Mit Code-Visualisierung im intelligenten Gepäck zum Imagine Cup 2017


„Ich packe meinen Koffer und nehme mit...“ – so die Anfangszeilen eines bekannten Kinderspiels. Wenn es nach den Teilnehmern des nationalen Vorentscheids für den Imagine Cup geht, muss eines auf jeden Fall eingepackt werden: „Passion. Creativity. Code.“ Denn unter genau diesem Motto stand das 15. nationale Finale des Imagine Cup 2017 in München.

Doch während das Gedächtnisspiel seit Jahrzehnten nach den gleichen Regeln funktioniert, zeigt sich der Imagine Cup in diesem Jahr runderneuert: Ohne Kategorisierung und unter der Vorgabe mindestens einen Service von Microsoft Azure zu nutzen, zeigten Teams aus Schülern und Studenten aus ganz Deutschland einer Fachjury aus internationalen Experten ihre innovativen Lösungen und Ideen.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit: „Passion. Creativity. Code“ und das Gewinner-Team SmartCase

Im Jahr 2014 wurden weltweit mehr als 23 Millionen Gepäckstücke auf Flughäfen als vermisst gemeldet, weiß der IT- und Airportspezialist SITA zu berichten. Das sind zwar nur 0,7 Prozent aller Gepäckstücke, aber hinter jedem dieser Koffer steht mindestens ein Mensch, der am Gepäckband sehnsüchtig, am Ende jedoch vergeblich darauf wartet.

Dafür, dass die deutschen Vertreter des Imagine Cups 2017 bei der Anreise zum internationalen Finale im Juli in Seattle (USA) nicht das Schicksal vieler Reisenden teilen, sorgt in Zukunft das erste der beiden deutschen Sieger-Teams SmartCase höchstpersönlich: Mit ihrer gleichnamigen Lösung helfen Andreas, Lennart und Jessica vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) dabei, Reisegepäck aufzufinden und gegen Diebstahl zu sichern. SmartCase-Nutzer können ihr Gepäck über GPS-Ortung und eine App auf dem Smartphone orten und weltweit nachverfolgen. Das könnte das Reisen der Zukunft also deutlich stressfreier und sicherer machen.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit: „Passion. Creativity. Code“ und das ebenfalls siegreiche Team koicode

Das zweite der beiden deutschen Gewinner-Teams hat mit Reisen demnächst nur so viel gemein, als dass es zusammen mit dem Team SmartCase zu den Word Finals nach Seattle fahren wird. Inhaltlich sind die drei Mitglieder von koicode auf einer anderen Linie unterwegs: Das Team von der Technischen Universität München möchte Anfängern mithilfe einer übersichtlichen Visualisierung das Erlernen von Programmiersprache erleichtern. Durch die grafische Veranschaulichung ermöglicht es die Lösung, den Aufbau und die Zusammenhänge von Code einfach begreifbar und nachvollziehbar zu machen. Ich denke, wie wichtig ein solcher Ansatz ist, verdeutlicht die Tatsache, dass sich der deutsche Investitionsrückstand der Kommunen auf diesem Gebiet bei Schulen und Erwachsenenbildung 2016 auf 33,7 Milliarden Euro belief.[1] Dabei spricht sich die Mehrheit der Deutschen für Coding im Schulunterricht aus: 59 Prozent finden, dass Kinder bereits in der Schule programmieren lernen sollten.[2] Auch ich gehöre definitiv zu den Befürwortern. Mit ihrer Lösung unterstützen die Gründer Christian, Yannick und Tobias des Teams koicode auch die Idee des im Dezember 2015 von Microsoft initiierten Digitalen Bildungspakts zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Öffentlichem Sektor und der Zivilgesellschaft mit dem Ziel, die digitalen Kompetenzen in Deutschland zu verbessern. Meiner Meinung nach ist die von koicode präsentierte Lösung bei diesem Ziel ein wichtiger  Schritt in die richtige Richtung.

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Für die beiden Sieger-Teams des Wettbewerbs geht es nun im Juli nach Seattle (USA), um Deutschland beim internationalen Finale des Imagine Cup zu vertreten. Auf den Sieger des Wettbewerbs wartet in diesem Jahr ein Rekord-Preisgeld von 100.000 US-Dollar und ein Coaching mit erfahrenen Mentoren.

Mit den beiden Teams schicken wir gleich sechs große Talente mit ihren tollen und innovativen Lösungen an den Start. Beide Sieger stellen sich mit ihren Lösungen den heutigen technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und zeigen die Innovationskraft und Kreativität der jungen Generation. Ich freue mich sehr, dass wir zwei solch starke Vertreter zum internationalen Finale in die USA schicken und wünsche beiden Teams viel Erfolg!


Ein Beitrag von Peter Jaeger (@_PeterJaeger)
Senior Director Developer Experience and Evangelism DX & Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Deutschland
peter_jaeger

[1] Quelle: Städte und Gemeindebund 07/16
[2] Quelle: Forsa/Körber-Stiftung 10/16

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