Technologie schluckt Zeitfresser: Unser digitales Familienleben und der Clash der Welten


Als ich 1994 erstmals mit dem Internet in Verbindung kam, war das alles noch ein Abenteuer. Man konnte jetzt zwar digitale Sachen machen, aber wozu das wirklich nützlich ist, wusste noch niemand. Es war teuer. Und E-Mails schreiben ging ja eigentlich auch per Post. Irgendwann aber entwickelten sich Services, die unser Leben heute um einiges komfortabler und leichter machen können. Diese Entwicklung hat mich sofort fasziniert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass ich beruflich in der Digitalbranche gelandet bin. Einfach ausgedrückt: Ich erkläre heute, wie man Geschichten digital am besten erzählt.

Über diese Geschichten, mein digitales Leben und welche Services ich für mich und meine kleine Familie nutze, spreche ich am 22. Februar um 18.00 auf der Social Media Week Hamburg (Marcomedia Hochschule) gemeinsam mit meiner Frau Dominique Arnold und Ellen Kuder von Microsoft.

Doch zurück zu meinen ersten digitalen Geschichten im Netz: Der Weg zum eigenen Online-Magazinen war schließlich nicht weit. Nachdem ich mit zwei Bekannten „Mit Vergnügen Hamburg“, ein digitales Stadtmagazin für die Stadt Hamburg und Umgebung sehr erfolgreich gegründet habe, ist „His & Hers“ das neuste Projekt. Ich bin noch frischer Papa und gemeinsam mit meiner Frau erzähle ich aus dem Leben einer jungen Familie. Immer authentisch, immer aus ganz eigener Brille.
Wir haben ohnehin mit unseren Freunden viel über die Veränderungen als junge Eltern gesprochen. Anstatt unsere Erlebnisse, Fragen und Ängste also nur im kleinen Kreis auszutauschen, teilen wir es nun online. Ganz digital. 

Was ich schade finde: Häufig wird das Wort Digitalisierung auf „Smartphone“ reduziert. Man stellt sich sofort auf das leuchtende Kästchen schauende Menschen vor. Wie morgens in der U-Bahn. Dass Digitalisierung aber viel mehr ist und bereits so viele Kleinigkeiten beinhaltet, die uns tagtäglich helfen, bemerken viele nicht einmal. Speziell als Familie profitiert man von zeitersparenden Helferlein oder unsichtbaren Automatismen. Wenn das Licht automatisch ausgeht, sobald man das Haus verlässt, die Einkaufsliste per Wunderlist ans Handy gesendet wird oder die Lieblingsserie dann geschaut werden kann, wenn der Kleine schon im Bett ist.

Bei uns ist es ein Clash der Welten. Meine Frau ist eher analog, ich voll mit WLAN. Und das ist ganz gut so. Wenn es mal wieder zu viel wird, mit dem „eben noch Mails auf dem Smartphone checken“, dann werde ich gebremst. Insgesamt muss man jedoch sagen: Wir sind schon sehr digital. Neben IP-TV und Smart-Home, nutzen wir viele digitale Services mit Smartphones, Tablets und Laptops. Das WLAN bricht ab und zu zusammen, weil einfach so viele Geräte im Netz sind, dass nichts mehr geht. Da unsere Familien in alle Richtungen verstreut leben, sind besonders solche Dienste eine Bereicherung, die Menschen näher zusammenwachsen lassen. Dank Videotelefonie ist Opa am Frühstückstisch dabei, auch wenn er 2500km entfernt lebt. Und das familieneigene Erinnerungsalbum ist schon längst kein gebundenes Buch im Schrank mehr, sondern liegt in der Cloud und wird von allen Familienmitgliedern regelmäßig gefüllt.

Und das Beste ist: Digital vergilbt nicht.


Ein Gastbeitrag von Boris Arnold (@bodreitausend)

Boris Arnold ist ein Digital Native, ein massentauglicher Nerd. Er war dabei, als Social Media geschlüpft ist. Er ist unterwegs, um das Soziale in Social Media wieder hervor zu kitzeln und Unternehmen bei ihrem digitalen Weg durch Instagram, Facebook und den 3242364 weiteren Tools und Netzwerken als Stratege, Konzepter und Kreativer an die Hand zu nehmen. Dabei erzählt er Geschichten, die Menschen gerne lesen. 

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