Das können wir besser! Gestalten Sie Ihre Website benutzerfreundlicher und performanter mit OnPage.org


Webentwickler und technisch versierte Nutzer wissen es schon längst: Vielen Webseiten fehlt es an Benutzerfreundlichkeit und Performance. Microsoft Deutschland und OnPage.org haben sich daher zusammengetan und gemeinsam die 20.000 beliebtesten Internetseiten in Deutschland näher unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist eine ernüchternde Bilanz: „Viele Webseiten sind zu groß, benutzerunfreundlich und erfordern einen unnötig hohen Entwicklungs- und Wartungsaufwand“, so Stephan Walcher, Produktmanager von OnPage.org.

Deutsche Webseiten sind benutzerunfreundlich und erzeugen zu viel Wartungsaufwand

Auffallend war zunächst, dass die durchschnittliche Website heute 2 MB groß ist. Obwohl moderne Technologien eine Reduktion der Seitengröße erlauben, nimmt immerhin ein Viertel der Webseitenbetreiber lange Ladezeiten für die Nutzer in Kauf und nutzt keine Komprimierung bei der Datenübertragung. Die Hälfte aller Seiten braucht daher auch über 15 Sekunden bis sie vollständig geladen sind. Dies ist gerade für die steigende Zahl von Nutzern mobiler Geräte eine große Belastung.

Der größte Teil des Datenvolumens geht natürlich auf das Konto von Bildern und Videos. Auf Platz zwei – und das war etwas überraschend – stehen mittlerweile bei vielen Seiten die ausgelieferten JavaScript-Code-Dateien. Dies kann erheblichen Einfluss auf die Benutzerfreundlichkeit der Webseiten haben. Eine Analyse von OnPage.org zeigt zudem, dass knapp 15 Prozent der JavaScript-Verweise defekt sind und über 60 % aller Webseiten defekte Unterseiten beinhalten und damit Statuscodes wie „404 – Page not found“ zurückgeben – zum Ärger der Webseitenbesucher.

Ein weiterer Faktor, der die einfache Nutzung vieler Webseiten einschränkt, ist die Optimierung für bestimmte Browser. Fast 10 Prozent der Websites greifen noch auf herstellerspezifische CSS-Präfixe zurück und sind damit nur für einen bestimmten Browser optimiert. Dies ignoriert die heutige Nutzungsrealität vieler Nutzer, die mit vielen verschiedenen Geräten auf eine Seite zugreifen möchten.

Infografik Microsoft und OnPage
Die Analyse zeigt, dass knapp 60 Prozent der untersuchten Webseiten zudem das sogenannte „User Agent Detection“-Verfahren nutzen, d.h. sie ermitteln, welchen Browser der Besucher verwendet. Auf vielen Webseiten geschieht dies, um Browserstatistiken zu erstellen. Erschreckend viele Seiten verwenden das Verfahren jedoch als Browserweiche, um über unterschiedliche Browser auch unterschiedliche Inhalte auszuliefern. 15 Prozent der untersuchten Websites lieferten im Test je nach Browser tatsächlich sogar anderen HTML-Code aus – ein auffallend hoher Wert, da es für die Entwickler der Seite bedeutet, mehrere Code-Varianten zu entwickeln und zu pflegen.

Die zusammengetragenen Daten machen deutlich: So modern, wie der Nutzer es gerne hätte, ist das Web noch lange nicht. Wir alle sollten ein Interesse an einem besseren Web haben. Gerade weil wir in der Vergangenheit nicht immer alles richtig gemacht haben, möchten wir gemeinsam mit der Entwicklercommunity und der Fix-The-Web-Initiative das Verbesserungspotenzial aufdecken und zu einem benutzerfreundlicheren Web beitragen.

Mit einem Scan auf http://fixtheweb.de/ können Unternehmen ihre Website kostenfrei testen und optimieren. Wer tiefergehende Analysen möchte, dem bietet OnPage.org ein umfangreiches Tool-Kit: Neben Hinweisen auf potentiellen Fehlerquellen wie User Agent Detection und browserspezifische CSS Eigenschaften, erhalten sie wertvolle Tipps für die Verbesserung ihrer Seiten.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie von Microsoft und OnPage finden Sie in dieser Infografik. Den Fix-The-Web-Scanner für die eigenen Webseiten finden Sie unter http://www.fixtheweb.de sowie die Werkzeuge von OnPage.org unter http://onpage.org/.

 

Ein Gastbeitrag von Malte Lantin
Technical Evangelist Microsoft Deutschland GmbH

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