Microsoft Data Insights Summit: Power BI Premium und weitere Lösungen für die intelligente Nutzung von Daten


Mit dem Microsoft Data Insights Summit in der vergangenen Woche in Seattle haben wir uns gezielt an Spezialisten gewandt, die Daten nutzen wollen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und/oder bestehende Modelle zu transformieren, bestehende Prozesse oder den Kundenservice zu verbessern. Auf dem Summit wurden neue Lösungen und Produkte präsentiert.

Die erste herausragende News ist die Ankündigung der Verfügbarkeit von Power BI Premium. Damit führt Microsoft eine Variante von Power BI ein, die passgenau auf unterschiedliche Nutzerszenarien zugeschnitten ist, z. B. benötigen nur die Autoren von Geschäftsberichten eine eigene Lizenz, die Empfänger nicht mehr. Damit gewinnen Kunden deutlich mehr Flexibilität, um ihre Reports ab sofort breit im Unternehmen sowie extern teilen zu können.

Gleichzeitig erhalten Unternehmen die Möglichkeit, die Kapazitäten von Power BI Premium an ihre individuellen Anforderungen anzupassen: Ab sofort können sie zwischen drei Versionen wählen, die sich in der Anzahl virtueller Kerne und Speichergrößen unterscheiden: 4 Kerne / 25 GB RAM (P1), 8 Kerne / 50 GB RAM (P2) und 32 Kerne / 100 GB RAM (P3). Damit vermeiden Organisationen teure Überkapazitäten und erhöhen gleichzeitig die Flexibilität beim Einsatz von Power BI Premium.

Über Power BI Apps lassen sich Web- und Online-Anwendungen programmieren. Die Anwendung vereinfacht die Vergabe von Freigabe- und Nutzungsrechte an einzelne Gruppen – über alle mobilen Geräte und Desktop-Computer hinweg.

Der ebenfalls in Seattle vorgestellte Power BI Report Server ermöglicht es, interaktive Reportings auf lokalen Rechnern (On-Premises) zu erstellen und zu versenden. Der Download von Power BI Report Server ist ab sofort möglich. Kunden der SQL Server Enterprise-Edition mit aktiver Software Assurance (SA) verfügen bereits über die Rechte, Power BI Report Server über die SA-Berechtigung bereitzustellen.

Mehr Details zu den Neuerungen bei Power BI Premium lest ihr hier oder erfahrt ihr im Rahmen eines Webinars am 28. Juni 2017.

Neben der flexiblen Variante von Power BI hat Microsoft im Rahmen seines Data Insights Summit weitere Neuheiten und Kooperationen angekündigt. Hier der Überblick:

  • Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) startet ein Pilotprogramm mit Power BI, wie Microsoft Corporate Vice President Frank X. Shaw am vergangenen Mittwoch bekannt gab. Damit will die Agentur ihren Medienkunden neue Möglichkeiten anbieten, Daten in der weltweiten wie lokalen Berichterstattung zu nutzen. Auf dem Data Insights Summit war ein Beispiel für datenbasierten Journalismus zu sehen: Am Abend zuvor fanden in Virginia die Vorwahlen für das Gouverneursamt des US-Staates statt; die Auswertung der Vorwahl bei AP mit Power BI ist hier zu sehen.
  • Esri, weltweit führender Anbieter von geografischen Informationssystemen (GIS), über die Daten auf Landkarten projiziert werden können, hat in Seattle die Integration solcher Landkarten in Power BI Pro und Power BI Desktop bekanntgegeben. Damit können Autoren und Analysten ab sofort Daten neben Bing Maps auch mit den ArcGIS Maps von Esri visualisieren und für räumliche Analysten nutzen. Weitere Informationen findet ihr auf dem Microsoft Blog.

 

  • Die Public Preview der Azure Analysis Services wird ab Juli 2017 verfügbar sein und ermöglicht eine neue, webbasierte Datenmodellierung. Für Anwender wird es damit noch einfacher, aus ihren in Azure SQL Data Warehouse gehosteten Daten semantische Modelle zu entwickeln oder bestehende Datenmodelle aus einer Power-BI-Desktop-Datei zu importieren und weiterzuentwickeln.
  • Der im Rahmen unserer Entwicklerkonferenz Build 2017 angekündigte Multi-Model-Datenbank-Service Azure Cosmos DB kann künftig auch CLI-Befehle („Call Level Interface“) nutzen. Diese Art der Anweisungen wird verwendet, um aus anderen Anwendungen heraus Datensätze in relationalen Datenbanken zu erstellen, zu lesen, zu aktualisieren oder zu löschen. Der CLI-Support ist als Public Preview gestartet, Beispiel-Skripte findet ihr hier.
  • Ebenfalls zunächst als Public Preview unterstützen die Azure SQL Analytics das Management und Monitoring von Azure SQL-Datenbanken und vereinfachen damit die Überwachung der Leistungs- und Nutzungsdaten. Auch das Sammeln verwandter Azure SQL-Metriken, die Suche gespeicherter Telemetrie-Daten sowie die Visualisierung von Abfrage-Ergebnissen ermöglicht Azure SQL Analytics. Die Lösung ist als Teil von Insight & Analytics in der Microsoft Operations Management Suite verfügbar.
  • Pools für elastische SQL-Datenbanken sind eine einfache und kostengünstige Lösung zum Verwalten und Skalieren mehrerer Datenbanken mit variierenden und unvorhersehbaren Anforderungen. Die Datenbanken nutzen gemeinsam eine definierte Anzahl von Ressourcen (elastische Datenbanktransaktionseinheiten, Elastic Database Transaction Units, eDTUs) zu einem festen Preis. Pro Azure SQL-Datenbank erhöht sich diese Zahl von Ressourcen nun auf bis zu 3.000 eDTUs. Weitere Infos dazu findet ihr auf dem Azure Blog.

 

  • Das Microsoft Cognitive Toolkit ermöglicht die Entwicklung und das Training eigener neuronaler Netze. Die 2.0-Version des Toolkits, früher unter dem Namen CNTK bekannt, ist nun für Produktions-Workloads verfügbar und für jeden frei als Open-Source über GitHub nutzbar: ms/CognitiveToolkit.


Ein Beitrag von Nadine Juric, Business Lead Data Insights bei Microsoft Deutschland

 


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