Blogparade „Digitale Schaffenskraft“: Grundlegende Fragen beantworten sich im Alltag


 

Mich fasziniert, was Technik für uns möglich macht: Sie lässt mich von überall arbeiten – egal ob Home Office, Café oder Büro. Mehrheitlich bin ich #OutofOffice.

Aber ich kenne auch die Grenzen von Technik. Sie sagt uns nicht, wie wir sie am besten einsetzen. Das müssen wir schon selbst machen. Deshalb haben wir Ende Februar Familien-Blogger zu einer Blogparade mit dem Thema „Digitale Schaffenskraft“ aufgerufen: „Wie verändert die Digitalisierung des Familienlebens euren Alltag? Wie kann der Spagat zwischen Familie und Beruf gelingen und wann ist es auch mal Zeit, das Smartphone und den Laptop zur Seite zu legen?“

Einige Antworten:

„Technische Innovationen sorgen dann für Freiräume und Flexibilität, wenn sie diszipliniert genutzt werden: Nutze ich die Freiheit, die ein Smartphone bietet, um im Zweifel auch mal eine Stunde früher aus dem Büro abzuhauen oder checke ich auch auf dem Spielplatz alle 5 Minuten meine Mails?“, schreibt Lempi auf seinem Blog „Ich bin dein Vater“. „Modernes Arbeiten ist in meinen Augen in erster Linie eine emotive Angelegenheit, eine Sache des guten Willens.“ 

Für Mario Förster sind moderne Technologien aus seinem Alltag nicht mehr wegzudenken, wie er auf seinem Netpapa-Blog schreibt. Sein Tag beginnt schon um 5.30 Uhr mit einem ersten Check seines mobilen Offices und endet erst gegen halb zehn Uhr abends mit einem letzten Vätergruß auf Facebook. Es gibt kaum eine Phase in diesem Tagesablauf, in der Digitales keine Rolle spielt. Warum auch? Schließlich lehnt er Technik nicht ab, sondern setzt sie verantwortungsbewusst ein. Letztendlich, und das stellt Mario Förster auch klar, sollen die Technologien unserer Zeit „mir dienen“ – nicht umgekehrt: „Arbeitszeiten verschmelzen immer mehr mit den Familienzeiten – neue Arbeitsweisen bieten uns neue Möglichkeiten.“

Ein Beispiel von Sven auf D@ds Finest:

„Diese Revolution ist mit nichts zu vergleichen. Die Digitalisierung ist historisch gesehen so bedeutend wie die Erfindung des Buchdrucks und die industrielle Revolution zusammen.“

Sorgen macht sich Sven deswegen nicht. Im Gegenteil: „Digitale Schaffenskraft steht für eine Umorientierung. Sie steht für Kreativität, freie Entfaltung und Selbstverwirklichung.“

Sven weiß, dass sich Arbeit und Privates nicht mehr ohne weiteres trennen lassen. „Auch der Familienalltag wird von digitaler Technologie verändert.“ Seine Antwort: „Am besten lässt sich die Digitalisierung mit digitalen Lösungen kompensieren.“

So macht es zum Beispiel Katja Reim, die auf ihrem Blog Mein Computerkind über ihren digitalen Alltag mit ihrer Tochter Maria berichtet:

„Monsieur Hulot (…) käme aus dem Staunen kaum heraus: Wir skypen mit der Oma, und Gutenachtküsse gibt es manchmal per Facetime. Wenn ich Marias Fragen nicht beantworten kann, sagt sie manchmal: ‚Frag doch das Internet!’, und ich greife zum Smartphone. Fürs Basteln finden wir auch bei Youtube-Tutorials Ideen, und wenn Maria mal wirklich langweilig ist, spielt sie mit ihrem Kindertablet oder wir nehmen mit PuppetPals kleine Trickfilme auf.“

Katja stellt sich auch die Frage, wie diese digitalen Technologien ihren Alltag verändert haben.

„Ich bin neugieriger geworden – weil wir gemeinsam Dinge zum ersten Mal probieren oder kreieren können und ich mich dabei von Marias kindlicher Wissbegierde anstecken lasse.“

Katja ist offensichtlich wie ich von Technik fasziniert. Sie ist nach eigenen Worten neugieriger geworden, weil sie sich zusammen mit ihrer Tochter auf Technik eingelassen hat. Und kreativer, weil sie Technik zur Inspiration nutzt.

Darum geht’s bei allen bisherigen Teilnehmern an der Blogparade: Neue Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen. Und sich dabei nicht in der Technik zu verlieren.

Kein Teilnehmer der Blogparade stellt Technik grundsätzlich infrage. Und niemand stilisiert Technik umgekehrt zum Allheilmittel. Technik ist letztendlich für alle Blogger Mittel zum Zweck – nicht mehr, nicht weniger. Mich freut dieses unverkrampfte, praktische Verhältnis zu digitalen Technologien, die ja letztlich nichts anderes tun sollen, als uns im Alltag zu helfen.

„Mit einem Blick auf die WetterAPP entscheide ich über die Klamottenauswahl des Tages“, schreibt Kai Bösel für daddylicious. Und: „Auf dem Weg zur Station kurz mit der Handy-APP des HVV ein Ticket gezogen. Als Freelancer lohnt keine Monatskarte.“

So alltäglich geht es weiter.

„In der U-Bahn versuche ich, mit meinem Smartphone erste berufliche Mails zu beantworten, meine Social Media-Kanäle zu bearbeiten und Spiegel Online zu lesen“, schreibt Christian Hanne über sein Leben als digitaler Höhlenmensch. Sein Tag endet übrigens analog: mit einem gedruckten Buch.

Ich finde es einfach praktisch, wie selbstverständlich die Familien-Blogger digitale Technologien im Alltag einsetzen – oder auch mal drauf verzichten. Sie können das, weil sie die grundlegenden Fragen für sich schon beantwortet haben. Alles andere ergibt sich. Vielen Dank an alle, die dabei waren und spannenden Input geliefert haben!

 

 

 

 


Ein Beitrag von Peter Fischer (@peterfisch)
Product Manager Microsoft Office

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