Produktivität neu definieren


Von Dr. Christian P. Illek

An der Schwelle zum neuen Jahr begleitet uns eine Gewissheit: Unser aller Leben wird noch stärker von digitalen Technologien geprägt. Megatrends wie Cloud Computing, das mobile Internet, Social Communications, Big Data oder das Internet der Dinge verändern unser Leben substanziell. Wir bewegen uns von einer Welt, in der Rechenleistung begrenzt war, zu einem Ort, in der sie fast endlos verfügbar ist. In dieser neuen Welt sind schon bald mehr als drei Milliarden Menschen miteinander vernetzt. In dieser Welt explodiert die Zahl der Gerätetypen, Formen und Größen. Diese Welt ist eine „Mobile-first und Cloud-first“-Welt, in der sich Mobile und Cloud nicht voneinander trennen lassen, weil sie zwei Seiten der gleichen Medaille sind: Mobile Geräte sind weitgehend uninteressant ohne die Cloud. Die Cloud ohne mobile Anwendungen ist ungenutztes Potenzial. Aber wenn beide zusammenkommen, entstehen unbegrenzte Möglichkeiten. Bis 2018 werden weltweit voraussichtlich rund zwei Milliarden Menschen Cloud-basierte Anwendungen auf ihren mobilen Endgeräten nutzen.

Produktivität bedeutet auch das bessere Erlebnis

Diesen Wandel begleiten wir bei Microsoft in all seinen Facetten und treiben ihn aktiv voran. Wir bieten Plattformen und Lösungen für das mobile Internet, für die Cloud, für Social Media, für Big Data und für das Internet der Dinge – also für alle großen Innovationstreiber. Wir decken die komplette Bandbreite an Technologien von der Produktions- und Unternehmens-IT bis hin zu Geräten und Services für Konsumenten ab. Und wir haben ein Ziel: Wir wollen Menschen und Unternehmen produktiver machen. Produktivität klingt nach Anstrengung und spaßbefreit. Doch Produktivität bedeutet für uns in Zukunft mehr als Effizienz. Produktivität bedeutet für uns auch das bessere Erlebnis bei der Art und Weise wie wir unsere alltäglichen Dinge erledigen. Bilder und Dokumente teilen, Musik hören, unser zu Hause vernetzen.

Nicht wir müssen uns auf die Technik einstellen, die Technik folgt dem Menschen.

Technologien werden intelligent genug sein, um unsere Absichten zu erkennen und Aufgaben sinnvoll zu priorisieren. Weil Werkzeuge nicht nur verstehen, was wir tun, sondern auch warum wir es tun. Ich persönlich nutze Clutter, um mein Postfach aufzuräumen, und OneNote, um Ideen und Notizen aufzunehmen, zu speichern und mit anderen zu teilen. Die neue Office-Anwendung Delve hilft uns, Informationen noch besser zu organisieren. Sie basiert auf dem selbstlernenden Algorithmus Office Graph, der selbstständig verschiedene Quellen analysiert, vernetzt und sie übersichtlich darstellt. Kurzum, wir müssen Informationen nicht mehr suchen, die Informationen finden uns. Wir werden produktiver, weil Technik so funktioniert, wie wir sie nutzen wollen und wir sie mit unserer Stimme, durch Berührung und natürliche Bewegungen steuern können. Weil wir die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine kaum noch wahrnehmen und Technik natürlich, intuitiv – und auf ganz neue Art produktiv – nutzen können.

Windows ist Plattform und Maßstab für digitale Produktivität

Immer mehr Innovationen entstehen, auch weil Zusammenarbeit jederzeit, überall und auf allen Geräten möglich ist. Die neue Mobilität verschafft uns nicht nur physisch sondern auch geistig mehr Beweglichkeit und Bewegungsfreiheit. Weil uns Zeit, Raum und Gerätegrenzen nicht mehr einengen, werden wir mental beweglich und gedanklich frei. Jenseits von unserer persönlichen Leistungsbereitschaft, jenseits von der Effizienz, mit der wir unsere Aufgaben erledigen, jenseits vom konkreten Ergebnis, das wir am Ende erzielen, wird Produktivität zum kollektiven Erlebnis.

