Lästern im Büro: Lieber persönlich als digital


 Zigmal schon wurde das Ende der E-Mail herbei diskutiert, Konzepte wie Zero Inbox als Erfolgsrezept präsentiert. Dennoch sind E-Mails aus dem Büroalltag kaum wegzudenken – immer mehr Unternehmen setzen aber zusätzlich auf weitere Kanäle, wie Chat-basierte Systeme wie Slack oder Corporate Social Media wie Yammer.

Und genau diese Kommunikationswege sind es, die E-Mail bei bestimmten Gesprächsthemen das Wasser abgraben: Insbesondere beim Austausch unter Kollegen über den Büroalltag sind Chats beliebt. Dies geht zumindest aus einer Umfrage hervor, die von der FAZ veröffentlicht wurde. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer. Jeder vierte von ihnen nutzt demnach digitale Systeme, um sich mit Kollegen über die Arbeit auszutauschen.

Gleichzeitig wächst die Sorge um die Privatsphäre bei den Arbeitnehmern. Der Trend geht hin zu Chats (jeder zehnte deutsche Arbeitnehmer nutzt bereits öfter Chats als E-Mails) und weg von E-Mails. Der Grund hierfür: Mitarbeiter haben Angst, dass der Chef oder die IT-Abteilung Einsicht in die E-Mail-Kommunikation nehmen und die Diskussionen vielleicht weniger lustig finden. Laut der FAZ ist es zwar in den meisten Fällen verboten, die Daten der Nutzer einzusehen – vor allem wenn die Nutzung für private E-Mails erlaubt ist –, technisch ist es aber meist ohne großen Aufwand möglich.

Gleiches gilt allerdings für nahezu alle digitalen Kommunikationsmittel – egal ob Chat oder Corporate Social Media. Wenn eine Technik von der Firma zur Verfügung gestellt, dann sollte man sie nicht nutzen, um darüber Kollegen schlecht zu machen oder über Firmenentscheidungen zu lästern. Nachdem solche Diskussionen ebenso wenig verschwinden werden wie die E-Mail, sollte man sie zumindest aufs persönliche Gespräch beschränken – was auch 72 Prozent der Befragten so sehen. Trotz aller digitalen Kommunikationsmittel ist das noch immer der bevorzugte Weg, um sich mit Kollegen und Geschäftspartnern auszutauschen – nicht nur, um zu lästern.

Übrigens: Die zitierte Umfrage stammt von Recommind – einem Unternehmen, dass sich auf die Analyse von digitaler Kommunikation im Büro spezialisiert hat. Nachtigall, ick hör Dir trapsen…

Comments (1)

  1. Anonymous says:

    Zigmal schon wurde das Ende der E-Mail herbei diskutiert, Konzepte wie Zero Inbox als Erfolgsrezept präsentiert

Skip to main content