How-To Guide: Windows 8.1 Deployment – Teil 1 – Szenarien und Übersicht


Dieser Gastbeitrag wurde uns freundlicherweise vom Education Support Center zur Verfügung gestellt. Autor ist Jonathan Bechtle.

In dieser Reihe von Blogposts beschäftige ich mich mit dem Thema Windows Deployment am Beispiel von Windows 8.1. In Teil 1 geht es um häufige Deployment Szenarien und eine Übersicht über die verwendeten Tools.

Deployment Szenarien

Im Prinzip gibt es nur 4 Szenarien, die uns als Verantwortlicher für das Deployment in einer IT-Umgebung interessieren:

    • New Machine (Bare Metal) – Hier wird ein neuer Rechner mit neuer Hardware deployt. Es handelt sich um eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems
    • Refresh (Wipe and load) – Auf einer bestehenden Maschine soll das Betriebssystem mit einer neueren Version ersetzt werden. Beispielsweise wechselt man von Windows 7 auf Windows 8.1. Hier sieht das Szenario so aus, dass man zunächst mit USMT und Windows PE Stage ein Backup der Einstellungen und Dateien anlegt, danach wird alles bis auf das Backup gelöscht. Das neue Betriebssystem wird installiert und das backup zurückgespielt.
    • Replace ( Side-by-side) – Hier wird eine bestehende Maschine ersetzt. Hier erstellt man ebenfalls zunächst ein Backup, speichert dieses beispielsweise auf einem Fileserver und restored es auf der neuen Maschine.
    • Offline Media – Erstellung eines Offline Mediums und Installation ohne beispielsweise Windows Deployment Services

Übersicht über verwendete Programme

Es gibt jede Menge Tools und kleine Programme, die im Zusammenhang mit Windows Deployment benutzt werden. Für das Deployment an sich gibt es allerdings nur zwei große Programme, die im Hintergrund die verschiedenen Tools benutzen. Dies ist zum einen das Microsoft Deployment Toolkit (MDT) und System Center Configuration Manager.

MDT ist ausschließlich eine Deployment Lösung und kostenlos, Configuration Manager ist ein kostenpflichtiger Lifecycle Manager, d.h. hier können die Rechner auch nach dem Deployment weiter gewartet werden.

Zum Schluss noch eine kleine Übersicht, über Tools, bzw. Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Thema Windows Deployment häufig fallen:

    • ADK – hieß früher WAIK – bedeutet Assessment and Deployment Kit. Für Windows 8.1 gibt es hier eine "alte" und eine geupdatete Version. Das ADK enthält Subtools wie z.B.:
      Win PE – hiermit wird ein Betriebssystem auf den Rechner gebracht, wenn dieser zuvor noch kein Betriebssystem installiert hat
      DISM – hiermit lässt sich ein Windows Image verwalten. Man kann Software und Treiber zu einem Image hinzufügen, sowohl online, als auch offline
    • VAMT – ist ein Volume Activation Tool
    • USMT – User State Migration Tool. Hiermit lassen sich Systemeinstellungen und Daten exportieren und wieder einspielen
    • Image X – wurde quasi durch DISM ersetzt
    • WSIM – ein Authoring Tool für die unattend.xml Antwortdatei. MDT und Configuration Manager können dies aber auch out of the box
    • ACT – Application Compatibility Toolkit. ACT hat zwei Hauptaufgaben. Zum Einen lässt sich eine Softwareinventory erstellen und überprüfen, ob die Software mit einer neuen Windows Version kompatibel ist. Zum Anderen bietet es einen Fix, falls hier Probleme auftreten.
    • WDS – Windows Deployment Service. Sowohl MDT, als auch Configuration Manager können auf WDS aufsetzen. Hiermit ist dann beispielsweise PXE Boot oder Multicast (für das simultane Deployment von vielen Maschinen) möglich
    • Lite Touch – wird im Zusammenhang mit MDT verwendet und bedeutet, dass beim Deployment Wizards angezeigt werden. Die Wizards können allerdings vorausgefüllt werden, so dass man eigentlich Zero Touch hat
    • Zero Touch – wird im Zusammenhang mit Configuration Manager verwendet und bedeutet, dass alles automatisiert ist. Die Wizards können aber aktiviert werden

Nachdem nun die wichtigsten Szenarien und Begrifflichkeiten erklärt sind, können wir uns im nächsten Teil den Deploymentprozess genauer anschauen.

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