TechEd 2009: MGT200 – Microsoft System Center Roadmap


Vortragenede: Brad Anderson, Kim Johnson, Jeff Wettlaufer, Kenon Owens, Jason Buffington, Clare Henry

Allgemeines (lustig):
Jeff Wettlaufer ist ca. 0,5 mal so groß wie Brad Anderson. Sah ziemlich lustig aus, als Jeff auf der Bühne stand und Brad plötzlich wie ein Kind wirkte. Brad versuchte das auszugleichen, in dem er sich auf den Hocker kniete (der ca. 80 cm groß ist) und nun war das Bild wieder ausgeglichen 🙂

Allgemeines (jetzt wirklich)
Es gab einen überblick über die System Center Produkte. Vor allem wurde gezeigt, dass kurz nach dem Release von Windows 7 auch die System Center Produkte entsprechende Unterstützung geliefert haben. Ei Beispiel: Ops Manager beinhaltet ein Monitoring für Windows 7. Data Protection Manager bietet Unterstützung für Windows 7 Backups.

Neuigkeiten: System Center Configuration Manager 2007 R3 (ja Sie lesen richtig, R3)
Das Release von SCCM 2007 R3 ist für das 1. Quartal 2010 geplant.

Zu diesem Produkt gab es auch eine Demo von Jeff Wettlaufer die als “zum ersten mal in der Welt” angekündigt wurde. Aufregend, so etwas gibt es nur auf der Live auf der TechEd…!

Es gibt nun einen neuen Power Management Client Agent, welcher auf dem Client (Windows 7) die Power Management Einstellungen aktiviert. Dazu gibt es auch eine eigene Collection für das gesamte Power Management. Hier kann zB aktiviert werden, dass die Office-Zeiten zwischen 09:00 und 17:00 Uhr sind. Innerhalb und außerhalb der Office-Zeiten können nun eigene Einstellungen getätigt werden. Sie könnten zB um 08:55 die Rechner automatisch starten und der/die MitarbeiterIn muss nicht warten bis der Rechner eingeschalten ist. Außerdem können Sie jede Einstellung (Abschalten der Festplatte, Standby-Mode oder Monitorabschaltung) zentral am SCCM R3 einstellen.

Im Reporting von SCCM R3 sehen Sie sogar, ob ein Rechner den Sleep oder Hibernation Modus unterstützt. So können Sie das Power Management perfekt steuern. Ebenfalls ausgelesen werden die “Power Usage”. Hint hier, haben Sie das gelesen? Dann hinterlassen Sie doch bitte einen Kommentar. Das bedeutet Sie sehen, wie viel Strom der Computer verbraucht hat. Und wem das immer noch nicht genügt, nun können Sie zu den KWh auch noch EUR hinterlegen und sehen nun die Stromkosten Ihrer Clients. Und für alle Green-IT freaks, es gibt sogar einen CO2 Monitor.

Demo von System Center Configuration Manager 2011

Softwareverteilung macht nun auch vor Windows Mobile nicht mehr halt. Doch noch viel mehr. Softwareverteilung richtet sich mehr und mehr direkt an den Benutzer. Mit SCCM 2011 gibt es eine neue MMC die komplett überarbeitet wurde. Sieht sehr “smart” aus (gibt es ein “besseres” Wort für “smart”?)
Es wurde in der Demo gezeigt, wie Office Communicator auf Windows 7 und Windows Mobile deployed wurde. SCCM 2011 erkennt nun den Status einer Software. Dies bedeutet, dass SCCM prüft ob die Software am Zielrechner installiert (oder beschädigt wurde) und automatisch eine Neuinstallation der Applikation vornimmt, sobald hier etwas nicht stimmt. Außerdem können Sie nun aufgrund von Hardwareanforderungen von Software steuern, ob diese Software auf einem Client installiert wird oder nicht. Haben Sie also eine Software welche zB mindestens 1 GB RAM benötigt, können Sie dies zentral konfigurieren und die Software wird nicht an Rechner verteilt, welcher diese Anforderungen nicht erfüllt.

Dies ist notwendig, da immer mehr direkt vom Benutzer abhängig wird. Dies bedeutet, dass SCCM 2011 komplett in Kombination mit APP-V arbeitet und die Software auf den Client streamt. (noch habe ich nicht gesehen, ob dies das Ende von “App-V” als eigenständige Lösung sein könnte…

Neu in SCCM 2011 ist auch, dass Software nun “Zur Verfügung gestellt” oder “zwingend Installiert” bereitgestellt werden kann. Dies bedeutet ein Endbenutzer kann Software installieren welche er haben “möchte” und es gibt Software welche von der IT zentral vorgegeben installiert wird.

Soweit ich das verstanden habe (nageln Sie mich dafür nicht fest) ist System Center Mobile Device Manager 2008 in SCCM 2011 enthalten. Zumindest die Basisfunktionen für das Management von mobilen Endgeräten.

Demo von System Center Data Protection Manager 2010 RC (DPM)
Sehr interessant (erinnert mich daran, dass ich Ihnen auch noch Blog-Einträge zu diesem Thema schuldig bin.)

Gezeigt wurde der Schutz von Exchange 2010 und wie dieser in einer Server-Umgebung wiederhergestellt werden kann.

Demo von System Center Service Manager 2010 (SMSM) Beta
(Mist, schon wieder etwas was mich an “etwas” erinnert)

Unglaublich! Unglaublich! Unglaublich!
Service Manager in seiner perfekten Form, hier kann KEIN Unternehmen NEIN sagen. Service Manager integriert sich komplett in Ihre Umgebung mit Configuration Manager und Operations Manager. Gezeigt wurde, dass ein WEB-Server ein Problem hat. Die Information dazu kam aus Operations Manager und wurde in Service Manager angezeigt. Direkt aus SCSM kann ich zum Virtual Machine Manager switchen und dort die Maschine (wurde virtuell ausgeführt) auf eine andere Hardware verschieben
Zu SMSM fällt mir noch ein, dass ich vor ca. einem Jahr ebenfalls einen Vortrag gesehen habe und hier wurde gezeigt, wie eine integrierte Umgebung funktioniert. Dabei wurde ein Ticket an den Service Desk gesendet (SMSM ist auch so etwas). Das Ticket wurde von einem Servicedesk Mitarbeiter bearbeitet. Es ging darum, dass der Mitarbeiter Visio auf seinem Rechner benötigt. Der Ablauf war folgender: Anforderung über SMSM beim Vorgesetzten (Lizenz) und Freigabe durch diesen. Der Servicedeskmitarbeiter konnte direkt in SMSM die Software über Configurations Manager zuweisen. Gesamtarbeitszeit am Servicedesk: ca. 4 Minuten.

Demo von System Center Essentials 2010
(mittlerweile sollte mich mir den Kommentar ja sparen…)

System Center Essentials integriert nun viele System Center Produkte und WSUS in eine Konsole. Wir finden Operations Manager, Virtual Machine Manager, Configurations Manager und WSUS. Dies alles für KMUs zusammengepackt in einer Installation.

Zusammenfassung: Alles in allem eine sehr interessante Session, unglaublich zum Teil dass es wirklich immer noch Funktionen gibt die in heutigen Versionen nicht implementiert sind. Dies zeigt aber eindeutig, dass sich unsere Arbeit und unsere Umwelt ändert. Vollgepackt mit Demos, daher für alle: TechEd rulez!

Beitrag erstellt von: Peter Forster, MVP Virtual Machine

Skip to main content