Digitaler Mittelstand: Ist das Glas nun halb voll oder halb leer?


„Deutschlands Mittelstand droht einer Studie zufolge bei der Digitalisierung ins Hintertreffen zu geraten“, meldete die Deutsche Presse Agentur (dpa) kürzlich und beruft sich auf eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 1.200 Unternehmen. „Die mittelständische Wirtschaft schöpft das Potenzial der Digitalisierung bisher bei weitem noch nicht aus“, kommentiert Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe, gegenüber der Nachrichtenagentur.

Zwar hätten den Angaben zufolge vier von fünf kleinen und mittleren Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Projekte umgesetzt und in neue Technologien investiert, heißt es in der Meldung. „Der Umfang der Vorhaben sei jedoch meist überschaubar“.

Kritik dieser Art gehört zum Common Sense von Analysten, auch wenn es andere Stimmen gibt. So stellte der Branchenverband BITKOM in seinem Cloud Monitor 2016 fest, dass bereits mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Cloud-Technologien nutzt. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) holen bei der Cloud-Nutzung auf. Und die Zahl der Cloud-Befürworter ist demnach erstmals größer als die Zahl der Skeptiker.

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Ein bisschen mehr geht immer
Die Frage, ob das Glas nun halb voll oder doch halb leer ist, bringt uns nicht weiter. „A bisserl was geht alleweil“, sagt man bei uns in Bayern. Soll heißen: Mehr geht immer, und das mag als Bewertung der einen wie der anderen Umfrage reichen. Denn: Die Details sind wichtig, nicht nur das „Big Picture“.

„Es gibt Maschinenbauer, die ihre Maschine flexibilisiert und ihre Produktpalette damit erweitert haben. Auf einmal können sie zum Beispiel einen Filter herstellen, der speziell für einen neuen Kunden passt – damit erschließen sie ein neues Absatzfeld. Durch Vernetzung von Maschinen ist es außerdem möglich, Kunden ein Produkt oder die Leistung eines Produktes günstiger anzubieten – auch das öffnet einen neuen Kundenkreis. Und auch der Wechsel zu einem automatisch verwalteten Hochregallager kann langfristig viel Geld und Zeit sparen.“

So beschreibt Commerzbank-Vorstand Markus Beumer im Manager Magazin die Wirklichkeit im bundesdeutschen Mittelstand. Und er hat Recht: Es hilft niemandem, nur das „Big Picture“ der Digitalisierung zu betrachten und sich über die Überschaubarkeit von Projekten zu mokieren, dabei aber die vielen spannenden Details aus den Augen zu verlieren. Ich finde es wichtiger, auf Utopie statt auf Dystopie zu setzen. Zum Common Sense gehört es auch, dass der Mittelstand in Deutschland die Chancen und Möglichkeiten moderner Cloud-Technologien sehr wohl erkannt hat, es aber bei der Umsetzung hapert. Hier müssen wir als Technologieanbieter und Strategen gemeinsam mit unseren Partnern ansetzen.

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Wir wissen, wie Innovation geht – und wie Technologie dabei hilft
Mit unserer jahrelangen Erfahrung, in der wir Windows, Office und Microsoft Azure die IT-Infrastruktur der Unternehmen entscheidend mitgestaltet haben, wissen wir, wie schwierig der große Knall ist und welche Hindernisse es auf dem Weg dorthin gibt. Unser Angebot an den Mittelstand lautet daher: Fangt an, innovative Ideen zu realisieren, wir kümmern uns um die (technischen) Details. Gemeinsam mit unseren Partnern holen wir KMUs mit unseren Lösungen für On-Premise, die Cloud und alles dazwischen (neudeutsch: „hybrid“) dort ab, wo sie stehen, aber wir bleiben da nicht. Denn: Innovation und Transformation sind von jedem beliebigen Startpunkt aus möglich und enden mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit in der Cloud. Warum? Weil’s einfach ist, und einfach besser.

Die digitale Transformation, der Um- oder Einstieg in moderne Cloud-Technologien, in Industrie 4.0-Projekte und in das Internet der Dinge fängt vorne an, mit vielen kleinen Projekten. In der Summe werden sie die digitale Transformation einzelner Unternehmen und damit des Mittelstands insgesamt ausmachen – da bin ich mir sicher.

Auf der Deutschen Partnerkonferenz (DPK), die am 18. und 19. Oktober in Bremen stattfindet, zeigen wir gemeinsam mit und für die Partner wie wir uns die Zukunft des Mittelstands vorstellen. Kommt in den Norden und seht selbst – oder verfolgt die #DPK16 in den sozialen Medien.

Ein Beitrag von Christoph Heiming
Direktor Partnergeschäft und Entwicklung bei Microsoft Deutschland

Christoph Heiming

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