Studie bestätigt: Handschriftliche Notizen fördern das Lernen


Schnell eine Notiz zum Unterrichtsstoff machen oder ganze Vorlesungen mitschreiben – dafür geht in Klassenzimmern und Universitäten der Trend mehr und mehr zu Tablets und Notebooks. Eine neue Studie der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) bestätigt jedoch: Beim handschriftlichen Notieren können die Informationen besser gemerkt werden als beim Tippen.

Bereits im Januar 2017 hatte eine Studie derselben Universität gezeigt, dass sich das handschriftliche Eingeben von digitalen Notizen deutlich besser zur Informationsaufnahme eignet, als die bloße Verwendung der Tastatur. Nun hat eine weitere Studie aus dem Bereich Hirnforschung bestätigt, dass handschriftlich verfasste Notizen förderlicher für das Lernen sind als solche, die mit der Tastatur erstellt wurden.

Besserer Lerneffekt durch mehr Gehirnaktivität

Durchgeführt wurde die Studie von zwei erfahrenen Experten aus dem Bereich Hirnforschung, Audrey van der Meer und F.R. (Ruud) van der Weel, die auf Basis ähnlicher Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie neugierig wurden, was dabei im Gehirn genau passiert. Ergebnis ihrer Arbeit ist der erste elektrophysiologische Nachweis, dass sich das Gehirn beim Schreiben und Malen mit dem Stift anders verhält als beim Tippen auf einer Tastatur. Explizit waren bei der Verwendung eines Stifts tieferliegende Bereiche des Gehirns aktiv, die nachweislich zu einem effektiveren Lernen beitragen. An der Studie, die von Microsoft unterstützt wurde, hatten 20 Studierende teilgenommen, deren Hirnsignale mithilfe von über 250 Sensoren gemessen und im Anschluss analysiert wurden.

Zurück zu Stift und Papier?

Auf Basis der Ergebnisse raten die Forscher nun, in Schulen, Universitäten und auch Business-Meetings wieder stärker den Fokus auf handschriftliches Notieren zu legen. Denn „ein Stift erlaubt, Wichtiges hervorzuheben, Seitennotizen zu machen, gewisse Stellen mit Symbolen zu versehen“, so van der Meer. Dabei muss jedoch keinesfalls auf die Vorzüge digitaler Notizen verzichtet werden. Tablets und Notebooks, die mit Windows Ink die Freihandeingabe unterstützen, ermöglichen eine Kombination der Vorzüge des traditionellen handschriftlichen Schreibens mit den Technologien des 21. Jahrhunderts. Denn durch digitale Eingabegeräte wie den Surface Pen können Notizen und Skizzen digital festgehalten, gespeichert und unbegrenzt geteilt werden, wobei zugleich der positive Lerneffekt zum Tragen kommt.


Ein Beitrag von Sydney Loerch
PR/Communications Intern

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