Mit Satya Nadella an der Spitze hat sich Microsoft im vergangenen Jahr als „Productivity and Platform Company“ neu aufgestellt. Microsoft ist heute in der einzigartigen Position, die zahllosen Geräte, Apps, Dokumente, Daten und sozialen Netzwerke dieser Welt in Einklang zu bringen und zu einer digitalen Erfahrung sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld zusammenzubinden. Windows ist Plattform und Maßstab für digitale Produktivität. Windows 10 wird das umfassendste und stimmigste Nutzererlebnis für unser digitales Arbeits-und Privatleben über alle Bildschirmgrößen liefern. Unser Cloud OS vereint digitale Trends wie Big Data, Bring Your Own Device und Remote Access zu einer Strategie mit einer zentralen Plattform.

Wir setzen konsequent auf Interoperabilität und Zusammenarbeit

Microsoft hat sich 2014 neu aufgestellt – und sich auf vielfältige Art geöffnet – dem Markt, den Kunden und dem Wettbewerb. Dazu gehört eine ganze Reihe strategischer Partnerschaften, die wir in diesem Jahr auf den Weg gebracht haben: Mit IBM, SAP, Salesforce und Dropbox gehen wir bei Cloud, Daten und Mobilität gemeinsame Wege. Mit KPMG bringen wir Cloud und Compliance in Einklang. Mit Accenture bauen wir gemeinsame Plattformen für die Hybrid Cloud. Dazu gehört auch, dass wir konsequent auf Interoperabilität mit anderen Plattformen und Systemen setzen. So bieten wir seit diesem Jahr Office für fast alle Geräte und Systeme an, darunter für iPad und iPhone, demnächst auch für Android-Geräte. Unsere Kunden können frei wählen, welche Geräte sie wann, wo nutzen wollen. Dazu gehört auch, dass wir der Open Source-Community viele wichtige Werkzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt haben, um möglichst vielen Entwicklern Zugang zu unseren Plattformen zu geben. Erst vor wenigen Wochen haben wir unser komplettes .NET Framework geöffnet. Inzwischen laufen schon mehr als 350.000 Open-Source-Projekte auf Windows und umgekehrt ein Fünftel aller Microsoft Azure-Anwendungen auf der Basis von Linux. Und dazu gehört auch, dass wir Windows 10 noch vor dem Launch zusammen mit unseren Nutzern verbessern. Rund 1,5 Millionen IT-Profis weltweit haben Testversionen von Windows 10 installiert, 450.000 nutzen sie intensiv und liefern uns täglich wertvolles Feedback.

Wir sind näher am Markt und an unseren Kunden denn je

Microsoft ist heute näher am Markt und an seinen Kunden denn je. Auch hier in Deutschland sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Kunden bei allen Herausforderungen der digitalen Transformation zu unterstützen.Wir begleiten sie auf ihrem Weg in die Cloud, wir helfen ihnen, Big Data in Smart Data zu verwandeln und wir treiben gemeinsam mit ihnen die vierte industrielle Revolution voran. Deutschand hat die besten Voraussetzungen, um beim Thema Industrie 4.0 eine führende Rolle zu spielen. Allein in den sechs Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobil, Chemie, Landwirtschaft und ITK erwartet der Branchenverband BITKOM bis 2025 ein zusätzliches Wertschöpfungspotential von 78 Milliarden Euro durch Industrie 4.0-Technologien. Dieses Potential wollen wir zusammen mit unseren Partnern und Kunden heben – die Weichen dafür haben wir bereits gestellt.

 

Christian P. Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Area Vice President International


 

 


Comments (2)

  1. markus sagt:

    Hallo! Gibt es zu den Bitkom Zahlen eine Quelle? VG, Markus

  2. Hallo Markus,

    die Zahlen basieren auf der Studie "Industrie 4.0" des BITKOM und finden sich u.a. hier
    http://www.bitkom.org/de/themen/74736_79154.aspx bzw. im entsprechenden PDF-Dokument unter
    http://www.bitkom.org/files/documents/Studie_Industrie_4.0.pdf wieder.

    Schöne Grüße aus München
    Microsoft Presse

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