anwesend bin, aber beschäftigt. Und der Strand? Nun, auch wenn WLAN teilweise am Strand vorhanden ist (in Asien gibt es in manchen Ländern flächendeckend WLAN), so ist generell der Strand nicht als Arbeitsort zu empfehlen: Kein Strom, bei Sonnenschein kann ich nichts auf dem Bildschirm erkennen und den Sand bekommt man auch nur schwer aus der Tastatur wieder raus.


Ein häufiger Einwand gegenüber flexiblen Arbeitsmodellen lautet, dass keine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit vorhanden ist und man mehr arbeitet als man eigentlich sollte bzw. als es ein klassischer Arbeitsvertrag vorschreibt. Nun kann ich nicht für alle Arbeitnehmer sprechen, sondern nur für mich. Ich persönlich halte jedoch den oft genutzten Begriff der „Work-Life-Balance“ schon für falsch: Meine Arbeit ist Teil meines Lebens, es gibt für mich keine strikte Trennung zwischen Work und Life. Ich habe bereits für Firmen gearbeitet, die die klassische Stechuhr nutzen und dies war für mich deutlich schwieriger zu handhaben. Ich liebe meine Arbeit und habe das große Glück, dass sie meine Interessen berücksichtigt und meiner zugegebenermaßen exzessiven Reisetätigkeit entgegen kommt. Warum sollte ich also damit aufhören? Natürlich ist mir bewusst, dass dies für meine Situation gilt und Kollegen mit anderen Lebensverhältnissen dies vielleicht anders sehen. Ich bin Single und an keinen Ort gebunden, aber wahrscheinlich würde ich die Situation mit Familie und Kindern ähnlich sehen. Ich bin mir zumindest ziemlich sicher, dass die Kollegen mit Kindern es als große Erleichterung empfinden, am Nachmittag beim Laternebasteln in der Kita dabei sein zu können und nach dem erfolgreichen Kampf ums Ins-Bett-Gehen eine Präsentation fertig zu stellen.

Was also bedeutet Vertrauensarbeitsort konkret für mich? Zunächst einmal die Freiheit, nicht immer an den einen Ort gebunden zu sein, sondern dies flexibel anpassen zu können: Sei es das klassische Büro, meine eigene Wohnung, die Wohnung meiner Eltern oder vielleicht ein Microsoft-Büro irgendwo in der Welt. Und gleichzeitig bedeutet der Begriff für mich, dass mir mein Manager vertraut, dass ich meine Arbeit erledige. Egal von wo.

Ich muss nicht jeden Tag ins Büro, ich habe die Flexibilität bei einer Sperrung der Stammstrecke der Münchener S-Bahn umkehren zu können und von zu Hause aus zu arbeiten bis alle Probleme behoben sind. Oder ich besuche meine Eltern in der schönsten Stadt der Welt - und anstatt nur ein Wochenende bleibe ich halt fünf Tage dort. Meine große Leidenschaft ist das Reisen. Selbstverständlich versuche ich die Arbeit abzuschließen, bevor ich zu meinem Lieblingsort in Istanbul, nach Budapest oder Guatemala fliege. Wenn das aber einmal nicht möglich ist, kann ich auch von unterwegs dringende Mails beantworten oder Skype-Calls mit meinem Manager führen. Diese Möglichkeit gibt mir eine gewisse Gelassenheit und führt nicht zuletzt zu unzähligen Fotos meines Surface vor Sehenswürdigkeiten (Budapest, Krakau, Montreal). Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass dieser Text in der Altstadt von Cartagena in Kolumbien geschrieben wurde – ca. 8.000 Kilometer von meinem Büro entfernt.

Stirbt also das klassische Büro? Können Firmen all die Arbeitsplätze nun einsparen? Arbeiten wir jetzt von überall? Zunächst einmal kann ich die Frage nicht pauschal beantworten, hierfür ist die Arbeitswelt einfach zu heterogen. Es gibt einfach unzählige Jobs, die nur vor Ort erledigt werden können – mein Frühstück im Hotel kann schlecht virtualisiert werden. Und selbst in der Gruppe der Wissensarbeiter wird meiner Meinung nach das klassische Büro nicht aussterben. Videokonferenzen sind für bestimmte Sachen perfekt geeignet (sofern man Regeln einhält), aber sie können nicht immer das persönlich Gespräch an der Kaffeemaschine ersetzen. Manche Dinge sind einfach schneller geklärt, wenn man persönlich miteinander spricht anstatt dutzende Mails zu verschicken. Und ganz ehrlich: Den Chef auf der Xbox in FIFA zu besiegen macht doch am meisten Spaß, wenn man sein Gesicht dabei sieht. 🙂

#Vertrauensarbeitsort

 

Ein Beitrag von Florian Endres (@senorf)
Audience Marketing Manager bei Microsoft Deutschland

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Autoren-Information


Florian Endres ist seit 3 Jahren bei Microsoft Deutschland als Audience Marketing Manager in der Abteilung DX (Developer Experience). Er verantwortet die Betreuung von technischen Communities, ein Fokus hierbei ist der Kontaktaufbau zu Compete-Communities. Vor seiner Tätigkeit bei Microsoft war er als Redakteur beim t3n Magazin. In seiner Freizeit erkundet er mit seinem Surface die Welt und berichtet darüber auf seinem Blog.

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#Vertrauensarbeitsort

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(Dr. Elke Frank, Microsoft Deutschland)

 

 

 

Comments (2)

  1. Anonymous sagt:

    Ob im Home Office, unterwegs beim Kunden, am Flughafen, im Café oder natürlich auch im Büro

  2. Anonymous sagt:

    Ob im Home Office, unterwegs beim Kunden, am Flughafen, im Café oder natürlich auch im Büro

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