#OutofOffice: Warum neue Wissensarbeit der Motor für das digitale Wirtschaftswunder und die Industrie 4.0 ist



Im August 2014 feierten wir den 25. Geburtstag von Microsoft Office. Das war ein besonderer Moment. Denn wir reden mit Office jetzt über genau das, was wir uns seit Jahren wünschen – ein Werkzeug zur Produktivitätssteigerung für Wissensarbeiter.

Mit diesen Worten beginnt das Kapitel „Technologie“ im Buch „Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“, das ich zusammen mit meiner Kollegin Elke Frank geschrieben habe. Wir haben das Buch mit der Absicht verfasst, die Büroarbeit der Zukunft neu zu definieren.


Die Revolution im Büro ist Teil einer gesamtgesellschaftlich notwendigen digitalen Transformation. Microsoft Deutschland hat das im März auf der CeBIT 2015 zur Diskussion gestellt: „Heute, im Jahr 2015, haben wir die Chance auf ein neues Wirtschaftswunder – angeschoben und vorangetrieben mit der Kraft digitaler Technologien: Das Digitale Wirtschaftswunder ist zum Greifen nah.“

Für den traditionell starken Industriestandort Deutschland spielt naturgemäß die Digitalisierung der Fertigungstechnik unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ eine zentrale Rolle. Aber Industrie 4.0 wird ohne die Revolution der Büroarbeit nicht stattfinden. Das Fraunhofer IAO hat bereits 2013 in der Leitstudie „Produktionsarbeit der Zukunft – Industrie 4.0 (PDF)“ festgestellt, dass sich die digitale Transformation nicht in den Fertigungshallen vollzieht, sondern in den Führungsetagen:  Der entscheidende Faktor für das digitale Wirtschaftswunder ist das Zusammenspiel von Fertigung und Wissensarbeit. Die Zusammenarbeit von Menschen mit Menschen, Menschen mit Maschinen und Maschinen mit Maschinen ist der wirkliche Kern der digitalen Transformation.

Moderne Büroarbeit ist ein Vorbild für Industrie 4.0: Die Protagonisten in den und außerhalb der Büros zeigen, dass die durchgehende Digitalisierung von Prozessen funktioniert, weil vernetzte Wissensarbeiter produktiver sind. Die Revolution im Büro ist also nicht nur nötig, weil Wissensarbeiter flexibles und vernetztes Arbeiten einfordern, um Berufs- und Privatleben besser vereinen zu können. Sie ist Voraussetzung und zugleich Teil der digitalen Transformation.

In unserem Buch haben wir deshalb die notwendigen und gewünschten Änderungen der Wissensarbeit auf dem Weg zu einem neuen digitalen Wirtschaftswunder zum zentralen Thema gemacht. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat kürzlich dazu eine Debatte gestartet: „Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler und flexibler sein.“ Das ist genau das, was Elke Frank und ich in unserem Buch sagen.

Um die Diskussion um die digitale Transformation in der Fertigungstechnik („Industrie 4.0“) und der Arbeitsorganisation („Arbeit 4.0“) zusammenzuführen, habe ich den Begriff „Produktivität 4.0“ geprägt. Ich verstehe darunter Technologien, die Wissensarbeiter in ihrer Kernwertschöpfung unterstützen: dem Lösen von Problemen. Technologie hilft dabei in drei Feldern: bei der effizienten Zusammenarbeit im Team, bei effektiver und barrierefreier Kommunikation und – durch intelligente digitale Assistenten – bei der Umwandlung von Daten in Wissen.

Mit Office 365 haben wir den Schritt zu Produktivität 4.0 vollzogen. Im Kern unserer Technologie stehen wissensbasierte digitale Assistenten. „Delve“, das auf der Basis von Office Graph unsere Dokumente sortiert und dabei aus unserem Verhalten lernt, ist die erste dieser „intelligenten“ Anwendungen. „Clutter“, das uns beim Aufräumen unseres überquellenden Posteingangs hilft, eine weitere. Und das ist nur der Anfang.

Elke Frank und ich haben den 25. Geburtstag von Office zum Anlass genommen, das Thema „Wissensarbeit und Produktivität 4.0“ ausführlich zu beleuchten. Für uns führt die Neugestaltung der Arbeitswelt über die Aspekte Mensch, Ort und Technologie – und zwar nur in der Berücksichtigung aller drei Aspekte.


Es war und ist für mich eine extrem spannende und bereichernde Reise, diesen ganzheitlichen Blick auf dieses zentrale Thema zu richten. Bei der Arbeit für das Buch habe ich gelernt, wie eng verzahnt diese Aspekte sind. Ich habe verstanden, dass eine Neugestaltung der Arbeit nur durch gemeinsames Handeln in den unterschiedlichen Feldern erreicht werden kann. Ich lade Euch ein, mit der Lektüre des Buches* diese Reise gemeinsam mit Elke Frank und mir zu unternehmen. Und freue mich auf Euer Feedback - gerne in den Kommentaren oder auf Twitter unter @ThorHuebschen.

 

 

 

 

 

Thorsten Hübschen (@ThorHuebschen)
Business Group Lead der Microsoft Office Division

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* Das Buch „Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“ ist über den Buchhandel sowie direkt über den Redline-Verlag erhältlich. Weitere Informationen sowie Diskussionsbeiträge zur Debatte um das neue Arbeiten finden Sie unter http://www.arbeitneuerfinden.de/, auf Instagram unter @Microsoftdeutschland, auf Twitter unter @MicrosoftPresse sowie dem Hashtag #OutofOffice.

Comments (1)

  1. Anonymous sagt:

    Nicht erst seit dem Manifest für das Neue Arbeiten oder der Einführung des Vertrauensarbeitsortes

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