KfW-Gründungsmonitor 2015: Gründer sind Vorbilder für die digitale Transformation und fordern den Mittelstand heraus


„Eine Volkswirtschaft profitiert von einem regen Gründungsgeschehen“, heißt es im KfW-Gründungsmonitor 2015, „denn Gründer fordern etablierte Unternehmen ständig aufs Neue heraus und halten diese so unter permanentem Effizienz- und Innovationsdruck“. Das Gründen neuer Unternehmen hat Konjunktur in Deutschland: 915.000 Personen haben sich im vergangenen Jahr selbständig gemacht – 47.000 mehr als noch 2013. Doch es sind nicht nur diese erfreulichen Zahlen, die Hoffnung für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland machen. Zwei weitere Faktoren finde ich bemerkenswert:


Qualifizierte Frauen prägen die Gründerszene in Deutschland

Frauen nehmen bei Gründungen einen Spitzenplatz ein. „Wie im Vorjahr machten 2014 Selbstständigkeiten von Frauen 43 % aller Existenzgründungen aus“, heißt es dazu im Gründungsmonitor. Diese hohe Quote spiegelt die „überproportional gestiegene Erwerbsneigung von Frauen“ wider, so der Bericht.

Und die Gründer des Jahres 2014 sind durchweg qualifizierter als ihre Vorgänger. Der Anteil von Gründern mit akademischer Ausbildung ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte auf 49 Prozent gestiegen. „Dies“, so der Gründungsmonitor unmissverständlich, „ist vorrangig auf die stärkere Gründungsbeteiligung besser qualifizierter Frauen zurückzuführen.“


Gründer sind digitale Vorreiter – und Vorbilder!

Neben diesen Fakten aus dem KfW Gründungsmonitor kann ich aus meiner eigenen Tätigkeit bei Microsoft als Strategy Lead für Office 365 für KMU einen dritten spannenden Aspekt hinzufügen: Gründer bereichern unsere Gesellschaft mit neuen Produkten und Dienstleistungen. Und sie sind auch Vorreiter der digitalen Transformation, die gerade für das Rückgrat unserer Volkswirtschaft, den Mittelstand, so wichtig ist und die über ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft entscheidet.

Zugegeben: Start-ups haben es leichter, digitale Vorreiter zu sein. Denn sie schleppen keine Altlasten und überholten Infrastrukturen mit sich herum, die ältere Unternehmen oft hindern und den Umstieg zu neuen Technologien aus der Cloud erschweren.

Gerade deshalb können Gründer Vorreiter und (digitale) Vorbilder sein: Sie zeigen mit Cloud-Technologien und neuen, selbstverständlichen Formen für die Zusammenarbeit, wie moderne Unternehmen ohne starre Hierarchien funktionieren. Überdurchschnittlich viele junge Unternehmen wie beispielsweise Kisura, FlixBus oder Dark Horse Innovation Berlin setzen auf die Microsoft-Cloud, weil sie keine Notwendigkeit sehen, eine eigene Infrastruktur aufzubauen, die am Ende doch zu klein, zu träge und zu unflexibel ist.


Gründer fordern den Mittelstand heraus

Wer gründet, will etwas bewegen – kann das mit IT aus der Vorzeit funktionieren? Viele Gründer organisieren die Arbeit ihrer Mitarbeiter so, wie sie es sich als Selbständige vorstellen: mobil, ortsunabhängig und vernetzt. Auch dieser produktive wie vertrauensvolle Umgang miteinander, finde ich, ist ein Vorbild für andere Unternehmen auf der Suche nach ihrem Einstieg in die digitale Transformation.

„Gründer fordern etablierte Unternehmen heraus“ – damit habe ich zum Einstieg meines Blog Posts den Gründungsmonitor der KfW zitiert. Ich bin gespannt darauf, wie der Mittelstand diese Herausforderung annimmt.

 


Ein Beitrag von Marina Treude (@marymicrosoft)
Strategy SMB Lead Office 365 bei Microsoft Deutschland

 

 

Comments (1)

  1. Interessant. Gründer haben keine andere Wahl als Vorreiter zu sein.

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