Bye, bye Windows XP – Der Countdown läuft


Der 8. April 2014 markiert das offizielle Ende des mehr als drei Produkt-Generationen alten Betriebssystems Windows XP. 2001 – Geburtsjahr von Windows XP – war das Jahr des Durchbruchs digitaler Unterhaltungsmedien. Kabellose Tastaturen und Mäuse, Handys mit Datenverbindung für den E-Mail-Empfang, Digitalkameras und der Ausbau des mobilen Internets waren die prägenden IT-Trends der ersten Jahre nach der Jahrtausendwende. Heute sind Connected Devices, ein kompromissloser Zugang zu Daten und Informationen – egal von welchem Gerät – und die Bedienung per Touch Standards unserer technologischen Alltagswelt. Das mehr als zehn Jahre alte Windows XP kann hier nicht mehr mithalten, um den modernen Anwenderbedürfnissen gerecht zu werden.

„Windows XP ist ein Auslaufmodell. Wer die letzten 365 Tage verschläft, setzt die IT-Sicherheit samt aller sensiblen Daten – ob als Unternehmen oder Privatperson – einem erheblichen Risiko aus“, fasst Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland, die Situation zusammen. Nach mehreren Verlängerungen der Extended Support Phase von Windows XP wird diese am 8. April 2014 nun endgültig eingestellt. Damit wird es für den Oldtimer unter den Betriebssystemen keinerlei Sicherheitsupdates, Aktualisierungen und technischen Support mehr geben.

Was das konkret bedeutet, erläutert Stefan Schumacher, Direktor des Magdeburger Institut für Sicherheitsforschung: „Windows XP basiert auf längst überholten Sicherheitsarchitekturen. Damit sind heutzutage Viren, Spyware, Malware-Angriffe, Botnet-Infektionen und schlimmsten Falls sogar Datenverlust vorprogrammiert. Wer jetzt noch auf Windows XP unterwegs ist, ist enormen Gefahren ausgesetzt.“ Auch Drittanbieter von Software-Anwendungen stellen den Support kontinuierlich ein oder bieten diesen nur noch kostenpflichtig an. Neue Programme werden für Windows XP gar nicht erst geschrieben. Hardware-Hersteller stellen zudem keine Treiber mehr für Windows XP zur Verfügung, so dass Windows XP-Rechner beispielsweise keine modernen Druckermodelle erkennen. 

Dass Windows XP mehr und mehr auf das Abstellgleis wandert, zeigen die kontinuierlich sinkenden Nutzerzahlen. International liegt der Anteil laut Netapplications bei 38,7 Prozent. Windows 7 verzeichnet hingegen einen Nutzungsanteil von rund 45 Prozent und auch Windows 8 ist weiter auf dem Vormarsch. Weltweit wurden innerhalb der ersten zwei Monate nach Start bereits 60 Millionen Windows 8 Lizenzen verkauft. 

„Windows XP ist ein Kind der Jahrtausendwende und wird heute weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien, noch den hohen Sicherheitsanforderungen der IT-Abteilungen gerecht“, so Oliver Gürtler. Im Rahmen des Security Intelligence Reports aus Oktober 2012 stellte Microsoft fest, dass Windows XP im Untersuchungszeitraum doppelt so oft von schädlichen Angriffen und Infektionen betroffen war, als Windows 7. Zusätzlich fallen für die erhöhten Wartungskosten der IT, kostenpflichtigem Support von Software-Anwendungen und häufig verlorener produktiver Arbeitszeit aufgrund vermehrter Helpdesk-Anfragen und notwendiger Reboots unnötige Mehrkosten an. Dies ist das Ergebnis einer IDC Studie zu den Risiken des Einsatzes von Windows XP aus 2012.  

Microsoft unterstützt Partner, Unternehmen und Privatanwender mit diversen Tools, Trainings und Materialien, um veraltete Windows Versionen reibungslos abzulösen. In den nächsten 12 Monaten vollziehen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen einen Wechsel, denn hier werden Migrationsprozesse häufig kurzfristig geplant und umgesetzt. Mit der heute startenden Get2Modern Kampagne unterstützt Microsoft diese gezielt mit unterschiedlichsten Angeboten. Im Rahmen dieser Kampagne erhalten Unternehmen mit Microsoft Open-Lizenzen, die derzeit noch Windows XP Professional nutzen, zudem bei einem Upgrade auf Windows 8 Pro und Office 2013 einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent (Angebot gültig bis 21. Juni 2013). Damit sind sie gleich doppelt auf dem neuesten Stand, denn auch der Support von Office 2003 läuft am 8. April 2014 aus. 

Geschäftskunden finden ausführliche Informationen unter www.support.microsoft.com sowie unter www.microsoft.com/de-de/windows/endofsupport.aspx. Bei der Suche nach Software und IT-Dienstleistungen für Unternehmen hilft Microsoft Pinpoint http://pinpoint.microsoft.com/de-DE/homePrivatanwender finden unter www.windows.microsoft.com/de-de/windows/end-support-help hilfreiche Informationen.

Der Upgrade-Assistent auf www.windows.de hilft zudem dabei, bei einem Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 die Kompatibilität von Hardware, Programmen und angeschlossenen Geräten schon im Vorfeld zu prüfen.

Im Vorfeld der Partner-Roadshow “Microsoft on Tour” bietet Microsoft kostenfreie Webinare zum Thema Windows XP und Office 2003 End of Support an. Eine aktuelle Terminübersicht finden Sie unter folgendem Link: http://www.microsoft-on-tour.de/webinare.aspx.


Posted by Irene Nadler
Communications Manager Consumer

Comments (22)
  1. Fred Höfling sagt:

    Ich nutze WINXP PROF weiterhin auf meinem älteren Rechner, da hier meine damals teuer gekaufte Hardware, wie Flachbettscanner, DIA-Scanner und Video-Digitalisier-System, nur  WINXP laufen und es keine Treiber für WIN7 und WIN8 gibt!

    So werde ich weiterhin WIN XP nutzen müssen, da ich mir keine neue zusätzliche Hardwäre kaufen möchte, was wiederum mit Kosten verbunden ist. Sicher, irgendwann werden die DIA's alle gescannt sein, die alten S-VHS Kassetten digitalisiert sein, dann werde ich wohl oder übel von dem alten PC mit WIN XP Abschied nehmen. Aber solange bin ich auf ihn angewiesen!

    Sicherlich nutze ich WIN7 und WIN8 bereits, jedoch auf den Laptops der Kinder und dem Hauptrechner in der Familie!

  2. Peter F. sagt:

    Ach , weg mit dem alten XP. Konnte ich eh nie leiden. Ich habs nur noch auf dem uraltlaptop, mit dem die Kinder spielen. Win7 ist 1000x besser, Win 8 nutze ich ,seit dem es erschienen ist. Wie kann man nur solchem alten Mist hinterher heulen.

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