PHONE HOME – wie Microsoft hilft, interkulturelle Begegnungen auf die Bühne zu bringen


„Nach Hause telefonieren!“ – dieser Ausspruch des Außerirdischen E.T. war nach dem Erfolg des gleichnamigen Films in den Achtziger Jahren weithin bekannt. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, ist dieser Ausruf in Zeiten der Flüchtlingskrise präsenter denn je. Das Smartphone wird für viele Menschen auf der Flucht zum wichtigsten Gegenstand, der Orientierung, Information und den Kontakt zu den Angehörigen ermöglicht.

Nicht von ungefähr kommt daher der Name des internationalen und interkulturellen Theaterprojekts PHONE HOME. Die Produktion des Pathos Theaters München in Kooperation mit dem Upstart Theatre in London und dem Theater Highway Production in Athen befasst sich mit der Thematik der Kommunikation von Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und in Europa ein neues Leben beginnen.

Interkulturelle Theaterworkshops mit Geflüchteten und Nichtgeflüchteten sowie eine daran anknüpfende künstlerische Recherche sollen die Kommunikation über sprachliche Grenzen hinweg erfahrbar machen und sie in den Mittelpunkt einer länderübergreifenden Theaterproduktion stellen.

 

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In München nahmen über einen Zeitraum von mehreren Monaten knapp 380 Personen an insgesamt 23 Workshops teil: von der Vierjährigen aus Afghanistan über die 20-Jährige Syrerin bis zum siebzigjährigen Münchner – das Teilnehmerspektrum hätte kaum vielfältiger sein können.

 

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In jedem Workshop wurde trotz Sprachbarrieren und Verständnisschwierigkeiten spielerisch, künstlerisch und kreativ ein gemeinsames Miteinander und kommunikative Begegnungen geschaffen. Oft fand sich nur mühsam eine gemeinsame Sprache, doch umso besser verstand man sich mit Händen und Füßen. „Sobald man beginnt, Theater als gesellschaftlichen Kommunikationsprozess zu begreifen, der nicht an Gebäude oder bildungsbürgerliche Riten gekoppelt ist, wird nichts wichtiger als der immer neue Versuch, mit Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Michael Sommer, der als Artistic Director den deutschen Teil von PHONE HOME für das Pathos München leitet.

 

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Aktuell befindet sich PHONE HOME – nach mehreren Monaten des Workshopangebots – nun in der Schaffens- und Produktionsphase. Denn am Ende des gesamten Projekts im Oktober stehen zehn Theateraufführungen, realisiert von professionellen Schauspielern. Sie werden die Eindrücke, Gefühle, Erfahrungen aus den Workshops mit Inhalten aus der Recherche zu einem Theaterstück verbinden und ein Mosaik aus vielen kleinen Inhalten auf die Bühne bringen. Der Clou: das Stück wird jedes Mal in München, London und Athen gleichzeitig aufgeführt – vernetzt durch Microsoft. Möglich wird das durch die Online-Kommunikationsanwendung Skype, die über Videotelefonie eine stetige Verbindung zwischen allen Bühnen schafft und die drei Aufführungen zu einer gemeinsamen zusammenführt. Damit gibt auch die Konzeption des Theaterprojekts selbst die Kommunikation über Ländergrenzen wider. Noch ist die letztendlich darin erzählte Geschichte mitten im Entstehungsprozess und der genaue Inhalt des Theaterstücks unbekannt. Nur eines kann mit Sicherheit verraten werden: PHONE HOME wird ähnlich berührend und mitreißend wie damals, als ein kleiner Außerirdischer versuchte nach Hause zu telefonieren.

 

 

Ein Beitrag von Stefanie Däubler
Trainee Business & Consumer Communications – Digital Workstyle

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