Docker ist für die Cloud, was Container für die Wirtschaft sind


Circa 15 Millionen Standard ISO-Container werden eingesetzt, um Waren weltweit zu versenden. Zwei Drittel des grenzüberschreitenden Warenverkehrs wird mithilfe solcher Container durchgeführt und stellt damit die Basis der globalen Wirtschaft dar. Der Erfolg der Container ist einfach zu erklären. Als Hersteller eines Produktes musste ich mir lange Gedanken machen, wie ich mein Produkt von A nach B bekomme. Können alle Mitarbeiter auf dem Weg mit meinem Produkt umgehen? Wie verpacke ich mein Produkt so, dass es am einfachsten und effizientesten transportiert wird?

Die Normierung der Container hat diese Probleme gelöst. Heute sind Größe und Funktionalität klar festgelegt und Transportpartner haben sich darauf spezialisiert, mit diesen Containern höchsteffizient und bestmöglich umzugehen. Packe ich mein Produkt nun also in einen dieser Container, kann ich mir sicher sein, dass meine Partner damit umgehen können.

Warum schreibe ich hier einen ganzen Absatz über Container? Weil es in der Softwareentwicklung und Verteilung noch ganz ähnliche Probleme gibt wie vor der Einführung von Containern in der Wirtschaft. Schreibe ich heute auf meinem Laptop eine Anwendung, so nutze ich eine Entwicklungssprache mit speziellen Bibliotheken, einer versionierten Laufzeitumgebung, einem speziellen Betriebssystem. Möchte ich diese Anwendung an einen Kollegen zum Testen geben, so muss auch dieser die richtige Bibliothek, Laufzeitumgebung und dasselbe Betriebssystem einsetzen. Ganz wie in der Zeit vor den Containern.

Docker, eine offene Plattform für Entwickler und Administratoren, möchte diese Hürde in der Softwareentwicklung und Distribution nehmen. Docker unterstützt beim Entwickeln, Verteilen und Betreiben von verteilten Anwendungen. Und mit der immer weiter steigenden Nutzung von Cloud Services sind verteilte Anwendungen wichtiger denn je.

Docker besteht aus zwei Hauptkomponenten, der Docker Engine, einer portierbaren, leichtgewichtigen Laufzeitumgebung, und dem Hub, einem Cloud Service, der das Teilen von Anwendungen und das Automatisieren von Prozessen ermöglicht.

So können Entwickler Anwendungen schneller erstellen und zwischen den verschiedenen Umgebungen leichter verteilen.

Bereits im Juni haben wir auf Microsoft Azure Docker für Linux Distributionen unterstützt.

Und viele Kunden nutzen diesen Service bereits. So auch unser Kunde G&L Geißendörfer & Leschinsky GmbH.

G&L ist ein Spezialdienstleister für digital media engineering und bietet modulare Lösungen für die Erzeugung, das Hosting, die Verarbeitung und globale und skalierbare Auslieferung sowie die Wiedergabe von Medieninhalten – live und on demand.

Dazu setzt G&L unter anderem auf CoreOS, eine Linux-Distribution für die Cloud und virtuelle Maschinen auf Microsoft Azure. Alexander Leschinsky, Geschäftsführer bei G&L beschreibt den Nutzen so:

„Durch den Einsatz von CoreOS auf Azure ist es uns nun möglich, die gleichen Container, die ein Entwickler auf seinem Laptop verwendet, direkt in einen Cluster auf der Azure Cloud zu deployen. Dabei profitieren wir von einem sehr schlanken und sicheren Betriebssystem, das nur für einen Zweck entwickelt wurde: Docker Container hochverfügbar und maximal komfortabel zu verwalten.“

Da IT-Infrastrukturen in der Regel sehr heterogen sind, oft mehr als nur ein Betriebssystem eingesetzt wird und gewachsene Infrastrukturen sich nicht von heute auf morgen ändern lassen, sind weitere Funktionalitäten nötig.

Daher haben wir am 15. Oktober über den Microsoft Azure Blog angekündigt, dass wir die Zusammenarbeit mit Docker noch weiter ausbauen werden mit folgendem Fokus:

  1. Windows Server Support für Docker

  2. Die Docker Engine für Windows Server ist eine Open Source-Anwendung

  3. Docker wird noch stärker in Microsoft Azure integriert. So wird sowohl am Support der Docker Open Orchestration APIs gearbeitet, als auch daran, die Docker Hub „images“ nahtlos in das Microsoft Azure Portal und die zugehörige Gallery zu integrieren.


Details zu dieser Zusammenarbeit finden Sie im ausführlichen Blog Post meines Kollegen Jason Zander (CVP, Microsoft Azure Team).

Auch unser Partner G&L begrüßt diesen Schritt: „Wir haben bei G&L seit einiger Zeit begonnen, große Teile unserer Linux-Landschaft zu ‚dockerizen‘, weil wir von dem Konzept sehr überzeugt sind. Da wir eine sehr heterogene Systemlandschaft haben, ist es umso erfreulicher, in Zukunft auch unsere Windows-Applikationen in der gleichen Art und Weise portieren und deployen zu können wie es heute bereits für Linux möglich ist“, so Alexander Leschinsky.

Microsoft Azure als Cloudplattform bietet höchste Vielfalt und Wahlmöglichkeit, um Entwicklern und Administratoren die richtigen Werkzeuge für die richtigen Workloads zu liefern. Das beinhaltet selbstverständlich auch „first class“ support, sowohl für Windows Server als auch für Linux. Das Prinzip der „Container“ ist ein logischer nächster Schritt, gerade in Zeiten von Cloud-Architekturen.

Mit den Ankündigungen des gestrigen Abends im Rahmen des „Microsoft Cloud Events“ füllten Microsoft-CEO Satya Nadella und Scott Guthrie, Executive Vice President der Cloud und Enterprise Group von Microsoft, Microsofts „Mobile first, Cloud first“-Strategie mit weiteren Meilensteinen wie die neue Azure G-Serie für Virtuelle Maschinen, Azure Premium Storage, die Verfügbarkeit von Microsoft Cloud Platform System sowie den neuen Azure Marketplace, dem sich kommenden Montag mit Cloudera, einem führendem Anbieter in der Unternehmensanalyse und im Datenmanagement, und CoreOS, einem Container-basierten Linux-Betriebssystem, neben Docker Inc, Oracle und hunderten weiterer Partner zwei neue Partner anschließen werden.

 

Ein Beitrag von Stephan Pepersack
Product Marketing Manager Microsoft Azure bei Microsoft Deutschland

 

Nützliche Links: Microsoft Azure selbst ausprobieren: https://aka.ms/AzureTesten

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