Individuelle Aufklärung für mehr IT-Sicherheit


Bei 60 Prozent der deutschen Internetnutzer besteht ein erhöhter Aufklärungs- und Unterstützungsbedarf für den sicheren und souveränen Umgang mit dem Internet – das ist das zentrale Ergebnis des Sicherheitsindex der Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN). Für die Studie wurde die persönliche Bedrohungslage der Anwender im Internet erfasst und in Relation zu den individuell angewandten Schutzmaßnahmen gestellt. Der dabei ermittelte Indexwert mit 60,2 von 100 möglichen Punkten spiegelt die Sicherheitslage der Internetnutzer in Deutschland wider, ermöglicht eine differenzierte Betrachtung verschiedener Nutzertypen und zeigt vor allem eins: In Sachen IT-Sicherheit gibt es noch viel zu tun!

Internetnutzer zwischen Fatalismus und Isolation

Der DsiN-Index differenziert nach vier Anwendergruppen und offenbart eine deutliche Schieflage zwischen Wissen und Sicherheitsverhalten im Netz. So zeigt sich, dass bei drei Nutzertypen, die insgesamt 60 Prozent der deutschen Bevölkerung ausmachen, Bedarf an Aufklärung und Unterstützung besteht. Der fatalistische Nutzer verzichtet fast vollkommen auf Schutzmaßnahmen, obwohl er die möglichen Risiken im Umgang mit dem Internet kennt. Hierzu zählen erstaunlicher Weise überdurchschnittlich viele 16 bis 19-Jährige, die man gemeinhin als smarte Internetnutzer wahrnimmt. Die Gruppe der außenstehenden Nutzer, häufig ältere Onliner, können Gefahren im Netz schlecht einschätzen, wissen aber auch nicht, wie man sich schützen kann. Die Nutzergruppe der Gutgläubigen schätzt die Risiken im Netz als sehr gering ein und nutzt daher auch kaum Sicherheitsmaßnahmen. Einzig die Gruppe der souveränen Nutzer schützt sich bereits sehr umfassend. Sie gilt es, als Vorbilder und Multiplikatoren für Aufklärungsarbeit zu gewinnen.

Aufklärung nach spezifischen Bedürfnissen statt mit der Gießkanne

Was kann und was sollte ein IT-Unternehmen wie Microsoft also tun, um möglichst alle Verbraucher für die eigene IT-Sicherheit zu sensibilisieren, damit sich die Vorteile der Digitalisierung für die Gesellschaft voll entfalten können? Aufklärung mit der Gießkanne ist beim Thema Internetsicherheit wenig sinnvoll, denn der DsiN-Index zeigt: Die Anwender unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Nutzungsgewohnheiten, ihrer Kenntnisse und ihres Schutzverhaltens. Stattdessen brauchen wir einen individuellen Zuschnitt von Aufklärungsangeboten auf die spezifischen Bedürfnisse der IT-Anwender.


IT-Fitness-Akademie: WLAN richtig verschlüsseln

 
IT-Fitness – „Beweg dich sicher im Internet“

Genau an dieser Stelle setzt unsere Initiative IT-Fitness an. Bereits seit über einem halben Jahr geben wir damit Nutzern jeder Altersgruppe die nötige Unterstützung, um fit im Umgang mit PC, Tablets, Smartphones und dem Internet zu werden, um sich möglichst souverän und sicher durchs Netz zu bewegen. Die Nutzer können über einen Selbsttest nicht nur ihren persönlichen Stand zum Thema Internetsicherheit ermitteln, sondern ab sofort über die IT-Fitness-Akademie ihr Wissen stetig erweitern. Dazu bieten wir einzelne Lernmodule zu verschiedenen Themenschwerpunkten an. Den Auftakt machen wir mit dem Thema „Meine Daten gehören mir“. Der Fokus liegt darauf, Anwendern Schritt für Schritt zu erklären, wie sie zum Beispiel ihr WLAN richtig verschlüsseln oder sich vor Identitätsdiebstahl schützen können. IT-Fitness ist damit eine von zahlreichen Maßnahmen, mit denen wir einen Beitrag zur digitalen Aufklärung leisten, um Verbraucher im Wissen um Datensicherheit zu stärken und zu sensibilisieren.

 

Ein Beitrag von Henrik Tesch
Direktor Politik und Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

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