#Vertrauensarbeitsort: Arbeiten wann und wo ich möchte


Ob im Home Office, unterwegs beim Kunden, am Flughafen, im Café oder natürlich auch im Büro: Bei Microsoft Deutschland ist der Arbeitsplatz dort, wo sich die Mitarbeiter gerade aufhalten. Denn neben der Vertrauensarbeitszeit gilt auch das Prinzip des Vertrauensarbeitsortes. Im Vorfeld des vierten Home Office Day in Deutschland haben wir das Home Office als einen von vielen Vertrauensarbeitsorten bereits mit (Gast-)Beiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Nun kommen diejenigen zu Wort, die von flexiblen Arbeitsmodellen am meisten profitieren: Unsere Mitarbeiter. Sie geben in mehreren Gastbeiträgen Einblicke, wie sie zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten tagtäglich leben.

Heute: Philipp Sand, Support Escalation Engineer, Microsoft Services

Mein #Vertrauensarbeitsort befindet sich sowohl in unserem Microsoft Büro in Unterschleißheim, vor Ort beim Kunden, in meinem Arbeitszimmer zu Hause, in unserem Garten, manchmal aber auch einfach unterwegs im Auto oder wenn ich meine Eltern im 500 Kilometer entfernten Göttingen besuche. Die gewonnene Flexibilität ist bereits seit einiger Zeit ein fester Bestandteil meines Alltags geworden, den ich nicht mehr missen möchte. Die Möglichkeit zu haben, von verschiedenen Orten zu arbeiten, hilft mir vor allem dabei, mein Familienleben in Einklang mit meiner Arbeit zu bringen.

So konnte ich zum Beispiel letztes Jahr in den Wochen vor der Geburt meines zweiten Sohnes, nach Absprache mit meinen Kollegen und meiner Managerin, den Großteil meiner Arbeitszeit komplett von zu Hause verbringen. Dies hat sehr dabei geholfen, meine Frau in den Tagen vor der Geburt besser unterstützen zu können. Am Tag der Geburt konnte ich dann direkt von zu Hause noch ausstehende Aufgaben koordinieren und mich dann aus dem Home Office direkt für einen Monat in die Elternzeit „verabschieden“.

Es gibt noch viele weitere Alltagsbeispiele – Termine beim Arzt, beim Amt, bei der Post oder einfach im Kindergarten meines größeren Sohns lassen sich durch mein flexibles Arbeitsmodell, gepaart mit der richtigen Planung im Team, einfach außerhalb der Stoßzeiten vereinbaren. Wer steht schon gern in der langen Schlange bei der Post am frühen Morgen oder kurz nach Feierabend? 🙂

In meiner Rolle bei Microsoft arbeite ich täglich mit Kunden und Kollegen zusammen, die über viele Zeitzonen dieser Erde verteilt arbeiten. Basierend auf den technischen Tools, die es ermöglichen, jederzeit und überall zu arbeiten, werden Vertrauensarbeitsort und Vertrauensarbeitszeit allerdings auch gerne als „Fluch“ bezeichnet.
Die Verlockung abends vom Sofa aus oder wenn man sich mit Freunden trifft, mal kurz eine E-Mail zu beantworten, kann in der Tat sehr groß sein. Umso wichtiger ist es daher, sich selbst klare Grenzen zu setzen und Eigenverantwortung für die eigene Zeiteinteilung zu übernehmen. Denn wer selbst keine Grenzen zieht, kann schnell in die Überlastungsfalle geraten, was zu einer „Always on“-Mentalität führt. Und das ist ganz und gar nicht im Sinne flexibler Arbeitsmodelle.

Für die Umsetzung der Prinzipien des Vertrauensarbeitsortes und der Vertrauensarbeitszeit ist ein Umdenken notwendig – nicht nur bei mir und meinen Kollegen sondern auch bei allen Führungskräften und im Management Team. Microsoft stellt dies im „How-to Guide für Flexibles Arbeiten“ sehr gut dar. Hier wird zum Beispiel beschrieben, dass der Arbeitgeber gerade bei flexiblen Arbeitsplatzmodellen besonderen Wert auf die Fürsorgepflicht legen muss. Und wie vorhin schon geschrieben, dass auch die Arbeitnehmer selbst lernen müssen, eigenverantwortlich nach Feierabend einfach mal abzuschalten.
Guidelines alleine verändern natürlich keine Unternehmenskultur, dafür bedarf es vor allem Zeit und offener Kommunikation.

Heute synchronisiere ich meine Firmenmails, wenn überhaupt, nur noch sehr selten nach der Arbeitszeit und fühle mich sehr gut dabei. Gleich werde ich meinen Sohn vom Kindergarten abholen und mit ihm zusammen Sport machen…und da ich im Home Office bin, kann ich den üblichen Feierabendstau umgehen und trotzdem mein Arbeitspensum schaffen, ohne dass mein Sohn zu spät ins Bett kommt. 🙂

#Vertrauensarbeitsort

 

 

Ein Beitrag von Philipp Sand
Support Escalation Engineer, Microsoft Services

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Über den Autor


Philipp Sand ist seit sieben Jahren bei Microsoft Deutschland als Support Escalation Engineer in der Abteilung CSS (Customer Service and Support) tätig. Er unterstützt hierbei unsere Premierkunden beim Betrieb und bei der Planung ihrer Infrastruktur mit dem Schwerpunkt auf Netzwerksicherheit. Zudem betreut er dediziert Kunden beim Betrieb von unternehmenskritischen Applikationen über den Bereich PMC (Premier Mission Critical). In seiner Freizeit verbringt er Zeit mit seiner Familie, hört gern laute „gitarrenlastige“ Musik und fährt viel Mountainbike.

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#Vertrauensarbeitsort

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