Nachklapp NEXT Workshop: Wie kommen wir Wissensarbeiter zu einer neuen Art des Arbeitens?


Innovationen in gesättigten Märkten lassen sich laut der Blue Ocean Strategie von W. Chan Kim und Renée Mauborgne mit vier einfachen Fragen anregen:

  • Was machen wir nicht mehr?

  • Was machen wir weniger?

  • Was machen wir mehr?

  • Was machen wir neu?

Da ich behaupte, dass unser Bedürfnis nach dem klassischen Büro mit der Stempeluhr, Dresscodes und starren Hierarchien gesättigt ist, habe ich die vier Fragen auf der NEXT gestellt: Wie kommen wir Wissensarbeiter zu einer neuen Art des Arbeitens?


Zusammen mit den Köpfen in unserer Session ‚Ways we work‘ im Track ‚How we will work‘ haben wir gemeinsam Antworten gesucht. Das Ergebnis ist erstaunlich kohärent: Es berührt vor allem Mails, den Umgang miteinander und flexible Arbeitszeiten wie -orte.


Wenn ich mir unsere Flipcharts, die wir in Hamburg beschrieben haben, anschaue, teilen wir durchaus ein starkes Bedürfnis nach Entgrenzung der alten Formen und Abschaffung der überkommenden Tools. So würde ich es jedenfalls zusammenfassen. Oft kam der Vorschlag zu einer E-Mail Alternative oder die Inbox smarter zu machen. Wir benötigen neue Wege, um Wissen zu teilen. Auf die Frage, was machen wir neu, sticht eine Antwort mit Ausrufezeichen heraus: Denken!


Weniger ist mehr

Das Reflektieren über den nächsten zielgerichteten Schritt im Projekt, für die eigene Gründung oder im Teammeeting begreifen wir alle als Schlüssel zu einer neuen Produktivitätsformel (Video), die uns mehr Zeit schenkt und Stress nimmt.  Diesen Ansatz möchte ich weiterverfolgen. Wie funktioniert also die Innovation in unserem Büroalltag, den wir in so vielen Facetten satthaben? Mein Versuch beginnt mit vier Schritten, die mir mehr Freiraum und gleichzeitig auch eine feste Struktur im flexiblen Alltag geben soll:

  • Nicht mehr: 50 Prozent weniger Zeit in der Inbox: E-Mail für die externe Kommunikation, Yammer als pragmatisches Netzwerk für intern, mehr Luft zum Denken.

  • Weniger: 30 Prozent meiner Zeit in Meetings kürzen: Ich möchte mehr Zeit denken und strukturieren, statt als Präsenzleiche anwesend zu sein. Nicht alle Meetings sind so, aber immer noch zu viele. Mein Ziel: Ich möchte am Ende schneller und effektiver zum Ergebnis kommen. Daher sage ich jetzt öfter ‚Nein Danke, ihr kommt auch ohne mich aus'.

  • Mehr: Die 100 Prozent Regel – jeden Morgen mit einem Lächeln los: Nicht so sehr weil ich meinen Job so liebe (vielleicht auch), sondern weil ich das Lächeln gerne zurück haben möchte. Den Anfang macht ein lautes ‚Guten Morgen‘ – egal ob die S-Bahn Verspätung hatte, der Regen in die Schuhe gelaufen ist oder der Grüne Tee aus ist. Auch wenn ich unterwegs bin oder aus dem Home Office starte, ein Lächeln für den Tag muss sein.

  • Neu: Dediziert Zeit zum Reflektieren nehmen.


Damit liegen die nächsten Schritte bei mir. Nicht alles wird immer gleich gut klappen. Wenn ich meinen Innovationsgeist wie mein Bedürfnis, von überall aus arbeiten zu können, behalten will, muss ich die passende Umgebung für mich einfordern. Wer mir dafür nicht die richtigen Werkzeuge gibt (ich denke da an Office 365, Yammer und Skype for Business), den nötigen Freiraum lässt und das Vertrauen schenkt, passt nicht zu mir – und dem, was ich erreichen will.

 

 

 

 


Ein Beitrag von Diana Heinrichs (@dianatells)
Communications Manager Digital Workstyle bei Microsoft Deutschland

 

 

 

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