Internetkonferenz #dld15: Ein Vorbote auf die digitale Transformation in Deutschland?




Sind wir Deutschen nicht dafür bekannt, das Glas eher halb leer als halb voll zu sehen? Wenn sich der DLD (Digital Life Design), eine Konferenz von Hubert Burda Media, selbstkritisch erst am Anfang der digitalen Transformation sieht, scheint nichts überzuschäumen. Und doch behaupte ich nach 18 Stunden Paneldiskussionen, Unternehmenspräsentationen und Gesprächen, dass etwas in der Luft liegt. Es fühlt sich so an, als schrauben viele an einem europäischen Weg der digitalen Transformation – technologisch, regulatorisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Nicht mit dem einzelnen Kopf durch die Wand. Eher ein  Schulterschluss. Folgende drei Thesen nehme ich deshalb vom DLD mit:

(1) Es geht um Partizipation.


Am Sonntag fragte US Investor Joe Schoendorf: "Was machen wir mit all den Leuten, deren Jobs wir ersetzen?" Dass Technologie sowohl unsere Wirtschaft als auch unsere Gesellschaft verändert, ist mit WhatsApp, Skype Translator oder Fitness Bändern offensichtlich. Nur wie wirkt der digitale Wandel für eine Gesellschaft als Ganzes eher einladend als ausschließend? Dafür kehrt auf dem DLD der Gedanke an offene Plattformen, die über alle Grenzen und Geräte hinweg laufen, wieder und wieder. Arianna Huffington drückt es so aus:


 

(2) Wir wollen und brauchen mehr menschliche Nähe – Technologie ist ein Hebel, der uns hilft, uns auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren.

Für Nirav Toilia, CEO und Gründer von nextdoor, beginnt diese Nähe in der Nachbarschaft. So hat er mehr als 50.000 Gemeinschaften in den USA gebildet, die sich von Tür zu Tür austauschen. Dieser Gedanke treibt uns, wenn wir an den Wissensarbeiter im Büro denken. Wie durchbrechen wir hier den Mikrokosmos einzelner Abteilungen und vernetzen sie besser mit anderen Teams? Eine unserer Antworten nennt sich Yammer, eine andere Skype for Business bzw. Lync – vom physischen Meeting Raum bis hin zum Home Office.


(3) Wir, die Wirtschaft, sind in der Pflicht, den Wandel verantwortungsvoll mitzugestalten.


So waren auf dem DLD viele Thesen nicht neu – doch alle Akteure der digitalen Wirtschaft sehen sich in der Pflicht, nicht einfach mit dem Code in der Hand nach vorn zu preschen. Es braucht viele Erklärungen auf unterschiedlichen Bühnen, starke Netzwerke und vertrauensvolle Meinungsführer, die die Veränderung für jeden einzelnen greifbar und mitgestaltbar machen. Eines dieser Netzwerke spiegelt der Microsoft New Work Style Hub wider.

Nach drei Tagen DLD bin ich jedenfalls optimistisch, dass das Glas für die digitale Transformation in Deutschland halb voll ist.

 

 

Ein Beitrag von Diana Heinrichs (@dianatells)
Communications Manager Digital Work Style bei Microsoft Deutschland

 

 

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