Cloud-Computing im Mittelstand


Wir gehen jedes Tempo mit – nur Stillstand nicht

„Deutsche Kleinunternehmen lassen sich Zeit mit Cloud-Software“, titelte die Deutsche Presse-Agentur Ende August und bezieht sich in ihrer Meldung auf die Umfrage eines niederländischen Software-Herstellers unter knapp 3.000 Unternehmen: „Geschäftssoftware zur Miete aus dem Internet ist bei Deutschlands Unternehmen bis 50 Mitarbeiter weniger im Einsatz als in Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und den USA.“

Es gibt durchaus nachvollziehbare Gründe für dieses Zögern speziell bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU): vermeintlich nicht gelöste Sicherheitsfragen etwa oder Unsicherheit über den Nutzen der Cloud im Verhältnis zu den Kosten.

Ich bin jedoch der Meinung, dass unsere Volkswirtschaft nicht die Zeit hat, die KMUs sich mit der Cloud lassen. Anders gesagt: Kleine und mittelständische Unternehmen verlieren jeden Tag, den sie die digitale Transformation hinauszögern, ein bisschen mehr Wettbewerbsfähigkeit und ein bisschen mehr den Anschluss an Großunternehmen. Denn letztere sind längst dabei, die Cloud für ihr eigenes Business zu adaptieren. Aber ich sehe auch uns in der Pflicht, das zu ändern: Microsoft und sein Netzwerk mit über 31.500 Partnern alleine in Deutschland sind gefordert, die Bedingungen für den Einstieg in die Cloud an den Herausforderungen der KMUs auszurichten.

2SpeedIT bedeutet, dass Sie das Tempo bestimmen

Wir haben dafür eine Strategie der so genannten 2SpeedIT entwickelt. Damit gehen wir jedes Entwicklungstempo mit, das größer ist als Null.

Startups etwa haben es leicht: Sie haben keine Legacy-IT und keine On Premise-Systeme, die den Einstieg in die Cloud behindern. Sie können ohne Investitionen und Kapitalbindung in der Microsoft Cloud eine komplette mobile Infrastruktur aufbauen – mit Rechenkapazitäten, Datenbanken, Anwendungen und Backup-Lösungen.

Unternehmen, die schon länger am Markt sind, brauchen einen anderen Wegweiser: Die Angebote aus der Cloud müssen zu ihrer vorhandenen Infrastruktur passen, auf die gewachsenen Sicherheitsbedürfnisse Rücksicht nehmen und einen kurzfristig realisierbaren Mehrwert bieten, um überzeugen zu können.

Wir haben viele Kunden, die den Einstieg in die Cloud projektorientiert angegangen sind, unsere Partner haben sie dabei vor Ort unterstützt.

Der Braukonzern Heineken beispielsweise hat eine weltweite Marketingkampagne durchgeführt, die mit seiner vorhandenen Infrastruktur nicht möglich gewesen wäre – und das zu überschaubaren Kosten. Die notwendigen, skalierbaren Kapazitäten für die Kampagne hat sich das Unternehmen aus der Cloud geholt und ist sehr gut damit gefahren. So gut, dass längst auch andere Abteilungen des Konzerns darüber nachdenken, ihre IT in die Cloud zu verlagern.

Unser Software-Haus Partner Noxum etwa hat ein Projekt für die Deutsche Börse umgesetzt, bei dem es um internationale Zusammenarbeit von Redakteuren bei Finanznachrichten geht. Klar: Das muss zum einen schnell und zum anderen sicher gehen. Noxum hat für diese Anforderungen ein Redaktionssystem gebaut, das auf Basis von Azure Intellectual Property anbietet. 

Das wichtigste Argument von Microsoft für die Cloud? Unsere Partner!

Unser wichtigstes Argument für den Einstieg von kleinen und mittelständischen Unternehmen in die Cloud ist weder Microsoft Azure, Office 365 noch Dynamics CRM Online. Unser bestes Argument für KMUs sind unsere mehr als 31.500 Partnerunternehmen. Keiner kennt bessere Antworten auf die Herausforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen als sie: nämlich maßgeschneiderte Cloud-Technologien. Niemand hat so umfassende Branchenkenntnisse und dabei so individuelle Lösungsansätze wie sie.

Unsere Antwort auf das Zögern der KMUs fällt also eindeutig aus: Einen Microsoft-Partner finden, gemeinsam Lösungsvorschläge anschauen und zusammen die erste Schritte auf dem Weg in die digitale Transformation gehen.

Die Digitalisierung wird kommen, da sind sich alle einig. Aber ohne die KMUs wird das nichts. Wir haben mit unserem Memorandum auf der #CeBIT2015 aufgezeigt, warum wir ein #digitaleswirtschaftswunder nicht nur für möglich halten, sondern auch für notwendig, um den Standort Deutschland noch stärker zu machen. Dafür brauchen wir aber den Mittelstand, der das Rückgrat unserer Volkswirtschaft ist.

Nicht verpassen: Web-Konferenz für KMUs am 24.9.2015. Thema "Cloud Computing in der Praxis – Was ist drin für kleine und mittelständische Unternehmen". Hier geht es zur Anmeldung!

Ein Beitrag von Christoph Heiming (@Cheiming)

Christoph Heiming verantwortet bei Microsoft Deutschland die Partner Strategie. Als Direktor Partnergeschäft und -Entwicklung ist er für das Microsoft Partner Netzwerk (MPN) zuständig. Der 39jährige treibt in seiner Rolle als Partner Business and Development Lead die Partnerstrategie über alle Produkte, Segmente und Channels hinweg voran: von Kommunikationsmaßnahmen über Readiness-Schulungen bis hinzu Events und Programmen für Microsoft Partner. 


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