IFA+ Summit 2014: Mobile und Cloud – Zwei Seiten der gleichen Medaille


Die fortschreitende Digitalisierung ist nicht nur auf der IFA in Berlin allgegenwärtig. Milliarden von Sensoren, Displays und Geräten - in Konferenzräumen, Wohnräumen, Städten, Autos, Telefonen, PCs - bilden ein riesiges Netz aus Datenströmen, die mehr oder weniger unsichtbar im Hintergrund unseres Lebens ablaufen. Laut Bitkom wird der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland in diesem Jahr auf 153,4 Milliarden Euro steigen. Der wachsende Wunsch nach uneingeschränkter Mobilität ist natürlich ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung.

Wir bewegen uns von einer Welt, in der digitale Rechenleistung begrenzt war, zu einem Ort, in der sie fast endlos verfügbar ist. Diese gewaltige Datenmengen verändern sowohl die Wechselwirkungen zwischen den Menschen, als auch die Beziehung zwischen Menschen und Maschinen.

Im Verlauf der diesjährigen IFA konnten - neben klassischen Smartphones und Tablets - insbesondere neue Geräteklassen, wie Notebook ähnliche „2-in-1“ Devices, viel Aufmerksamkeit gewinnen. Hybridmodelle sind mobil wie ein Tablet, aber gleichzeitig auch leistungsfähig wie ein Laptop. Damit eignen sich diese vor allem für die „duale Nutzung“, die aus meiner Sicht immer wichtiger wird. Man kann mit ihnen eben nicht nur kommunizieren und konsumieren, sondern auch kreieren und produktiv werden. Und dann gibt es eine zweite Lesart der „dualen Nutzung“ – gemeint sind private und berufliche Anwender, die ein leistungsstarkes sowie gleichzeitig portables Device benötigen, jedoch nicht zwei Geräte bei sich tragen möchten.

Zur mobilen Weltsicht von Microsoft gehören jedoch nicht nur formvollendete Endgeräte, sondern wir zählen auch die gesamte Palette an Sensoren dazu. Dabei fällt mir auf, dass die lebhafte Debatte um die beste Mobile Strategie zu einseitig über die Performance der Hardware geführt wird. Die Leistungsfähigkeit mobiler Cloud-Dienste ist der eigentliche Treiber der Entwicklung. War es früher noch ein „Hype-Thema“ ist die Cloud heute längst Normalität – in allen Bereichen unseres Lebens. Jeder von uns erwartet doch heute bequemen Zugriff auf seine persönlichen Inhalte und Daten – zu jeder Zeit, an jedem Ort, unabhängig vom Gerät, das ich gerade verwende. Das funktioniert nur über die Cloud.

McKinsey bewertet die ökonomische Bedeutung von Cloud Technologie im Jahr 2025 zwischen 1,7 und 6,2 Billionen (!) US Dollar jährlich. Microsoft hat sich darauf eingestellt und verfügt mittlerweile über 200 eigene Cloud-Dienste: OneDrive, Bing, Outlook.com, Skype, Azure und vieles mehr. Ob Business oder Endkunde: unser Portfolio ist längst „Cloud-Ready“.

Wir sind davon überzeugt, dass erst mit der intelligenten Zusammenführung der Meta-Trends „Mobilität“ und „Cloud“ der Hebel für neue und innovative Geschäftsmodelle entsteht. Cloud ist die Triebfeder im Hintergrund und de facto das Bindeglied, eine unerlässliche Plattform für Mobility. Mobile und Cloud sind untrennbar miteinander verbunden – sie sind zwei Seiten der gleichen Medaille.

Unter dem Dach von „Mobile First, Cloud First“ haben wir klare Erfolgsfaktoren identifiziert, die unserer Auffassung nach ganz oben auf der persönlichen „digitalen Agenda“ der Verbraucher stehen: Vielfalt, Offenheit und Integration. Sie sind die Schlüssel für unseren nachhaltigen Markterfolg. Ich möchte diese drei Punkte kurz erläutern.

Erster Punkt: Vielfalt! Die erhöhte Nachfrage nach individuellen und bedürfnisorientierten Lösungen lässt ständig neue Geräteklassen und Services entstehen. Microsoft ist ein wesentlicher Treiber dieser Multidevice-Entwicklung. Seit Einführung von Windows 8 sind mit Convertibles, Detachables oder All-in-Ones völlig neue und extrem leistungsfähige Geräteklassen entstanden, die es vorher noch nicht gab.

Zweitens: Offenheit! Dieser Punkt bedeutet für Microsoft einen radikalen Strategiewechsel. Viele Nutzer besitzen bereits Geräte unterschiedlicher Hersteller, wollen aber trotzdem uneingeschränkten Zugriff auf ihre Daten. Heute will ich selbst entscheiden, welche Systeme ich kombiniere. Ich verlange Wahlfreiheit, und möchte dabei am besten so gut wie keine Restriktionen in Kauf nehmen. Und doch sind die sogenannten geschlossenen Ökosysteme immer noch Gefängnisse für Inhalte und Daten, der Markt tut sich schwer damit, sie im Sinne der Verbraucher zu öffnen. Wir haben vor einigen Monaten einen regelrechten Paradigmenwechsel eingeläutet, wenn nicht gar eine Kulturrevolution angezettelt, als wir für das iPad die lang ersehnte Office-Version veröffentlicht haben.

Dritter Punkt: Integration! Wir befinden uns nicht im Kampf um Marktanteile für einzelne Geräteklassen, sondern darum, wer zukünftig die am besten integrierte, technische Plattform für geräteübergreifende Nutzungsszenarien bietet. Nutzer wünschen einen homogenen Kosmos, nämlich ihre ganz persönliche Welt, die auf Tablets, Smartphones, TVs, Notebooks oder Desktop PCs ein plattformübergreifendes Erlebnis liefert. Windows bietet schon jetzt die umfassendste und konsistenteste Benutzererfahrung für digitales Arbeiten und Leben.

Märkte und Kunden haben sich massiv verändert. Unser neues Logo ist nur äußerliches Zeichen einer radikalen Veränderung, die tiefer wirkt. Mobile First, Cloud First! Microsoft ist in allen Lebensbereichen die Plattform, um Dinge zu bewegen, um produktiv zu werden in einer digitalen Welt, egal ob auf der Arbeit und oder im privaten Umfeld. Wir wollen jede Person und jede Organisation auf dem Planeten dazu befähigen, seine Ziele schneller und besser zu erreichen.

Ich wage die selbstbewusste Prognose: Die Chancen, dass uns dies gelingen wird, stehen nicht schlecht.

 

Ein Beitrag von Gregor Bieler
General Manager der Consumer Channels Group (CCG) bei Microsoft Deutschland

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Autoren-Information


Gregor Bieler ist Speaker der IFA+ Summit 2014 in Berlin. In seiner Keynote „Mobile First, Cloud First - The New Digital World of Consumers” durchleuchtet er die fortschreitende Digitalisierung und zeigt Microsofts Strategiewechsel hin zu einer neuen mobilen Welt.

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