Ehe für Alle: Weil Erfolg auf Vielfalt basiert


Etwas überraschend ist diese Woche Bewegung in die Diskussion um die #EhefuerAlle gekommen – und das ist auch gut so. Schließlich ist der Schutz vor Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Identität schon fest in der Grundrechtecharta der Europäischen Union verankert.

Nun ist es Zeit, dass auch in Deutschland die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften beendet und die Ehe für Alle umgesetzt wird. Denn der Erfolg unserer demokratischen Gesellschaft basiert auf Vielfalt – und dazu gehört Meinungsvielfalt ebenso wie die Toleranz, das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen, sowie die Möglichkeit der freien Entfaltung des Individuums.

 

Wir bei Microsoft sind fest davon überzeugt, dass Innovationen am besten in einer (Arbeits-)Welt gedeihen, die auf individuelle Lebensentwürfe eingeht und Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Qualifikationen gleichermaßen fördert. Gelebte Vielfalt ist von jeher ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Konkret bedeutet das, dass wir unsere Mitarbeiter nicht danach fragen, wer ihre Eltern sind, woran sie glauben oder welche politische Einstellung sie haben. Uns interessiert auch nicht, wen sie lieben oder wie ihr Körper beschaffen ist – sondern einzig und allein, was sie zu unserem gemeinsamen Erfolg beitragen wollen und können.

Innovationen entstehen durch das Einbeziehen aller

In einer Welt, die immer stärker von Vielfalt geprägt ist, können wir sowohl als Unternehmen aber auch als gesamte Gesellschaft nur durch Inklusion, also das Einbeziehen aller, nachhaltig innovativ und erfolgreich sein. Deshalb engagieren wir uns schon seit Jahren aktiv für die rechtliche Gleichbehandlung der LGBT-Community. Microsoft war eines der ersten Unternehmen, das sexuelle Orientierung in seine Antidiskriminierungsrichtlinien aufgenommen hat. Seit 1993 erhalten Mitarbeiter, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dieselben Vergünstigungen wie heterosexuelle Paare. Microsoft hat sich außerdem gesellschaftspolitisch bereits in mehreren Ländern für die gleichgeschlechtliche Ehe engagiert. In Washington State, wo Microsoft seinen Hauptsitz hat, wurde beispielsweise ein entsprechendes Gesetz 2012 umgesetzt.

#Pride2017: Wir zeigen Flagge auf dem Christopher Street Day

Leider ist die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensentwürfen wie Homosexualität, Transgender oder Bisexualität in Deutschland noch immer keine Selbstverständlichkeit. Die Eurobarometer-Umfrage der EU Kommission ergab 2015: Nur jeder zweite Deutsche fühlt sich mit LGBT Kollegen uneingeschränkt wohl.  Solche Zahlen passen nicht zu einer modernen und global vernetzten Demokratie und senden zudem die falschen Signale für den Wirtschaftsstandort Deutschland, der dringend noch mehr gut ausgebildete Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen benötigt, um sich weiter positiv zu entwickeln.

 

Die #EhefuerAlle ist deshalb auch ein notwendiger Schritt, damit Deutschland weltweit für die besten Köpfe attraktiv bleibt. Doch bevor alle Vorurteile abgebaut sind, liegt noch ein weiter Weg vor uns. Wir möchten als Unternehmen, aber auch als Menschen dazu beitragen.

Deshalb bin ich stolz darauf, dass sich unser LGBT-Mitarbeiternetzwerk GLEAM am 15. Juli 2017 wieder mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen auf dem Christopher Street Day in München für die Inklusion der LGBT Community nicht nur bei Microsoft einsetzen wird und die Regenbogenflagge hisst. Denn jeder Mensch sollte die gleichen Rechte haben - auch auf die Ehe.


Ein Beitrag von Sabine Bendiek
Vorsitzende der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH

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