Das Schlanke und das Kraftvolle: 2 neue Transformer-Tablets von Asus


Mit dem Eee PC läutete Asus einst eine neue Generation mobiler Computer ein. Aktuell geben andere praktikable Bauformen vor; Asus greift sie gleich zweifach auf und liefert die im Mai vorgestellten neuen Detachables nun auch in Deutschland aus. Das eine strotzt vor Leistung, das andere überrascht mit vier Lautsprechern von Harman Kardon in einem ultraschmalen Gehäuse.

Asus Transformer 3

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Das Asus Transformer 3 gehört zu den noch wenigen jungen Windows-Tablets in besonders schlankem Design. Sein Aluminiumgehäuse ist keine sieben Millimeter dick und bleibt mit einem außergewöhnlich schmalen Displayrahmen kleiner als andere Tablets mit gleicher Bildschirm-Diagonale. Erstaunlich, dass dennoch vier Lautsprecher darin Platz finden, die noch dazu mit jeweils eigenem Verstärker für voluminösen Klang sorgen wollen. Und weil Tablets mal hochkant und mal quer gehalten werden, wurde in die Audioabstimmung eine Erkennung für die jeweils korrekte Tiefton-Adressierung integriert.

Fit für Windows Hello und den Windows Ink Workspace

Auf der Oberseite vereinfacht ein Fingerabdruckscanner die Anmeldung im System und schützenswerten Apps über Windows Hello. In der geschliffenen Kante um das kleine Bauteil herum zeigt sich Liebe zum Detail, wie auch in den herstellertypischen konzentrischen Kreisen auf der Tablet-Rückseite. Über einen Connector auf der Unterseite stellt das Tablet eine Verbindung zum mitgelieferten, passgenau auf das Transformer 3 abgestimmte Transformer Sleeve Keyboard her, in dem es sich auch in zwei unterschiedlichen Winkeln aufstellen lässt. Ein ideales Utensil für den neuen Windows Ink Workspace ist der Asus Pen aus dem Zubehör-Programm von Asus. Hier findet sich auch ein Universal Dock mit einem Kartenleser, mehreren USB-Anschlüssen, HDMI, VGA und einem LAN-Port. Denn für mehr Anschlüsse als die Headset-Buchse und einen USB 3.1-Port im neuen Typ-C-Format fehlt in dem nicht mal 7 Millimeter dünnen Transformer 3 dann doch der Platz.

Asus Transformer 3 Pro

Ganz anders beim Transformer 3 Pro, das neben dem reversiblen Typ-C-Anschluss auch noch zwei herkömmliche USB 3.0-Stecker aufnimmt und sogar einen vollformatigen HDMI-Anschluss besitzt. Mit einem Intel Core i7 Prozessor und bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zählt das Transformer 3 Pro aktuell zu den leistungsfähigsten Tablets. Mit bis zu einem Terabyte SSD-Speicher ist außerdem reichlich Platz für Musik- und Filmtitel, die das 12,6-Zoll-Display in Ultra-HD und mit der von Asus für Videos entwickelten Tru2Life-Technologie wiedergibt. Die 13-Megapixel-Kamera über dem Display nutzt das Transformer 3 Pro übrigens auf Wunsch auch für die Gesichtserkennung, um das Windows 10-Tablet mit Hilfe von Windows Hello zu entsperren.

Flexible Positionen dank integriertem Metallständer

T303_scenario with penAuch das Transformer 3 Pro misst nur 8,35 Millimeter, scheint aber in seinem Aluminiumkorpus schier unverwüstlich. Die Bauart entspricht der des Microsoft Surface und erweist sich daher als nicht minder flexibel: der vollflächige integrierte Metallständer lässt sich weit nach hinten abspreizen und ermöglicht dadurch auch sehr flache Winkel. Das Maximum ist erst bei 170 Grad erreicht und eignet sich gut für Skizzen und Notizen im neuen Windows Ink Workspace, für den sich gleichfalls der Asus Pen aus dem Zubehör empfiehlt. Steilere Winkel sind dagegen ideal zum Tippen mit dem Transformer Cover Keyboard, das für ein mobiles Gerät einen erstaunlichen Schreibkomfort bietet: trotz der geringen Dicke der Tastatur haben die Tasten einen Tastenhub von 1,4 Millimetern; zudem lässt sich die Tastatur durch eine Fixierung am unteren Displayrand in eine ergonomisch günstige Position bringen. Das Keyboard-Cover gehört, wie beim Transformer 3 auch, zum Lieferumfang dazu.

Mit dem Transformer 3 Pro bietet Asus ein attraktives Tablet für höchste Ansprüche an die Leistung. Die zierlichere Alternative, die mit Intel Core Prozessoren der siebten Generation ebenfalls gut ausgestattet ist, kommt noch stärker dem Wunsch nach einer handlichen Form entgegen und schont den Geldbeutel je nach Modellvariante um etwa 100 Euro gegenüber dem Power-Tablet.

 

Über die Autorin

Inge Schwabe

Inge Schwabe (@MobileWelten) hat Informatik studiert und einen Master of Arts in Technical Communication. Ihr privates und berufliches Interesse gilt Smartphones und Tablets, ihrer optimalen sicheren Nutzung und den Innovationen im Mobilfunk. Seit fünf Jahren schreibt sie als freie Mitarbeiterin Testberichte und andere Beiträge für das connect Magazin.

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