Technischer Fortschritt trifft Ökologie: Wenn die Cloud der Cloud hilft


Der Bedarf an Rechenzentrumsleistungen steigt stetig an. Einen entscheidenden Anteil an diesem Wachstum haben der steigende Bedarf an Cloud-Dienstleistungen in Unternehmen, aber auch die zunehmende Nutzung von Multimedia-Inhalten und sozialen Netzwerken in Privathaushalten.

Nach einer Berechnung des „Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit“ lag der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren allein in Deutschland im Jahr 2011 bei 9,7 Terawattstunden (TWh). Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent am Gesamtstromverbrauch in Deutschland. Berechnungen des Instituts zufolge sind für die Erzeugung des nötigen Stroms vier mittelgroße Kohlekraftwerke notwendig. .

Die Zahl der Server wächst, der Energiebedarf sinkt
Anschaulicher und interessanter wird es mit einem Vergleichswert: Der Energiebedarf von Rechenzentren lag 2009 um rund vier Prozent unter dem des Vorjahres – und das trotz der steigenden Zahl installierter Server.

 

Borderstep 2010

 

Dieser Trend hält ebenso an, wie die zunehmende Nutzung von Cloud und Multimedia, die sich in den kommenden Jahren noch deutlich verstärken wird: vernetzte Produktion (was man hier in Deutschland „Industrie 4.0“ nennt), das Internet der Dinge, mobiles Arbeiten und die Verbreitung sozialer Netzwerke werden den Bedarf an Rechenleistung explosionsartig steigern.

Coole Ideen Made in Germany
Um den Energieverbrauch weiter fallen zu lassen, sind innovative Ideen gefragt. Die im bayerischen Schwarzenbruck ansässige BM Green Cooling GmbH beispielsweise sorgt in Deutschland und Europa dafür, dass es in Rechenzentren nicht zu heiß hergeht. Dafür setzt das Unternehmen auf die derzeit energieeffizientesten Technologien, darunter direkte Rackkühlung oder Energiesparklimaschränke. Im Bereich Kaltwassererzeugung und Rückkühlung nutzt der Microsoft-Kunde spezielle Techniken wie Geothermie sowie direkte- und indirekte freie Kühlung. Für seine Lösungen bekam BM Green Cooling schon 2011 – zwei Jahre nach Gründung – den Deutschen Rechenzentrumspreis.

(Noch) Mehr Energieeffizienz durch die Microsoft Cloud
Bei der Entwicklung seiner neuartigen Kühltechnologien hilft dem Unternehmen Technik aus der Cloud, also: Rechenzentrumstechnologie. Mit dem kürzlich erfolgten Umstieg auf Microsoft Exchange Online und der Nutzung von Office 365 erreicht BM Green Cooling eine deutliche Verbesserung bei der ortsunabhängigen Zusammenarbeit der Mitarbeiter in verschiedenen Niederlassungen und Projekten. Im Zuge dieser Modernisierung verzichtet das Unternehmen auf lokale E-Mail-Server und setzt stattdessen auf Cloud-Lösungen von Microsoft, technologisch betreut von unserem Microsoft Partner Hahn IT.

Microsoft spielt „Rechenzentrum versenken“
Übrigens: Auch Microsoft arbeitet daran, Rechenzentren energieeffizienter zu machen. Dafür hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung Microsoft Research im vergangenen Jahr ein komplettes Rechenzentrum im Meer versenkt. Das „Project Natick“, das kalte Meerwasser zur Kühlung von Datenzentren nutzt, sorgte damals für großes Aufsehen. Die Zukunftspläne des Projekts gehen sogar noch einen Schritt weiter: Der Strom für das Rechenzentrum soll in Zukunft aus den Meereswellen gewonnen werden.

Ich finde solche Stories super spannend! Denn sie zeigen, dass technologischer Fortschritt und Ökologie kein Gegensatz, sondern zwei Seiten derselben Medaille sein können und bereits sind. So ist die Cloud nicht nur ein Teil des Problems, sondern gleichzeitig auch wesentlicher Bestandteil der Lösung. Genial!

 

Ein Beitrag von Christoph Heiming
Direktor Partnergeschäft und Entwicklung bei Microsoft Deutschland

Christoph Heiming

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