Auf digitaler Sprachmission unterwegs: Schlaumäuse-Tour in Deutschland


Von Apfel bis Zug – Sprache ist der Schlüssel zum Verstehen und die Basis für eine erfolgreiche Schul- und Berufsausbildung. Doch viele Kinder verfügen selbst nach der Grundschule nicht über einen ausreichenden Grundwortschatz. Ein Beispiel: Allein in Niedersachsen hatten knapp 33.000 Schülerinnen und Schüler keine oder nur geringe Deutschkenntnisse, teilte das Kultusministerium Ende September mit.

Angesichts der sprachlichen Defizite fordern zwei Drittel der Eltern in Deutschland eine verbindliche Regelung von 700 Worten als Grundwortschatz, die ein Kind nach der Grundschule beherrschen sollte. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGOV im Auftrag der Microsoft Deutschland GmbH. Ein Grund für die Sprachlosigkeit liegt in den Familien selber. Dort findet frühkindliche Spracherziehung immer weniger statt. Es wird zu wenig gelesen oder sich mit Sprache beschäftigt – egal ob digital oder analog. Die traurigen Folgen: Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen haben häufiger eingeschränkte Entwicklungs- und Bildungschancen. Ihr Schulstart ist oft mit Lern- und Leistungsproblemen verbunden, was zu Misserfolgen in der Schule und damit auch zu schlechteren Chancen im Beruf führen kann.

Der YouGOV-Umfrage zufolge identifizieren 76% der Eltern in Deutschland Kindergärten und Kindertagesstätten als die Orte, an denen frühkindliche Sprachförderung maßgeblich stattfinden sollte. Es gilt also, schon in den frühen Lebensjahren und verstärkt in den Bildungseinrichtungen die Grundlagen für späteres erfolgreiches Lernen und damit für gute Entwicklungs- und Teilhabechancen zu legen. Durch spielerische Sprach- und Wissensvermittlung sowie qualitativ hochwertige Betreuung können individuelle Fähigkeiten optimal gefördert und den Kindern ein guter Start in die Zukunft ermöglicht werden.


Hier setzt die Schlaumäuse-Initiative an: Mit der Sprachlernsoftware lernen 4-7-jährige Kinder den altersgerechten Grundstock für die am häufigsten verwendeten Wörter. Seit 12 Jahren fördert Microsoft die deutsche Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Gemeinsam mit Politikern und prominenten Unterstützern wie den Fernsehmoderatorinnen Birgit Schrowange, Esther Sedlaczek und Alexandra Polzin stattet Microsoft Bildungseinrichtungen bundesweit mit den Schlaumäusen aus. Bei den Vorort-Terminen erhalten die Lehrerinnen und Lehrer in den Einrichtungen Tipps zur frühkindlichen Sprachförderung, eine professionelle Einführung durch Medienpädagogen in die Schlaumäuse-Software und in den Einsatz der Tablets.

In dieser Woche fiel der Startschuss für die diesjährige Herbsttour. Von Berlin bis nach Tauberbischofsheim: 21 Kindergärten und Schulen werden bis Ende November mit der aktuellen Schlaumäuse-Lernsoftware und einem Tablet-PC ausgestattet. Den Kindern in den Einrichtungen prägt sich durch das regelmäßige Spielen mit den Schlaumäusen ein Grundwortschatz ein, indem sie spielerisch und mit viel Spaß die deutsche Sprache lernen.

 

 

 

 


Ein Beitrag von Stephan Hohmann
Leiter der Initiative „Schlaumäuse – Kinder lernen Sprache“

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